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	<title>Thommens Senf  2013</title>
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	<description>online seit 2006, zu Politik - Sex - Kultur - Medien,  senf@arcados.com - Rheingasse 67, Basel</description>
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		<title>Das Bekenntnis an den Mann</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 10:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Th' s schwule Predigten]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bisexuelle]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir dürfen in der heterosexuellen Presse immer wieder davon lesen, dass wir Männer uns „zur Homosexualität bekennen“ würden. Das tönt immer ein wenig nach Religion. Dabei vergessen diese Heterosexuellen, dass sie sich in ihren monotheistischen Religionen dauernd oder ausdrücklich zum Mann – nämlich ihrem Gott und seinen Propheten bekennen… Das Bekenntnis zum Mann muss irgendwie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir dürfen in der heterosexuellen Presse immer wieder davon lesen, dass wir Männer uns „zur Homosexualität bekennen“ würden. Das tönt immer ein wenig nach Religion. Dabei vergessen diese Heterosexuellen, dass sie sich in ihren monotheistischen Religionen dauernd oder ausdrücklich zum Mann – nämlich ihrem Gott und seinen Propheten bekennen…</p>
<p>Das Bekenntnis zum Mann <b>muss</b> irgendwie eine Art Religion darstellen. Auch dasjenige der Frauen zum Mann. Denn die Ehe steht unter dem besonderen Schutz, vom Glauben – bis zum Staat. Zur Mutter bedarf es keines Bekenntnisses, denn sie hat ein reales Verhältnis zu ihrem Kind. Nur über den jeweiligen Vater kann spekuliert werden…</p>
<p>So wie das Vaterschaftsverhältnis von Jesus zu Gott über ein Bekenntnis (durch den Heiligen Geist) ‚im Ohr Marias’ hergestellt wird, so wird auch das Verhältnis von Jesus zu seinem Vater wiederum über ein öffentliches Bekenntnis zu ihm hergestellt.</p>
<p>Zugleich ist das Verhältnis ein „weibliches“, denn der eifersüchtige Gott usurpiert die Bekennenden und lässt keinen Platz für weitere Männer neben ihm. Es ist eine spezifisch kulturelle – eben monotheistische – Moral, denn es gibt Frauen auf unserem Planeten, die ihre Männer selber wählen und sich nicht auf einen beschränken. So wie es auch immer Männer gab, die kulturell geprägt dasselbe umgekehrt taten&#8230;</p>
<p>Fünfzig Tage nach Ostern (dem öffentlichen Bekenntnis der Wiedererscheinung Jesu) folgt das öffentliche Bekenntnis des Verhältnisses von Gott zu seinen Jüngern, in symbolischer Form von „Wärme“ unter ihnen, oder als „Flammen über ihnen“. <i>(Zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensymbolik">Zahl 50</a> siehe unten, Auszug aus Wikipedia!)</i></p>
<p>Penta (Pfingsten) ist hier also eine „Bekenntniszahl“. Pfingsten ist quasi der Gründungstag der Gemeinschaft von gläubigen Männern (und im Hintergrund dieser Lehre auch Frauen).*</p>
<p>Sosehr usurpieren diese Bekenntnisse von Juden, Christen und Moslems zum „Idealmann“ (Alter Ego) in irgendwelchen ideologischen Wolken (Gläubige/Ungläubige), dass Bekenntnisse zu realen Männern auf Erden sogar verfolgt worden sind. Historisch betrachtet haben eigentlich nur diejenigen Männer gesellschaftliche Probleme gemacht, die sich den Frauen völlig enthalten haben. Denn wer mit Frauen konnte, oder wollte, der hatte eigentlich kein Problem mit dem Sex mit Männern – ja ist eigentlich gar nicht aufgefallen&#8230; (2. Sam. 1, 27 – David und Jonathan)</p>
<p>Umgekehrt haben viele Frauen sehr wohl ein Problem mit Nebenmännern ihrer Ehepartner, eher noch als mit Nebenfrauen. (Siehe oben das „weibliche Verhältnis“!)</p>
<p>Ich denke nun, dass es ziemlich verbreitet ist unter Männern, dass man zwar nur eine Mutter haben kann, aber durchaus – ausser dem Gott – mehrere Männer. Auch für die Frauen spielt es weniger eine Rolle, selber mehr als einen Mann im Leben zu haben&#8230;</p>
<p>Es kann also darüber spekuliert werden, wie religiös, oder welche religiöse Dimension die „Homo-Ehe“ ist, oder hat! Die Gemeinschaft der Männer um Jesus bildete jedoch auch eine Art Familie, oder „Lebensgemeinschaft“. Sie wurde an Pfingsten „gesegnet“ und initiiert.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Morton_Smith">Morton Smith</a> (1915-1991) hat in seinen Veröffentlichungen auf die magischen Rituale in ihren Kreisen hingewiesen. (&gt;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimes_Markusevangelium">Das geheime Markusevangelium</a>)</p>
<p>Jedenfalls ist die orientalische Kultur nicht so fortpflanzungsreduziert, wie sie uns vermittelt wurde und noch wird. Die Männerliebe hatte immer ihren Platz neben der „Frauenliebe“ und ist uns – nach meiner Ansicht – historisch in Form der monotheistischen Religionen überliefert worden.</p>
<p>Vor vielen Jahren hat man mir ein Geburtshoroskop geschenkt. Darin konnte ich lesen, dass ich „zur Bildung religiöser Gemeinschaften neige“. Nun, wenn Männergesellschaft und Männerfreundschaft eine religiöse Dimension haben, dann trifft das wohl zu! <em>(schmunzel!)</em></p>
<p><b>Peter Thommen_63</b>, <i>Schwulenaktivist, Basel</i></p>
<p><a href="http://www.arcados.ch/wp-content/uploads/2013/05/Th-Pred-Penta-50-Pfingst-97-2010.pdf" target="_blank">Frühere Pfingsttexte (2010, 1997)</a></p>
<p>* Interessante Bemerkung im Lexikon der Symbole. Dort finde ich den Hinweis, dass es am Anfang auch Kreise gab, die Gott als Einheit von Vater und Mutter sehen wollten. <i>„Dass eine solche Meinung selbst heutzutage mitunter gefährlich sein kann, zeigt der frühe Tod Johannes Paul I. kurze Zeit nachdem er behauptet hatte: „Gott ist Vater. Noch mehr ist er Mutter.“</i> (Bauer/Dümotz/Golowin: Lexikon der Symbole, 1987/Heyne TB 1989, S. 185)</p>
<p>Zur Zahlenmagie:</p>
<p><b>50  </b>Die erste biblische Schöpfungserzählung wird in Gen 2,3 abgeschlossen mit der Wendung ‚da diese geschaffen wurden’, hebr. behibaram, 2-5-2-200-1-40. Das sind dieselben Wort-/Zahlkomponenten wie bei Abraham, nur in anderer Reihenfolge: „Der neue Name Abraham war schon in der Struktur dieses Wortes ‚behibaram’ enthalten, womit die Schöpfung von Himmel und Erde ausgedrückt wird, und zwar schon so, wie er dann zustande kommen sollte. Erst ohne die 5, dann mit der 5, darum mit dieser kleinen He, der erst nur im Keim anwesenden He darin.“</p>
<p>„Der besondere Charakter dieser 5 an dieser Stelle bewirkt nun, dass diese Passage [Gen 2,3] in der Überlieferung gelesen wird als ‚mit der 5 schuf er sie’“ (die Welt). Die irdisch-materielle Welt und Zeit wird aber durch die Zahl 4 (40, 400) ausgedrückt (vgl. die 4 Mondphasen): „Die Zahl Fünf ist dann bereits von anderer Ordnung“, nämlich Zahl des Geistes und des Jenseitigen. Um die 5 hier auszudrücken, bedarf es des ‚Bundes’ als Verbindung der ‚weiblichen’ 4 (Welt, Nacht) mit der ‚männlichen’ 1 (Gott, Sonne). Daraus ergibt sich die für die Bibel zentrale Bedeutung der Zahl 5 sowie dann auch der Zahlen 50 und 500.</p>
<p><b>fünfzig</b>: Überstieg über die 49 = 7² als Zahl der 7-Tage-Schöpfung (die Arche Noah steigt bei der Flut auf 49 Ellen, die Öffnung der Dachluke = 1 Elle führt zur 50 – vgl. Gen 6,16). Josua, der Sohn des Nun (= 50), führt das Volk in das Gelobte Land der Einheit (Num 27,18.23); Jobeljahr (Jubeljahr, Gnadenjahr): Jedes fünfzigste Jahr soll die Freilassung für alle Bewohner des Landes ausgerufen werden (Lev 25,10; vgl. Lk 4,19); ähnlich das Sabbatjahr. Offenbarung der Thora mit den Zehn Geboten und der Erneuerung des Bundes am 50. Tag Schawuot nach dem Auszug aus Ägypten; an Pfingsten (= &#8217;50. Tag&#8217; nach Ostern) wird der Heilige Geist auf die Gläubigen ausgegossen, Beginn der Mission der Apostel (Apg 2). Die erzählte Zeit des öffentlichen Lebens Jesu im Markusevangelium (von Mk 1,15: „die Zeit ist erfüllt“) dauert 7 Wochen mit der Auferstehung am 1. Tag der 8. Woche oder am 50. Tag.</p>
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		<title>Auffahrt und ihre Symbolik für die Männerliebe</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 08:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Th' s schwule Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe in den neunziger Jahren in meinem Szenen-Blatt jeweils zu christlichen Feiertagen „schwule Predigten“ geschrieben. Kurze Texte zur Besinnung oder Anregung. Damit will ich zeigen, dass auch die Männerliebe in dieser „abendländischen Kultur“ eine &#8220;furchtbar morgenländische“ ist und nahe verwandt mit der „muselmanischen“. Ich wählte jeweils sehr persönlich-psychologisches, aber auch historisch-ethnologisches Material für meine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Ich habe in den neunziger Jahren in meinem Szenen-Blatt jeweils zu christlichen Feiertagen „schwule Predigten“ geschrieben. Kurze Texte zur Besinnung oder Anregung.</i></p>
<p><i>Damit will ich zeigen, dass auch die Männerliebe in dieser „abendländischen Kultur“ eine &#8220;furchtbar morgenländische“ ist und nahe verwandt mit der „muselmanischen“.</i></p>
<p><i>Ich wählte jeweils sehr persönlich-psychologisches, aber auch historisch-ethnologisches Material für meine spezielle Sicht und Reflexion darauf. „Wer es fassen kann, der fasse es!“ <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </i></p>
<p><b> </b></p>
<p><b>Wenn der Geliebte entschwindet!</b></p>
<p>Die Zwölf im Neuen Testament waren vielleicht nicht schwul (im heutigen Sinne!), aber sie hatten eine enge Gefühlsbeziehung zueinander. Da gab es Eifersucht (Judas) und zärtliche Liebe (Johannes) zum „Meister“ Jesus.</p>
<p>Diese Dreizehn bildeten also eine Art Familie, die sich im wahrsten Sinne des Wortes durchs Leben schlug! Mal mit Zuwendungen von vermögenden Frauen, oder mal von begüterten Männern. Schliesslich mussten sie ja auch essen und ein Dach über dem Kopf haben – zwischendurch.</p>
<p>Orientalische Männer lieben Männer und gehen mit Frauen ins Bett. Das ist die traditionelle Kultur. Die „Romeo und Julia-Liebe“ (auch „religiöse“ oder romantische „Missionarsstellung“ genannt) hat sich heute aber auch in anderen Kulturen verbreitet, obwohl noch Millionen von Kindern durch ihre Eltern verheiratet oder „versprochen“ werden. Heirat macht(e) mündig – juristisch, politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich&#8230;</p>
<p>Wenn einer Gemeinschaft der Führer/Oberste/Vater/Geliebte/Gott genommen wird, sei es durch Tod, Verschwinden oder Selbstmord, kann das für Tausende von Gläubigen die Katastrophe sein. Die Geführten stürzen in eine Krise von existenziellem Ausmass. So erging es auch den Jüngern Jesu. Aber auch Eltern können „stürzen“, wenn ihnen ihre älter gewordenen Kinder „entlaufen“. Es funktioniert also auch umgekehrt!</p>
<p>Auch uns Schwulen geht es so, wenn wir „unseren Mann fürs Leben“ verlieren. Nicht nur durch Folgen von AIDS. Auch wenn der Mann uns aus eigenem Entschluss und freiwillig verlässt. Das Ausmass der Katastrophe, das sich in und um uns breit macht, ist das Barometer für unseren „realen Zustand“. Der Riss aus Gewohnheiten/Aufgehobenheiten aus dem „sozialen Fruchtwasser“, kann ein wesentlicher Faktor für Depressionen und Rachegedanken des Zurückgelassenen sein. Das wichtigste aber scheint mir, unsere sexuelle und emotionale Abhängigkeit von „ihm“ zu erkennen!</p>
<p>Wir Schwulen sind so „heterosexuell“ erzogen worden, dass es uns nur „natürlich“ erscheint, eine möglichst grosse gegenseitige „emotionale Liebe“ oder sexuelle Abhängigkeit/Treue – wie bei Mann und Frau – zu erreichen. Natürlich streben wir auch Ewigkeit an! (oder: bis dass der Tod uns scheidet!)</p>
<p>Jede Gegenwehr eines Partners (und sei es nur der nackte Selbsterhaltungstrieb!) erscheint in der bürgerlichen Moral als Verrat (= Judas). Die Brust/Sexualität des Meisters/Freundes soll Johannes/uns immer zur Verfügung stehen und nach einer gewissen Zeit leiten wir auch Rechte darauf ab. Erstaunlich, dass in den meisten „bürgerlichen“ Beziehungen eigentlich niemals über diese „gewissen Dinge“ geredet wurde. Jeder Partner phantasiert für sich allein – oder zieht Schlüsse aus dem Verhalten seines Freundes. Sei es der regelmässige, heftige oder häufige Fick, seien es Geschenke/gemeinsame Wohnung, oder Liebesschwüre, Treuegelöbnisse, Eifersucht, Seitensprünge, etc. Da entwickeln sich dann zwei Freunde nebeneinander her und wenn in den jeweiligen Welten durch die Realität „geputscht“ wird, folgt die grosse Ent-Täuschung.</p>
<p>Weil aber Illusionen sich fest in den Köpfen versteinern, das Prestige/Image einer Freundschaft einem erdrückt, oder die mögliche Häme der Gay-Community Angst macht, ist diese andere Realität fast nicht auszuhalten. Entweder kommt das grosse Eifersuchtsdrama und die Rückholungsvorstellung (eignet sich weniger für eine Weltreligion) – oder dann kommt das heroische Opferbewusstsein für eine Therapie zum Zug. Die christliche Religion hat es eher mit den Opfern, den Wunde(r)n und den Illusionen (er kommt ganz gewiss wieder zurück!).</p>
<p>Wie sollen wir anders handeln und denken lernen? Der ehemals Geliebte „erscheint uns“ in der Szene oder in der Stadt. Und er blockiert unsere nächsten Sexkontakte/Beziehungen.</p>
<p>Ist Euch schon aufgefallen, dass „verlassene“ Freunde oft die ähnlichen Symptome aufweisen wie Alkoholiker oder Drogenkonsumenten auf dem kalten Entzug? Halluzinationen, Bekehrungen, Reue, Schwüre oder meist Verwünschungen&#8230;</p>
<p>Es fehlt uns eine Anleitung zum „humanen“ Auseinandergehen!</p>
<p>Und viele Schwule verzehren sich an der Sehnsucht nach einem/dem Freund. Dabei lebten sie recht gut in der Zeit vorher – und könnten es lernen, gut zu leben in der Zeit nachher! <i>(Senf, 7. Jg. Nr. 21, 22. Mai 1998)</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Auffahrt – mit rosarotem Raumanzug</b></p>
<p>Auffahrt in christlicher Symbolik, so haben wir gelernt, bedeutet, dass Gott seinen Sohn heim geholt hat zu sich. Nun ist er wieder mit ihm vereint und sitzt, glaub&#8217; ich zu seiner Rechten. Der Heilige Geist macht noch seinen Dritten Teil dazu. Aller Guten Dinge sind drei&#8230;</p>
<p>Auffahren in den Himmel ist eine geistige oder ideologische Vorstellung. Wir haben gelernt, dass die Erdkugel rund ist und somit: oben auch zugleich unten und rechts zugleich links ist, je mehr wir uns von ihr entfernen und einen möglichen Standpunkt ausserhalb, ähnlich wie Gott, einnehmen. Während unsere Vorfahren noch von Wolkenpalästen und Windstuben träumten, haben wir die Mondfahrt erlebt und sehen die Erde mit den Augen von Gott, mit Hilfe von technischen Apparaten. Seit die Flugapparate zu unserem Alltag gehören, können wir uns auch das körperliche Auffahren gut vorstellen.</p>
<p>In der Symbolik unserer christlichen Vorfahren spielt aber die Auffahrt auch eine wichtige ideologische Rolle. Die Einteilung unserer Sphäre in gut und böse, in Himmel und Hölle, oben und unten, gibt heute noch einer „Auffahrt“ ihren ethischen Sinn: Eingehen ins Gute, ins Vollkommene, in die Ewige Ruhe, oder ins Paradies, auf die andere Seite von Alltag, Kümmernis und Qual.</p>
<p>Auch die männliche Vaterfigur, die uns zu sich holt, aufnimmt, akzeptiert und uns seiner Vollkommenheit anteilhaftig werden lässt, spielt eine wichtige Rolle. Rückkehr zur Ent-Schuld-ig-ung. Rückkehr in die Unschuld. Dabei spielt Jesus als Sohn Gottes eine wesentliche Rolle als ent-schuldender Schleusenmechanismus, um eine Einrichtung der Raumfahrt beizuziehen.</p>
<p>Wir Schwulen wissen von Kindsbeinen an, von dem Moment, wo wir uns als anders empfinden, dass wir in Schuld gestossen werden. Noch bevor jemand zu uns „du schwule Sau“ gesagt hat, ahnen wir uns als Schuldige. Stärker noch wie die Heterosexuellen, die zwar innerhalb der Norm bleiben, aber auch ihre körperliche Unschuld verlieren, verstossen wir grundsätzlicher gegen – ja gegen was denn?</p>
<p>Wir verstossen gegen die Norm, das allgemein Übliche, Sichtbare. In Formulierungen wie „Sodomisten, Perverse“ und solche mit der Vorsilbe „Hinter-“&#8230;  finden wir uns später wieder – unsichtbar, unausgesprochen. Und es ist klar, dass wir im abendländischen Kastensystem zu den Untersten gehören. Mehrfach wurden die Schwulen in der sozialen Wertskala noch unterhalb der Nutten angesiedelt. Dies in den Umfragen vergangener Jahre.</p>
<p>Da ist es geradezu lebenswichtig, aufzufahren! Wenn wir es sexuell nicht können, so denn sozial oder ökonomisch. Wir hungern gerade danach, zum Vater aufzufahren, oder des heiligen Geistes teilhaftig zu werden.</p>
<p>Schwule bezahlen noch mehr wie Flüchtlinge aus Sri Lanka, oder anderen Teilen der Welt, um ins gesellschaftliche Paradies zu kommen. Unser „Ausländer-Gefühl“ beginnt in der Kindheit und lange bevor wir unseren ersten Ausweis oder Pass bekommen! Die „gesellschaftliche Auffahrt“ ist neben der „sexuellen Fahrt“ das wesentliche Antriebsmoment im Leben vieler Schwulen. Doch während es bei den Heteros um den Aufstieg aufs Matterhorn geht, bleiben die Schwulen auf halbem Wege stecken: Unser möglicher Aufstieg ist erst ein Ankommen auf Meereshöhe. Und bevor wir das soziale Matterhorn erklimmen, werden wir entweder zum Schweigen übers Private gezwungen, oder mit dessen „Unaussprechlichkeit“ diszipliniert.</p>
<p>Unser Streben nach Auffahrt ist mit einer grundsätzlichen Entscheidung verknüpft: Fahren wir mit der Ehe und den ganzen bürgerlichen Grundsätzen in die gesellschaftlichen Höhen? Oder tragen wir einen bunten, rosaroten Raumanzug?</p>
<p>Während die Heten zu einer verklärten männlichen Gemeinschaft „auffahren“, haben viele Schwulen das Gefühl, bei den christlichen Männerfiguren in eine homosoziale Gemeinschaft „zurückzukehren“.</p>
<p>Letztlich sehnen wir uns danach, vom grossen gütigen heterosexuellen (?) Vater in die Arme genommen und so geliebt zu werden, wie „die Andern“. Ich frage mich hier ganz überrascht: Wer hat uns denn in diese heterosexuelle Hölle fallen lassen?</p>
<p>Drehen wir das ganze um: Die Gesellschaft ist von den homosozialen Göttern in die Heterosexalität geworfen und zum konsequenten Fortpflanzen verdammt worden. Das Christentum birgt aber noch wenige Reste homosexueller Kultur, dies ist der Grund, warum es so heftig reagiert. Diese Reste könnten wir uns wieder aneignen. Damit und mit neu entwickelten Formen schwuler Kultur (nicht Subkultur), käme unsere Gesellschaft wieder ins sexuelle Gleichgewicht. Die Auffahrt der Schwulen hätte ein Ende.</p>
<p>Nicht in den Höhen der Heterosexuellen liegt unsere Zukunft! Toleranz uns gegenüber heisst nicht: Abstieg in die schwule Hölle!</p>
<p>Die sexuelle Lebensfahrt der Schwulen geht nicht in die Wolken und nicht in die Fortpflanzung – sie führt in eine soziale Zukunft!  <i>(SENF, 5. Jg. Nr. 20, 17. Mai 1996)</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Auffahrt – oder der entflogene Liebhaber!</b></p>
<p>Abgesehen davon, ob die Person Jesu jemals aufgefahren ist oder nicht (1), interessiert mich das Verhältnis Jesu zu den Jüngern (die das ganze in eine „biblische“ Geschichte gekleidet haben) und die Wirkungen seines „Verschwindens“ auf sie.</p>
<p>Meist wird vergessen, dass die Bibel aus einer Zeit stammt, in der ganz andere gesellschaftliche Verhältnisse herr-schten, als wir sie heute bei uns kennen. Von Soziologie wusste damals niemand etwas. Obwohl aus dem Judentum mutterrechtliche Elemente überliefert sind (jüdisch wird man nur durch eine jüdische Mutter!), herr-schten damals patriarchale Strukturen vor: Eine Männergesellschaft, die Frauen in die Winkel der Gassen und die Kühle der Häuser verbannte&#8230;</p>
<p>So war auch die „Liebe“ eine Männerangelegenheit, die an die „Öffentlichkeit“ gelangen durfte und das öffentliche Leben, die Politik, wie auch die Familienbeziehungen regierte. Vielleicht müssen wir sie in anderen Wörtern wie: Wohlgefallen, Gehorsam, Treue, Hingabe, Besitz u.a.m. suchen gehen.</p>
<p>In dem Buch „Ein Leben voller Fallgruben“ von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Driss_ben_Hamed_Charhadi">Driss Charhadi</a> (2) wird die Existenz eines arabischen Buben anschaulich ausgebreitet. Das Leben besteht aus lauter Abhängigkeiten! Vom Vater, weil er der Ernährer ist, auch im geistigen/informativen Sinne, von der Mutter, wenn sie einen zweiten Mann heiratet, von der Familie, weil sie ökonomisch-soziale Sicherung und Geborgenheit vermitteln kann.</p>
<p>Da bietet die Religion eine Alternative zu den traditionellen Blutsbeziehungen und der Fortpflanzungspflicht. Hier spielt der Glaube die Ver-Bindung unter den Menschen. Die Sohnesschaft Jesu ist eigentlich keine biologische Zwangsbeziehung. Der Sohn hat in Wirklichkeit seinen Vater selbst gewählt:</p>
<p><i>„Gerechter Vater – die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese (Menschen um Jesus, PT) haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.“ </i>(<b>Abschiedsgebet Jesu</b>. Joh. 17, 25-26)</p>
<p>Der Sohn (an)erkennt (s)einen Vater. Und nicht der Vater bestimmt seinen Sohn! Die fleischliche Genealogie ist ausser Kraft. (Sie wirkt auch heute auf mich „theologisch konstruiert“!) Die Liebe (der Männer) ist also die Alternative zu den familiären und ökonomischen Abhängigkeiten und Gebundenheiten gesellschaftlicher Tradition. Was war denn das für eine Liebe? Es handelt sich um die Gewöhnungsliebe, die wir als erste aus der Familienbindung erfahren. Um die Gehorsamsliebe, die wir aus den Machtstrukturen erfahren. Und es handelt sich um die ökonomische Liebe, die wir aus den ökonomischen Strukturen erfahren! (Geliebt wird, wer Besitz hat oder Arbeit vergeben und damit eine Lebensexistenz garantieren kann, die Männer von ihrer Herkunftsfamilie unabhängiger macht.)</p>
<p>Die ganz persönliche Liebe nannte man auch Freundschaft. Das bekannteste Beispiel des Neuen Testamentes ist der Kreis Jesu und seiner Jünger! Einer lief von seiner Arbeit davon (Petrus), andere verliessen ihre Familie, ihre Ehen, ihren ererbten Besitz!</p>
<p>Sie hatten absolut keine ökonomische oder soziale Grundlage zum Leben wie die nomadisierenden (Tierherden) oder ansässigen Familien (Grundbesitz) in Palästina. Sie waren eine Schicksalsgemeinschaft, die auf Gedeih&#8217; und Verderb einander ausgeliefert war. (Diese Ehemänner hatten also nicht so ein primäres Verhältnis zu ihren Frauen wie in der abendländischen Tradition entwickelt. Frauen waren Besitz, über den verfügt werden konnte, den man als Arbeitskraft verlieh, oder an die Verwandtschaft abgeben konnte.)</p>
<p><i>„Wer in mir bleibt und ich in ihm [wie der Schössling am Weinstock], der trägt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er weggeworfen wie der Schössling [der keine Frucht trägt] und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.“ </i>(Joh. 15, 5-6)</p>
<p>Was hielt sie zusammen? Was war ihre Stärke? Es waren alles Männer, die ihre bisherigen Grundlagen aufgegeben hatten, die so fasziniert waren, dass sie sich für eine Gefolgschaft Jesu entschieden! (Neues Gebot der Liebe:)</p>
<p><i>„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, wie ich euch geliebt habe, dass auch ihr einander lieben sollt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.&#8221; </i>(Joh. 13, 34-35)</p>
<p>Ich denke, innerhalb absoluter Machtstrukturen kann nur derjenige individuellen Erfolg und Über-Leben haben, der diese Strukturen relativiert oder entfunktionalisiert.</p>
<p>Soziale „Wertschöpfung“, Zuwendung, Heilung in umfassendem Sinne und Weisheit für das Volk, bringen den Lohn für bescheidenes Leben, Anerkennung und eigene Wertschätzung eines solchen Aktivisten. In einer Gesellschaft patriarchalischer Struktur bildet natürlich die „Vater“-Figur das „Medium“ zur Anwendung, Erklärung und Annahmebereitschaft einer Lebensphilosophie bei Gefolgsleuten und den „Massen“.</p>
<p>(Ermahnung zum Bleiben in der Liebe Jesu und in der Liebe untereinander<i>) „Wie mich der Vater geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde.</i></p>
<p><i>Das ist mein Gebot, dass ihr einander lieben sollt, wie ich euch geliebt habe.“ </i>(Joh. 15, 9-12)</p>
<p>Wenn ich als Schwuler mir diese Männer vorstelle, wie liebevoll und zärtlich sie miteinander umgingen, ja wie sie sogar Frauen beeindruckten, sodass diese sie aus ihrem Vermögen oder aus dem ihrer Ehegatten unterstützten, dann erinnere ich mich an Eindrücke von arabischen Männern aus Erzählungen und Literatur: An ihr Treueverlangen, ihre „kindliche“ Eifersucht anderen gegenüber, an ihren Wissensdurst und ihr Bedürfnis nach einfachen Regeln, das sich nach einiger Zeit einstellt.</p>
<p>Wir können uns heute schlecht ausmalen, was der Tod Jesu für seine „Hinterbliebenen“ bedeutete, welches Leiden, welcher „emotionale Entzug“ und welche Selbstanstrengung ihnen abgefordert wurde. (Siehe auch die Liebe von<a href="http://www.arcados.ch/?page_id=1088" target="_blank"> Gilgamesch und Enkidu</a>!) Sie standen ja ausserhalb jeder Familienbindungen. (Vielleicht wurden aber auch „ideologische Kompromisse“ eingegangen.) Jedenfalls war der Hinschied Jesu ein gefährliches Gefühls-Abenteuer! Jesus hatte zu jedem seiner Jünger eine differenzierte Beziehung/Liebe entwickelt.</p>
<p>(Der zukünftige Hirte und der Lieblingsjünger) <i>„Als Petrus sich umwandte, sieht der den Jünger nachfolgen, den Jesus liebhatte, der auch beim Mahle sich an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich verrät? Als nun Petrus dieses sah, sagt er zu Jesus: Herr, was wird aber aus diesem? Jesus sagte zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich [wieder] komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ </i> (Joh. 21, 20-22)</p>
<p>Sein Lieblingsjünger war Johannes. Ihn hatte es wohl am tiefsten getroffen. ( &gt; die Offenbarungen!) Erinnern wir uns bitte aber auch an die Eifersucht Judas&#8217; und an den Preis der sechzig Silberlinge&#8230; In der Zeit der Wanderungen und der Gefolgschaft hatte jeder Jünger auch seine Identität als Mann/Liebender aufgebaut, mit der er den Forderungen der Welt entgegentreten konnte. In sozialer Wirklichkeit aber regierten die Gegenteile: Rache und Feindschaft im Zusammenleben. (Das Alte Testament ist voll davon!)</p>
<p>Gewöhnungsliebe, Gehorsamsliebe, Wohlgefallen haben an jemandem, etc.? Und wo bleibt die Sexualität? Es ist &#8211; zugegeben &#8211; schwierig, nach ihr zu suchen in einem Gesellschaftsbild, das sie verschweigt. Zumindest wird da und dort Zärtlichkeit sichtbar! Jedenfalls werden im palästinensischen Sittengemälde die „pervertierte Art von Sex“, nämlich die Gewalt – und die sexuelle Symbolik des Feuers oft beschworen!</p>
<p>Klar redeten Menschen in den kostbaren Büchern, soweit sie existierten, nicht von „ficken“, von Sex, von Geilheit, höchstens vom Beischlaf. Eine Art Sexualität wurde auch beschrieben mit dem Begriff: „und sie erkannten einander“ (Siehe oben, aus dem Abschiedsgebet Jesu!) Sich erkennen, meint eine Situation, in der wir unser körperlich-erotisch-sexuelles Verlangen dem andern übermitteln, oder in seinen/ihren Augen ein solches &#8216;erkennen&#8217; können. (Vor allem für die Heteros sei hier erwähnt, dass es nicht vordringlich ums genitale Penetrieren geht, sondern ums Begehren- und Besitzenwollen einer Person!)</p>
<p>(Autobiographisch: Traumsequenz mit meinem Vater, der mich in meiner Kindheit auch schlug: Mein Vater hebt die rechte Hand zum Schlag und blickt mich an! Ich &#8216;erkenne&#8217; körperliches Begehren in seinen Augen. Ich wache völlig verschreckt auf.)</p>
<p>Besitz, Abhängigkeit, Bedürftigkeit, Auflehnung, Abfallen. Das sind die Begriffe, die Spuren patriarchaler Liebe sind. Einer Liebe, die heute nicht mehr unser Ziel sein kann, aber noch immer eine grosse Rolle in unseren Sehnsüchten und Trennungserlebnissen spielt!</p>
<p>Wir dürfen aus den detailliert beschriebenen Genealogien (Familienstammbäumen) und den Verheiratungen in der Bibel und in der traditionell-patriarchalischen Gesellschaft rund ums Mittelmeer nicht endgültig folgern, das es keine „Männerliebe“ gegeben habe. Obwohl sie doch wichtiges Bindeglied war und ist, ist sie nur an ihren Folgen und Wirkungen an den Männern ablesbar.</p>
<p>Auffahrt löste einen &#8211; vielen Schwulen bekannten &#8211; Trennungsschock und Trennungsschmerz aus. Mit Verleugnung (Petrus), Ungläubigkeit (Thomas) und der (vielleicht späteren, reifen) Erkenntnis, dass „die Liebe“ des Liebenden eigentlich den Geliebten gar nicht braucht!</p>
<p>Nicht so braucht, wie der Liebende die Geliebte zur Fortpflanzung. Was also ist durch die Religionen und Schriften von der Männerliebe übrig geblieben? Existiert hat sie – und praktiziert wird sie – damals wie heute. Wir Schwulen sind anscheinend die einzigen, die sich dafür interessieren? Ist die traditionelle Männerliebe ein historischer Vorfahre des „Gay Pride“? Ist sie für uns heute nicht mehr ein Vorbild? Oder doch?</p>
<p>(Ermahnung zum Bleiben in der Liebe Jesu und in der Liebe untereinander)</p>
<p><i>„Grössere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben hingibt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiss nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, das habe ich euch kundgetan. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht tragt und dass eure Frucht bleibe, damit euch der Vater gebe, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Das gebiete ich euch, dass ihr einander lieben sollt.“ </i>(Joh. 15, 13-17)</p>
<p>Es ist hier übrigens nicht von der „Frucht des Leibes“ die Rede! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p>(1) In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Srinagar">Srinagar</a> existiert angeblich ein Grab <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roza_Bal">Jesu</a> und es gibt auf dem Weg dahin (west nach ost) viele Stationen mit biblischen Namen. Sh. Erich von Däniken u.a.! (Die <a href="http://armin-risi.ch/Artikel/Theologie/Ging_Jesus_nach_Indien.html" target="_blank">Kritik an dieser Theorie </a>ist so abenteuerlich wie sie selbst!)</p>
<p>(2) Am Strand von Merkala lernt Paul Bowles 1960 den damals 21- oder 22-jährigen Café-Wächter und »geborenen Erzähler« Larbi Layachi kennen. Dessen Erzählungen und Erinnerungen, die Bowles auf Tonband aufnimmt, erscheinen erstmals 1964 unter dem Pseudonym Driss ben Hamed Charhadi. Larbi wandert später in die Vereinigten Staaten aus. Ein Detroiter Literaturlexikon vermerkt 1975, dass sich in Kalifornien aufhalte, um Lesen und Schreiben zu lernen. In den USA verlieren sich seine Lebensspuren. <i>(Informationen des Unionsverlags, Zürich)</i></p>
<p><i>(SENF, 4. Jg. Nr. 21, 26. Mai 1995)</i></p>
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		<title>Gerontophilie – die Liebe zu und der Sex mit älteren Männern *</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 14:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollten wir alle „gerontophil“ sein, denn es ist unser Lebensziel, älter zu werden. Aber das ist nicht gemeint. Wer gemeinsam alt wird, ist nicht in dem Sinne „gerontophil“. Die Gerontologie ist die Lehre vom Altwerden und  die Geragogik oder Gerontogogik ist ein junges Forschungsgebiet, welches die Pädagogik und die Erwachsenenbildung um die. Bildung der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollten wir alle „gerontophil“ sein, denn es ist unser Lebensziel, älter zu werden. Aber das ist nicht gemeint. Wer gemeinsam alt wird, ist nicht in dem Sinne „gerontophil“.</p>
<p>Die Gerontologie ist die Lehre vom Altwerden und  die Geragogik oder Gerontogogik ist ein junges Forschungsgebiet, welches die Pädagogik und die Erwachsenenbildung um die. Bildung der Älteren erweitert.</p>
<p>Unsere Kultur muss lernen zu akzeptieren, dass nicht alle Menschen über 70 „Pflegefälle“ sind und werden! Zudem haben nicht wenige Männer ein Sexualleben bis zum Todestag.</p>
<p>Beim Recherchieren im Internet stösst man auf „furchtbare“ Sachen. Da war eine Krankenschwester in einem Frage-Blog, die sich in eine Patientin verliebt hatte und nach Pflege-Ende völlig verzweifelt war.</p>
<p>Ich stiess auch auf einen jungen Mann, der auf Ältere steht und entsetzt darüber war, ob er sich jetzt „so einen Pädophilen“ suchen müsse. (Hier möchte ich klarstellen, dass ein solches Verhältnis nicht gleich gegensätzlich gesehen werden kann, wie zwischen „Mann“ und „Frau“ – in dieser typisch hetero/a Denkweise! Ein Heterosexueller sucht ja auch nicht einen Homosexuellen…)</p>
<p>Verlieben können wir uns lebenslang und nicht nur in „alters-adäquate“ Personen. Ich habe mich als Schüler auch in zwei meiner Lehrerinnen verliebt – und bin trotzdem, aber nicht deswegen, schwul geworden! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es stimmt mich sehr nachdenklich, wenn ich im Internet Texte finde wie folgt: <i>„So wie man Pädophilie nicht mit Kinderliebe definieren kann, so hat auch Gerontophilie nichts mit Liebe zu tun. Gerontophilie steht am häufigsten mit Sadismus, Vergewaltigung und Nekrophilie in Verbindung. Sexuelle Erregung durch Geschlechtsverkehr mit einer älteren Frau oder einem älteren Mann ist lediglich ein liederlicher Wunsch nach Bestrafung, Rache und Anerkennung. Viele an Gerontophilie leidenden Menschen haben in ihrer Kindheit seitens strenger Eltern oder Grosseltern Gewalt erfahren müssen.“</i></p>
<p>Ich meine, wer so etwas schreibt, der hat nun wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank! Um das auf Homosexualität zu übertragen, würde das heissen: Es werden immer wieder Männer vergewaltigt, besonders auch im Krieg – und das nennt man dann Homosexualität. KeineR kommt auf die Idee, den Ort der meisten Gewalt, also das Ehebett oder eben die Ehe pauschal als Vergewaltigung zu bezeichnen. (Aber es ist bezeichnend, dass die gesellschaftspolitisch korrekte Sexualität von jeglicher Kritik ausgenommen wird.)</p>
<p>In der sogenannten Fachliteratur gibt es die Liebe zum Älteren gar nicht. Entweder hat man sie mit einer Ehefrau gehabt, oder ist ledig geblieben. Es ist aber bekannt, dass sich in Altersheimen auch ältere Pensionäre noch verlieben können. Doch sind auch ältere Schwule über 70 zu mir gekommen, die sich beklagten, dass sie sich von den „älteren Damen“ belästigt fühlen und ständig zum Kaffee eingeladen würden! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die genannte sexuelle Neigung ist Thema des Buches <a href="http://asaro-verlag.de/index.php?time=1366205353&amp;seite=produktdetail&amp;artikelnummer=3934625800&amp;rubrik1=Belletristik&amp;rubrik2=Romane">Pyromalion</a> (2006) von Hugo Hammerfest, in dem ein 25-jähriger Mann nur Beziehungen mit weitaus älteren männlichen Partnern haben kann.</p>
<p>Einen einzigen fachwissenschaftlichen Artikel zum Thema habe ich bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Kutzinski">Arnold Kutzinski</a> 1879-1956) gefunden. „Über Gerontophilie“, (Mschr Psychiat Neurol 1930;74:86–94, S. Karger, Berlin) Doch der ist wenig hilfreich. Kutzinski hangelt sich neurotischen Befunden entlang. Aber Krankheiten fand man immer auch bei den Homosexuellen. Und die Fachärzte sahen immer nur die „kranken Homosexuellen“ in ihrer Sprechstunde!</p>
<p><i><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Juliusburger">(Otto)„Juliusburger</a> spricht erst dann von Gerontophilie, wenn die Beziehungen zwischen Älteren und Jüngeren über das normale Mass der Achtung und Sympathie hinaus geht.“ (Kutzinski, S. 87)</i></p>
<p>Es gibt verschiedenste Kulturen, die die Achtung und den Respekt vor den Älteren/Ältesten kultivieren, so zB in Japan, Südamerika, Asien, Arabien und Afrika…</p>
<p>Das wird bekanntlich unter dem „Vaterkomplex“ diskutiert. Allerdings muss ich anmerken, dass Jungs und junge Männer dann eben KEINEN Komplex haben, wenn sie ungezwungen mit älteren Männern umgehen oder sogar Sex mit ihnen haben können. Ein Komplex besteht dann, wenn dies unmöglich ist, oder zu Konflikten führt.</p>
<p>Es gibt aber auch Kulturen, in welchen der Vater generell unbekannt oder unwichtig ist. Z.B. in Südchina. Die Familie definiert sich über die Mütter und Tanten. Zudem gibt es die „Alternativwahl der fehlenden Familienrollen“ ausserhalb. Ein Junge findet keinen Zugang zum leiblichen Vater, oder lehnt ihn ab. Also sucht er sich jemanden ausserhalb. Das kann die familiäre Struktur stören, finde ich aber legitim. Ein Junge konnte nicht mit dem Vater über seine Homosexualität reden – also bezeichnete er mich als „schwulen Vater“.</p>
<p>Ich erinnere an die Paten-Funktion innerhalb der Verwandtschaft. Bei den Griechen wurde ein einflussreicher Mann als Paten gewählt, damit er bei Verlust des Vaters für das Patenkind und die Familie sorgen konnte.</p>
<p><i>„So glaubt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stekel">Steckel</a> in einzelnen Fällen die Gerontophilie in einzelnen Fällen auf das Gefühl der Minderwertigkeit zurückführen zu müssen. Diese Individuen fühlen sich den Aufgaben der Liebe nicht gewachsen. Sie müssen unbedingt ein Gefühl der Überlegenheit haben, um sexuell empfinden zu können. Sowohl beim Kinde, als auch beim Greise sei es das Moment der Schwäche, welches in ihnen das Erhebende Bewusstsein der Überlegenheit ihrer Kraft hervorruft. (Kutzinski, S. 87)</i></p>
<p>Das kommt mir aber an anderer Stelle wieder bekannt vor. Männer sind Frauen auch überlegen und können sich in Schuldgefühlen gegenüber ihrer Mutter befinden. Der Vergleich mit dem Kinde hinkt, denn Frauen spielen in unserer Sexualkultur „das Kind“ und sie locken auch „das Kind im Manne“ hervor. Sonst könnte das Spiel mit der Heterosexualität gar nicht funktionieren. Als ich erstmals in hetero Chats eingetreten bin, hat mich das total verwirrt, wie kindisch und kindlich da miteinander umgegangen wurde: „Mausi, Schatzi, Süsser, etc.“</p>
<p><i>„Endlich gibt es Formen, in denen die Gerontophilie nur eine verkleidete Form der Homosexualität darstellt. So spricht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld">Magnus Hirschfeld</a> davon, dass homosexuellen Männern ältere Frauen häufig sehr sympathisch sind.“ (Kutzinski, S. 87)</i></p>
<p>Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihnen dann wie den Mädchen und Frauen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fag_hag">(„fag hags“)</a> ergeht, die sich unter Schwulen nicht ständig sexuellen Anforderungen ausgesetzt fühlen. <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Weiteren bietet Kutzinski in seinem Artikel einen Fall und dessen Darstellung, der überhaupt nicht als repräsentativ betrachtet werden kann. Er weist dann auf Freuds Vermutungen hin, dass sich „Invertierte“ mit der Mutter zu stark identifizieren können und dann einen Sexualpartner wählen, der ihr entsprechen könnte. Das ist die Theorie des Muttersöhnchens, das mit den möglichen Sexualpartnern der Mutter sexuell verkehrt, um SIE vor „diesen“ zu schützen! Eine typisch heterosexuelle Interpretation – aus dem traditionellen Ödipuskomplex! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In den 30er Jahren spielten nicht nur pathologische Betrachtungen um sexuelle Abweichungen eine Rolle. Die sogenannten <a href="http://universal_lexikon.deacademic.com/261711/Konstitutionstypen">konstitutionsbiologischen</a> Gesichtspunkte wurden stärker berücksichtigt, weil sie auch besser erkennbar waren. Letzter Vertreter dieser Theorie war Willhart S. Schlegel (1912-2001). Er versuchte, Homosexualität, oder „Weiblichkeit“ anhand des Beckendurchmessers „abzulesen“…</p>
<p>In der neueren Fachliteratur habe ich bei <i>Peter Fiedler</i>, 2004 (1) den Begriff „Gerontophilie“ nur in einer Aufstellung erwähnt (S. 47) gefunden, er schreibt aber nichts weiter dazu.</p>
<p><i>Brigitte Vetter</i> schreibt noch 2007: „Tiefenpsychologisch kann die Ursache der Gerontophilie neben der allen Perversionen, gemeinsamen Angst vor der Frau und der erwachsenen Sexualität in einer Regression (Zurückfallen), bzw. in einem Festhalten an Triebwünschen der kindlichen Entwicklungsstufen gesehen werden.“ (2)</p>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefenpsychologie">Tiefenspychologie</a> wurde von C.G. Jung und Alfred Adler weiterentwickelt. Sie steht auf der heterosexuellen Dualität von Animus und Anima. Die Diplompsychologin und psychologische Psychotherapeutin ist langjährige Fachdozentin für Pflegeberufe. <i>Vetter </i>referiert zwar Homosexualität als „nicht behandlungsbedürftig“ (solange es wohl unter gleichaltrigen vorkommt), aber bei der Gerontophilie hat sie offenbar nur die Heterosexualität im Blick:</p>
<p><i>„ … dass der Sexualpartner entweder durch sein Alter wehrlos oder durch Behinderung, Schlaf oder Tod, bewegungs- und reaktionsunfähig ist. </i><i>Vermutlich verbirgt sich hinter diesen Präferenzstörungen die Angst vor einer ebenbürtigen Sexualität mit aktiven Partnern.“ (3) S. 269.</i></p>
<p>Mit Verlaub, Frau <i><span style="text-decoration: underline;">Vette</span>r</i>, inwiefern ist denn die Heterosexualität in sich „ebenbürtig“? (4) Von der Kindersexualität, über die Jugendsexualität, bis in die hetero Familie hinein wird immer nur in hetero Kombinationen gedacht und diskutiert – und auch straf-gerichtet! Gleichgeschlechtliches Zusammensein wird nicht einmal „mitgedacht“ – es fällt unter den Tisch &#8211; die Partner sind aber auf gleicher Augenhöhe zueinander!</p>
<p><i>„… altersbedingte Merkmale wie Weisshaarigkeit, greisenhafte Magerkeit, Hirnleistungsschwäche, aber auch klimakteriumsbedingte Veränderungen </i>(können)<i> Auslöser für das sexuelle Verlangen“</i> (sein). (S. 270) ) &#8211; [Im Pschyrembel© Sexualität Verweis auf Fetischismus!]</p>
<p>Es ist klar, dass die Fachleute/frauen immer nur in ihrem Bereich etwas von sexuellen „Präferenzen“ mitbekommen, dann wenn sie sich als Störungen manifestieren! Aber es gibt auch „harmlose“ Gerontophile mitten unter uns.</p>
<p>Wir sollten in der Geschichte und in der Psychologie auch generell nicht immer nur von der neueren Kleinfamilie ausgehen, die sich durch die Industrialisierung herausgebildet hat. Und auch nicht nur von der Romeo/Julia/ -Julius Beziehung zu zweit…</p>
<p><i>„Die frühesten “Familien” waren keine “heterosexuellen” Kleinfamilien, wie wir sie kennen, sondern schlossen Mutter, Schwestern, Brüder, Tanten Onkel usw. in einer losen Gruppe zusammen. Es gab keinen “Vater”, und die Beziehungen zwischen Mutter und Kind waren keineswegs so elementar, wie wir heute annehmen; Tatsache ist, dass Kinder, Mütter und Schwestern oftmals nicht wussten, wem welches Kind gehörte… Das frühe Indogermanisch verfügte über kein Wort für “Vater” und Jahrhunderte lang war es nicht bekannt, dass Geschlechtsverkehr die Ursache für Schwangerschaft ist. Während dieser Jahrhunderte war die Grossfamilie eine überlebensfähige soziale Einrichtung…”</i> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shere_Hite">Shere Hite</a>: Das sexuelle Erleben des Mannes [2], 1978/1991, S. 290)</p>
<p>In Zentralafrika gab es Jahrzehnte lang Minenarbeiter, die weit weg von ihren Angehörigen und ihren Ehepartnern und Familie lebten. In der Zeit der Abwesenheit bildeten sich unter den Männern neue Formen des Zusammenlebens am Arbeitsort. Meistens ergaben sich gleichgeschlechtliche eheähnliche Verhältnisse zwischen Älteren und Jüngeren, mit entsprechender Rollenteilung im Haushalt.</p>
<p>Ich habe aber auch schon von gleichgeschlechtlichen Verhältnissen unter Frauen in Afrika gelesen, bei denen die Eine die Männerrolle übernahm, die auch sozial wie bei einem richtigen Mann anerkannt wurde. **</p>
<p>Die Ethnologie könnte der Psychologie und Psychoanalyse Beispiele liefern, die deren Beschränktheit auf die Kleinfamilie aufbrechen und neue Zusammenhänge eröffnen würde.</p>
<p>Ich referiere nun aktuell einen <span style="text-decoration: underline;">30jährigen</span>, der im Internet aktiv nach älteren Männern sucht. Die meisten von ihnen kennen das Wort Gerontophilie gar nicht! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><i>„Mit 13 habe ich gemerkt, dass ich auf ältere Lehrer stehe. Das zog sich weiter bis jetzt. Bei mir fängt ein Mann erst an interessant zu werden ab 55-70. In diesem Alter waren auch all meine Partner, und ich genieße es … Da ich nur Sex mit Älteren habe, brauchte ich mich nie umzustellen. Ich bevorzuge eh die Zärtlichkeit und nicht das Rammeln. Mir geht&#8217;s ums Küssen, Kuscheln und auch etwas um Sex, aber nur so, dass es beiden Spass macht. Ich bin nie gross von diesem Alter weggekommen. Meine Vorliebe zu Männern hat sich über die Jahre nicht verändert.“</i></p>
<p>Ein <span style="text-decoration: underline;">19jähriger</span> verriet mir, dass er mit 18 zum erstenmal in eine Gaysauna gegangen sei und dort seine Anziehung zu älteren Männern erlebt habe<i>: „ich lasse mich einfach gern unterwerfen&#8230; Es muss nur ein Mann sein.“</i> Auf meine Frage, wie er’s denn mit Frauen habe: <i>„Ich find die zwar geil, aber überzeugt war ich selbst von keiner, die ich ficken konnte oder so&#8230;“</i></p>
<p>Ein weiterer: <i>„Bin 19 Jahre jung und unerfahren! Suche Erfahrungen mit älteren Herren zwischen 50 und 80. Suche Lehrer! Möchte dein Schüler sein! Bin gehorsam und willig!“ </i>***</p>
<p>Mann kann auch bis in die Dreissiger und Vierziger Jahre auf noch ältere Männer stehen: <i>„Am Anfang fand ich (14) es komisch, dass mich dieser &#8220;Daddy&#8221; scharf macht. Danach, bzw. gleichzeitig fingen die Fantasien an. Hatte leider nie den Mut ihn anzusprechen&#8230; wäre zu gerne nochmals in dieser Situation&#8230; wüsste ich doch heute was zu tun ist. Naja, die Situation war für mich geil damals. ER würde sich strafbar gemacht haben, daher er auch nichts mit mir anfangen würde. Obwohl ich es mir damals gewünscht hätte.“ (29)</i></p>
<p>Das Motivationsspektrum ist also ein weites, genauso wie üblicherweise auch zwischen Mann und Frau, oder umgekehrt! In <i>Wikipedia</i> wird Magnus Hirschfeld erwähnt, der von einem Altersunterschied von mindestens 50 Jahren zwischen Beteiligten ausgegangen ist. Nun, damals wurden die Menschen selten so alt wie heute! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   Und da wir heute immer häufiger „hochbetagt“ werden, wird es die Gerontophilie auch öfter geben…</p>
<p>Hier könnten jetzt noch andere biografische Texte stehen. Ich würde sie gerne sammeln für einen Überblick. Es gibt nach meinen Recherchen zwei Hauptgruppen von Gerontophilen. Diejenigen, die sich mit Älteren identifizieren und deren Nähe suchen, sowie diejenigen, die nur „spielen“ wollen: Daddies, Masters, Lehrer-Schüler, etc.</p>
<p>Spielen können wir vieles, sogar Windelbaby. Aber diese sind hier nicht gesucht, weil es sich dann lediglich um eine Art Fetisch handelt. Beim Fetisch wird das Personale, die Person unwichtig.</p>
<p><b>Peter Thommen</b>_63</p>
<p><em>Letzte Ergänzung am 26.4.13</em></p>
<p><b>thommen(at)arcados.ch</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><i>1) Peter Fiedler: Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung, Beltz 2004 (bisher keine NA!</i></p>
<p><i>2) Zitat aus: Psychiatrie – ein systematisches Lehrbuch, Schattauer 2007, S. 147.</i></p>
<p><i>3) Brigitte Vetter: Pervers, oder? Sexualpräferenzstörungen. 100 Fragen…, Huber Bern, 2009</i></p>
<p>4) Das Wort ebenbürtig kommt aus der Zeit der unterschiedlichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialer_Status">sozialen „Stände“</a> vergangener Jahrhunderte. Es bezog sich auf die Geburt in einem bestimmten Stande, in welchem, oder nächst höherem dann auch geheiratet werden musste!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>*</strong> Diejenige mit einer jüngeren/älteren Frau als Partnerin ist bei Heteros ein ziemlich beachtetes Thema. Die schwule/lesbische Kombination hingegen nicht.</p>
<p>** Die Amerikanerin <strong>Denise O. Brien</strong> von der Temple Universität fand bei mindestens 20 afrikanischen Bevölkerungen den höchst eigenartigen Brauch der Frauenehe. Dabei handelt es sich um eine sozial und wirtschaftlich begründete Einrichtung und nicht etwa um gleichgeschlechtliche Beziehungen. Vielmehr hat die Ehefrau das Recht oder sogar die Pflicht zur Wahl männlicher Partner, und als Vater der von ihr zur Welt gebrachten Kinder gilt &#8211; rechtlich wie sozial &#8211; ihr weiblicher &#8220;Ehemann&#8221;. …</p>
<p><em>O&#8217;Brien, Denise and Sharon W. Tiffany: Rethinking Women&#8217;s Role Perspectives from the Pacific, University of California Press 1984, 236 S.  (zvab.de)</em></p>
<p>*** (Gewisse Leute vermeiden das Wort „ich“ am Anfang eines Satzes! <img src='http://www.arcados.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerontophilie">Gerontophilie bei Wikipedia</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=wdVr4KWcS5o#!" target="_blank">Was denken</a> alte Schwule und Lesben über gaysex?</p>
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		<title>Homo-Ehe, Liebes Geschichten&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 17:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe in den letzten Jahrzehnten den Eindruck gewonnen, gewisse Männer und Frauen wollten vor dem endgültigen Verschwinden der heterosexuellen Ehe auch noch etwas davon erhaschen. Anders kann ich mir den „unbedingten Wunsch nach Gleichstellung“ nicht erklären. Dabei hat die historische hetero Ehe soviel historischen Ballast im Rucksack wie die katholische Kirche Verbrechen in ihrer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe in den letzten Jahrzehnten den Eindruck gewonnen, gewisse Männer und Frauen wollten vor dem endgültigen Verschwinden der heterosexuellen Ehe auch noch etwas davon erhaschen. Anders kann ich mir den „unbedingten Wunsch nach Gleichstellung“ nicht erklären. Dabei hat die historische hetero Ehe soviel historischen Ballast im Rucksack wie die katholische Kirche Verbrechen in ihrer Geschichte.</p>
<p>Und wie immer spielen die Kinder dabei eine übersymbolisierte tragische Rolle! Sie waren schon immer die Leidtragenden in den „guten Ehen“ und werden erneut politisch instrumentalisiert für die „gute heterosexuelle Ehe“ und gegen gleichgeschlechtliche Paare. Kinder werden von Heterosexuellen für alles Mögliche vorgewiesen und gerechtfertigt, sie sollen jetzt wieder die (heterosexuelle) Welt (= das Abendland) vor dem Untergang wegen der Homo-Ehe retten. Und was besonders auffällt. Sie können das nur, schon damals und auch wieder heute, wenn sie in sexueller Unschuld/Unwissenheit gehalten werden.</p>
<p>Als ich kürzlich etwas über das biblische Kinderopfer von Isaak schrieb, recherchierte ich im Buch „Menschenopfer“, von Nigel Davies (1) und stiess dabei auf ungeahnte Opferungen von Kindern von vorgeschichtlicher Zeit bis in die nicht zu ferne Vergangenheit. Alles im Dienste des Erwachsenenwohls. Bei der Recherche nach Büchern mit schwulem Inhalt bin ich zufällig auf einen Band der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mandingo_(novel)" target="_blank">„Mandingo Romane“</a> (2) gestossen, der in der Zeit der Sklaverei in den USA spielt und eine solche Episode enthält. Aber darin werden auch, unter anderen Gräueln, Arbeitssklaven mit schwarzen Mädchen gezüchtet! (3)</p>
<p>Ich will damit sagen, dass auch viel Schreckliches an dem schwarzen Frack und dem weissen Schleier von heterosexuellen Ehen hängt! Wollen wir uns mit all dem auch identifizieren? Ich sage nein! Aber trotzdem sollen auch Männer mit Männern und Frauen mit Frauen sich letztlich „verehelichen“ können, wenn sie das unbedingt wollen…</p>
<p>Kürzlich wurde übrigens in Kwazulu-Land eine <a href="http://www.pinknews.co.uk/2013/04/08/south-africa-gay-couple-hope-their-traditional-wedding-will-inspire-the-black-community/" target="_blank">Ehe zwischen zwei schwarzen Männern </a>geschlossen, <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=1ZLB9Y7lPw8" target="_blank">mit allem traditionellen Drum und Dran!</a></p>
<p>Hier zwei Männer in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FrCx_WPOc6k" target="_blank">Papua-Neuguinea</a></p>
<p><strong><em>Zurück</em></strong> – zur „eingetragenen Partnerschaft“. Diese, in der Schweiz institutionalisierte Form einer gleichgeschlechtlichen „Ehe“ droht bereits jetzt durch eine „Öffnung der Ehe“ für Schwule und Lesben überholt zu werden. Dabei wäre auch dieses Gesetz sicher bald korrektur- und überholungsbedürftig, wie das seit längerem schon dauernd mit dem Strafgesetzbuch und den Verjährungsfristen geschieht…</p>
<p>Liebesgeschichten von Homosexuellen haben sich bereits seit Jahren in Filmen niedergeschlagen. Auch die weitere Entwicklung wird filmisch gestaltet und überliefert werden. Nach Jahren der „coming out“ – Filme und Beziehungsdramen, bis zu „Cage aux Folles“, um ein Extrem zu nennen, kommen neue Regisseure mit neuen Geschichten und Inszenierungen. Das Interessante an der ganzen Entwicklung ist die Bemühung um „Gleichheit“ – mit dem Bestreben, eine ersehnte Gleichwertigkeit zu erreichen. Doch schon bei der „Gleichstellung“ von Frauen mit Männern herrscht und frauscht das bürgerliche Missveständnis der Gleichmacherei. Um gleichwertig zu sein, müssen nicht beide Hosen tragen, oder eine Burka, oder sich Bärte wachsen lassen…</p>
<p>Das Geheimnis der Natur, der Religiosität und der Philosophie liegt darin, dass VERSCHIEDENES gleichwertig sei! <a href="http://www.arcados.ch/?page_id=211" target="_blank">Neger</a> malen sich deswegen ja auch nicht weiss an, ja nicht mal wie ein Zebra!</p>
<p><b>David Lambert</b> bringt nun eine neue Film-Version mann-männlicher Liebe. Die Geschichte, die  <i><a href="http://www.salzgeber.de/presse/pressehefte/JENSEITS_ph_Web.pdf">Jenseits der Mauern </a></i> erzählt, ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, <i>„die zwar – wie jede Liebesgeschichte – ihre Eigenheiten hat, einen eigenen Ton, eine eigene Art der Kommunikation etc., und die sicher auch deswegen eigen ist, weil sie sich zwischen zwei Männern ereignet, die sich jedoch so ähnlich genauso gut zwischen zwei Frauen oder zwischen einer Frau und einem Mann abspielen könnte“.</i> (Christoph Meyring zitiert David Lambert, den Regisseur dieses neuen Films, in Sissy 17/2013, S. 6)</p>
<p>Ich fürchte bis zur Gewissheit, dass Lambert hier Birnen mit Äpfeln und Zitronen mit Orangen vergleicht! Vielleicht lässt sich eine Liebesgeschichte wirklich in den obigen Kombinationen „ab-spielen“. Dann ist sie aber nur gespielt. Ohne Sicht auf Inneres, oder auf Identitäten. Und ich fürchte, die ZuschauerInnen glauben das auch alles!</p>
<p>Niemals kann sich etwas erotisch-sexuelles „gleich“ in Männern und in Frauen abspielen und schon gar nicht in Männer- oder Frauenpaaren. Homosexualität kann nicht einfach nur die homo Version der Heterosexualität von hinten sein! Ich weiss, Vielen erscheint das so. Und viele Männer und Frauen haben das auch lebenslänglich so gespielt. Und viele Frauen spielen „Lesben“, um Männern zu gefallen. Aber wenn Männer „auf den Hund“ kommen und unterwürfig „Doggie“ spielen, wollen sie noch lange nicht einen realen Hund heiraten!</p>
<p>Heteras können nicht glauben, dass es psychische und kulturelle Absichten und Erlebnisqualitäten zwischen Männern geben kann, bei denen sie aus-serhalb bleiben müssen. Die Frauenbewegung hat zwar zu zeigen versucht, dass sie „es“ auch ohne Männer kann. Das gleiche aber mutet sie Männern nicht zu. Und es gibt ja auch keine ernsthafte Männerbewegung oder so was…</p>
<p>Ich kann nur aus der Sicht eines Mannes beschreiben, was mich mit anderen Männern verbindet – nicht nur mit Schwulen oder Bisexuellen. Das geht über das gegenseitige Verständnis und Wissen um Körper und Sexualität hinaus. Ich denke da gar nicht an geheime Sachen. Es gibt keine Geheimnisse mehr um die Sexualität! Jedenfalls ficken wir niemals ausserhalb der Gesellschaft, sondern mitten unter den Hetero/as. Es wirkt auf mich zurück, wenn ich der sexuell motivierten Gewalt gegen „Weiblichkeit“ ausgesetzt bin. Aber auch, wenn ich dem sexuell motivierten Terror zum Sex mit dem anderen Geschlecht ausgesetzt bin. Und das kann von beiden Geschlechtern/Eltern ausgehen, von Kindheit an.</p>
<p>Es nützt also nichts, wenn sexuelle Praktiken verglichen werden. Eine Frau anal penetrieren hat nicht die gleiche Bedeutung, wie einen Mann. Auch kann ein Männerpenis in einem Männeranus nicht verglichen werden mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dildo">Strap-on</a> (Umschnalldildo und einer Frau daran) am selben Ort. Mich erstaunt schon, wie schnell gewisse Frauen das gleichsetzen können. Auch die anale Penetration einer Frau durch einen Strap-on ist nicht das gleiche. Und wenn Männer Frauen anal penetrieren, dann praktizieren sie zwar Homosexualität, aber allein schon den Gedanken daran, weisen sie weit von sich. Wie kann Frau also ihre Passivität mit derjenigen eines Mannes vergleichen?</p>
<p>So einfach also entwickelt sich die Psyche von Männern und Frauen nicht in die gleiche Erlebnisqualität, so dass sich alles „ebenso gut zwischen allen abspielen“ könnte, wie oben behauptet. Und Kinder spielen da auch noch eine differenziertere Rolle dabei!</p>
<p><strong>Peter Thommen</strong><em>_63, Schwulenaktivist, Basel</em></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_Berg" target="_blank">Sybille Berg</a> und die <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-homo-ehe-a-891437-druck.html" target="_blank">Homo-Ehe</a></p>
<p>Papst <a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/04/JohP2-HS-Hinf1179.pdf">Johannes Paul II.</a> 1979 über Ehe und Homosexualiät</p>
<p>(1) <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nigel_Davies_(historian)">Nigel Davies</a>: Opfertod und Menschenopfer, Ullstein 1981/83, 390 S.</p>
<p>(2) Lance Horner, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kyle_Onstott">Kyle Onstott</a> (hier konkret): Der Mandingo von <a href="http://www.google.com/imgres?imgurl=http://www.sikharchives.com/wp-content/uploads/2011/10/lance-horner_falconhurst.jpg&amp;imgrefurl=http://www.sikharchives.com/?p%3D11793&amp;h=1300&amp;w=1543&amp;sz=169&amp;tbnid=CBivrEieizhlEM:&amp;tbnh=90&amp;tbnw=107&amp;prev=/search%3Fq%3DLance%2B">Falconhurst</a>, Heyne, 1966/1977, 390 S.</p>
<p>(3) Bereits bekannt waren mir die „Schwarze Pädagogik“ von Katharina Rutschky, sowie „Hört ihr die Kinder weinen (Lloyd deMause, (Hg.).</p>
<p><i><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Rutschky">Katharina Rutschky</a>: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik">Schwarze Pädagogik</a>. Quellen zur Naturgeschichte bür-gerlicher     Erziehung, Ullstein 1977, 600 S.</i></p>
<p><i><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lloyd_deMause">Lloyd deMause</a> (Hg.): <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/hoert_ihr_die_kinder_weinen-_27939.html">Hört ihr die Kinder weinen</a>. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit. Suhrkamp 1974/78, 600 S.</i></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/china-geld-macht-ehe.37.de.html?dram:article_id=243742" target="_blank">China: Geld macht Ehe (DLF)</a></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/homosexuelle-als-suendenboecke-1.18079429" target="_blank">Homosexuelle als Sündenböcke</a> in der Homo-Ehe-Diskussion, von David Signer, NZZ</p>
<p>Bettina Weber im TA: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/leben/Fuer-immer-und-ewig/story/10694583" target="_blank">Die Ehe ist gar nicht mehr</a> so attraktiv, wie ihre Verteidiger tun!</p>
<p><strong>P.S.</strong> Eine Mutter, die in Frankreich ihren dreijährigen Sohn mit einem T-Shirt mit der Aufschrift &#8220;Ich bin eine Bombe&#8221; und &#8220;Jihad, geboren am 11. September&#8221; in den Kindergarten schickte, ist einer Strafe entgangen &#8211; dank dem Gericht in Avignon.  Das Gericht sprach die 35-Jährige frei vom Vorwurf der &#8220;Verherrlichung von Verbrechen&#8221;, da keine unmissverständ-lichen Hinweise dafür vorgelegen hätten. Der Junge sei am 11. September 2011 zur Welt gekommen und Jihad getauft worden. <em>(SDA, BaZ 11.4.2013, S. 14)</em></p>
<p><strong>P.S.</strong> Eine 41-jährige Mutter (im katholischen Polen, PT) hat drei ihrer neugeborenen Babies getötet und zu Hause in einer Tiefkühltruhe aufbewahrt. Die Frau, die noch vier weitere Kinder im Alter von 6 bis 22 Jahren hat, wurde verhaftet und hat gestanden.  <em>(AP, NZZ 11.4.2013, S. 24)</em></p>
<p>Diese Meldungen sind fast immer unter &#8220;in Kürze&#8221; oder &#8220;Diverses&#8221; zu finden. Obwohl ich Zeitungen unregelmässig lese, stosse ich immer wieder darauf.</p>
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		<title>Das Osterei als schwules Symbol</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 09:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken in die Zeit]]></category>
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		<description><![CDATA[gewidmet René Reinhard, 18.11.1939 &#8211; 5.4.2013 * Während die Heteros seit über zweitausend Jahren von der Fruchtbarkeit schwafeln und die Hühner und Gockel für unfähig betrachten, ihre eigenen Produkte zu verteilen, haben sie auch noch den „sexbesessenen“ Hasen für diese Aufgabe erwählt. Doch so fruchtbar ist die ganze Angelegenheit gar nicht! Denn Ostereier sind ja [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>gewidmet René Reinhard, 18.11.1939 &#8211; 5.4.2013 *</em></p>
<p>Während die Heteros seit über zweitausend Jahren von der Fruchtbarkeit schwafeln und die Hühner und Gockel für unfähig betrachten, ihre eigenen Produkte zu verteilen, haben sie auch noch den „sexbesessenen“ Hasen für diese Aufgabe erwählt.</p>
<p>Doch so fruchtbar ist die ganze Angelegenheit gar nicht! Denn Ostereier sind ja „unbefruchtet“, sonst sind sie nicht essbar! Und für Leute, denen die bemalten Eier schon lange auf den Sack gehen, ein Färbetipp: Eier mit Bindfaden umwickeln oder darunter noch Blätter und Gräser beigeben, oder alte abfärbende Krawattenstücke &#8211; und diese in einem Sud von Kaffee oder Zwiebelschalen (drum wickeln) kochen.</p>
<p>Aber ich sehe schon, dass Einige sich jetzt den Vogel machen! <i>(lol)</i> Was haben Ostereier mit Schwulen zu tun? Naja, bunt wie ein Regenbogen sind sie meistens schon. Und Eiertütschen findet nicht nur unten statt, sondern mittels verbalen Stössen auch oben durch, was zeigt, wie gemein und wie „eindrücklich“ Schwestern sein können…</p>
<p>Ich habe allerdings kein Hodentrauma, wie man vermuten könnte. Obwohl ich mich an eine Begegnung in einer Klappe erinnern kann, bei welchem der geile Kerl nicht dahin griff, wo ich es gerne gehabt hätte, sondern an meine Eier &#8211; und kräftig drückte. Aber in diesem Bereich gibt es noch ganz andere Fetische…</p>
<p>Den Ostereiern wird also die Fortpflanzung vorenthalten, damit sie als „unfruchtbare“ Delikatesse bei Menschen auf den Tisch kommen! So ähnlich wie man/frau es den Schwulen vorwerfen tut – aber das kommt nicht auf den hetero Tisch. Weder Hühner noch Hähne beschweren sich. Fürs wirt-schaftliche Eierlegen braucht es zwar einen Gockel, aber er soll die Hühner nicht besteigen. Allein die Vorstellung der Hühner, was der durch einen Drahtzaun von ihnen getrennte Gockel mit ihnen alles anstellen würde, ist schon wieder sehr „schwulenfreundlich“.</p>
<p>Die dünne Schale des Eies, zwischen innen und aussen, symbolisiert für mich auch die Nähe von Männersex und Fortpflanzung. Mit anderen Worten: Die Homophobie ist ein zerbrechlicher Schutz vor der Neugier aufs andere Ufer, jenseits der Fortpflanzung. So frönen denn viele menschliche Gockel der ho-mosexuellen Lust, ohne dass es die Hühner bemerken, oder überhaupt zur Kenntnis nehmen wollen.</p>
<p>So dünn wie die Schale ist auch die Maske der Junghomos gegenüber der Familie und der Gesellschaft. Jederzeit kann sie einbrechen und ihr schwules Gedankenparadies zerdeppern. Bei vielen Junghomos kleben Reste davon noch hinter ihren Ohren, die ihnen den Selbsthass und die Homophobie in Erinnerung behalten, denen sie ungefragt immer wieder begegnen müssen.</p>
<p>Auch die sogenannte „Toleranz“ ist nur so dünn wie Eierschalen, denn sie hat strenge politische Altersgrenzen. Wie schnell wollen Mütter, PolitikerInnen und Staatsanwältinnen einen Schwulen „für immer wegsperren“, während es normal ist, dass junge Mädchen von erwachsenen Männern „eingeführt“ wer-den – oder junge Knaben von erwachsenen Frauen. Da träumen die letzteren schon mal öffentlich in Leserbriefen zu Berichten über „Sexualtäterinnen“ davon, dass sie „es“ schon immer mit ihrer Lehrerin, Nachbarin, etc. gewollt hätten. Ich wage nicht, mir vorzustellen, wenn Schwule in aller Öffentlichkeit ebenso von Lehrern, Erziehern, Sozialarbeitern träumen, mit denen sie in ihrer Jugend so gerne…</p>
<p>Hingegen ist es „normal“, wenn Eltern, Schule und andere Gruppen die schwulen Eierschalen eines Junghomos unabsichtlich oder auch absichtlich eindrücken, <a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/SWBl-1994-coday.pdf">bis der ganze Inhalt ausgelaufen ist</a>. Die MoralistInnen entscheiden schliesslich, wer das Opfer zu sein hat, unbekümmert darum, ob der Kontakt „einvernehmlich“ war oder nicht. Meistens ist eben schon die Homosexualität an sich „der Missbrauch“. Dieser Umstand ist immer von Anfang an abzu-fragen, bevor Schuldzuweisungen aufgehäuft werden.</p>
<p>Der neue Feminismus bekämpft den Penis und vergöttert die Jungfrau Vagina. Sie ist heilig und kann bereits über Leben und Tod – auch von Schwulen ent-scheiden, denn wir haben ihm die Abtreibung überantwortet. In Indien werden Mädchen durch Ultraschalluntersuchungen festgestellt und anschliessend ab-getrieben. Nicht zuletzt auch unter dem Druck von Schwiegermüttern. Was hat das mit Schwulen zu tun?</p>
<p>Bevor ich darauf eingehe, möchte ich daran erinnern, dass es auch im weib-lichen Körper Eier hat, die befruchtet werden können.</p>
<p>Und nun zu <a href="http://www.fischertheater.de/sixcms/detail.php?template=tt_default_wrapper&amp;_content_template=tt_autoren2_detail&amp;_navi_area=tt_vert1&amp;_navi_item=04.01.00.00&amp;id=901230&amp;_letter=">Jonathan Tolins</a>, einem Theaterautor aus den USA. Er schrieb das Stück „Der letzte der Golds“, 1993 uraufgeführt am Booth Theatre in New York. Später aufgeführt in der Komödie Basel. 1994 adaptiert als <a href="http://www.fischertheater.de/sixcms/detail.php?template=tt_default_wrapper&amp;_content_template=tt_hoerspiel_detail&amp;_navi_area=tt_vert1&amp;_navi_item=04.01.00.00&amp;&amp;id=970782&amp;_letter=">Hörspiel für SRF von Claude Pierre Salmony</a>.</p>
<p>Die Geschichte handelt in einer fiktiven Zeit, in der die sexuelle Orientierung genetisch ablesbar ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dean_Hamer">Dean Hamer</a> hatte 1993 angeblich ein „Schwulen-gen“ (XQ28) gefunden. Tolins führte dessen Theorie in ein konkretes Drama über. Darin erwartet die Schwester eines Schwulen einen homosexuellen Sohn. Die Diskussion führte darum, ob er abgetrieben werden sollte oder nicht. Ich war Zeuge der Publikumsdiskussion, die nach der Aufführung angesetzt worden war. Es wurde behauptet, das zentrale Thema sei gar nicht die Homosexualität, sondern die Abtreibung. Man könnte mir jetzt wie immer unterstellen, ich sei „frauenfeindlich“. Aber es fällt schon immer wieder auf, <b>wie </b>soziale Stress-Situationen beschrieben werden, wenn Frauen „beteiligt“ sind, oder wie deren Verantwortlichkeit „entschärft“ wird.</p>
<p>Der jüdische Autor beschreibt eine kulturell doppelt „gebundene“ Situation. Einerseits wird man nur jüdisch durch eine jüdische Mutter, andererseits zieht diese Kultur die Männer vor. Einerseits hat die „Mutter“ einen schwulen Bruder und andererseits soll sie einen „unfruchtbaren“ Sohn austragen. Sie steht also in einem familiären UND kulturellen Dilemma! Soll die jüdische Mutter ihren Bruder für eine Abtreibung um Verzeihung bitten? Oder ihre Familie für einen schwulen Sohn?</p>
<p><em>„Die Eltern und Rob drängen Suzanne zur Abtreibung. Suzannes schwuler Bruder David kann es nicht fassen, dass seine bis dahin so liberalen Ver-wandten so denken. Er kämpft um das Leben seines ungeborenen Neffen. Schließlich überzeugt er Suzanne, das Kind auszutragen. Aber unter dem Druck ihres Mannes und ihrer Eltern entschließt sie sich doch zur Abtreibung &#8211; viel zu spät: Sie wird nie wieder ein Kind bekommen können. „ (aus dem Inhalt)</em></p>
<p>Und einmal mehr geht es „heterofriendly“ ab:<em> „Entscheidend ist dabei nicht immer die Homosexualität an sich, sondern die Bedeutung, welche die einzelne Mutter der gesellschaftlichen Meinung und Erwartung beimisst.“ </em>(Claudia Mül-ler: Mein Sohn liebt Männer, 2008, S. 98)</p>
<p><strong>Peter Thommen</strong>_63, <em>Buchhändler, Schwulenaktivist, Basel</em></p>
<p><a href="http://139998.iboox.com/" target="_blank">Gästebuch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* er hätte geschmunzelt über diese Ostereier&#8230;</p>
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		<title>Junghomos leben in &#8220;Parallelwelten&#8221;!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 21:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Hetero- und Homosexuelle glauben, man könne &#8220;nur schnell ins Internet gehen&#8221;, um diese oder jene zu finden. Ausserdem bieten sich Menschen im Internet auch wie Waren an, was beim Kauf zu grossen Enttäuschungen und Missverständnissen führen kann. Die meisten Hetero/as glauben auch, Homosexualität gehe nur &#8220;die paar Schwulen&#8221; etwas an, obwohl ihre hetero Männer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Hetero- und Homosexuelle glauben, man könne &#8220;nur schnell ins Internet gehen&#8221;, um diese oder jene zu finden. Ausserdem bieten sich Menschen im Internet auch wie Waren an, was beim Kauf zu grossen Enttäuschungen und Missverständnissen führen kann.</p>
<p>Die meisten Hetero/as glauben auch, Homosexualität gehe nur &#8220;die paar Schwulen&#8221; etwas an, obwohl ihre hetero Männer mehr Homosexualität praktizieren als alle Schwulen unter sich! Dieser Eindruck hat sich bei mir nach 10 Jahren verfestigt.</p>
<p>Und die meisten Schwulen nehmen nicht zu Kenntnis, dass der grösste Teil der Darsteller in den Gaypornos gar nicht schwul ist. So viele Gays sind dafür gar nicht zu bekommen. Und es macht den Darstellern offensichtlich Spass&#8230; (auch schon bevor es Viagra gab!)</p>
<p>Es gibt Junghomos, die andere als &#8220;alte Säcke&#8221; bezeichnen und Angst haben. Wovor eigentlich? Vor deren Sexualleben? Dabei ist das Sexualleben der Alten das, was die Junghomos auch in ihrer Zukunft haben werden! Gut, es im Voraus zu wissen. Und jede Anmache kann man höflich oder doch bestimmt auch zurückweisen.</p>
<p>Menschen, die einem  &#8221;nicht passen&#8221; werden im Internet einfach &#8220;blockiert&#8221;. Mit wem ein Junghomo nicht ficken kann/will, mit dem ist auch ein normales Gespräch nicht möglich. Aber zudringliche &#8220;alte Säcke&#8221; habe ich in meiner Jugend auch real &#8220;überlebt&#8221;. (Und heute gibt es auch zudringliche &#8220;junge Säcke&#8221; im Internet, die es auf Alte abgesehen haben. Dies sei auch erwähnt!)</p>
<p>Wenn ich vom &#8220;Internet&#8221; schreibe hier, dann denke ich an Kontaktplattformen, Foren und Chats. An den &#8220;schwulen Markt&#8221;, wie viele meinen. Und an die gay Pornos kommt mann auch kostenlos&#8230; Ich will aber auch von der Realität im Milieu und im Leben schreiben, von der viele Junghomos einfach nicht Kenntnis nehmen wollen. Dabei gefährden sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitschwulen und dazu noch die &#8220;Boyschwulen&#8221; in der Zukunft&#8230; Doch eines nach dem andern.</p>
<p>Die Devise scheint zu sein: Wo keineR was sagt, wo nichts passiert, da ist ja auch keine Gefahr für die heimlich gelebte Homosexualität. Nach der <strong>Heterofamilien-Devise</strong>: Bei uns gibt es &#8220;sowas&#8221; nicht &#8211; und wir wollens auch nicht wissen. Schon in der &#8220;normalen&#8221; Gesellschaft gilt die bewusst gelebte Sexualität generell als &#8220;Anti-Kultur&#8221; und wird ins &#8220;private&#8221; Kämmerlein &#8220;zum spielen&#8221; verwiesen. Das geht ja Niemanden etwas an. Ich kann dem leider nicht zustimmen, denn ich muss in allen Medien über das Sexleben sehr vieler Heteros &#8211; ungewollt lesen und hören &#8211; ausser vielleicht auf der Börsenseite nicht!</p>
<p>Schon die Geschichte der Verfolgung von Homosexualität zeigt, wie öffentlich das ist und wie sehr sich Heteros dafür interessieren! Und selbstverständlich interessieren wir Schwulen uns auch für die Heterosexualität (?), denn noch selten sagt ein Schwuler zu Heten: &#8220;Interessiert mich denn das?&#8221; Umgekehrt dann schon eher!</p>
<p>Wir sind für die Gesellschaft nur interessant, wenn sie uns bestaunen, bestrafen oder uns diskriminieren kann. Ansonsten erwartet sie von uns eine &#8220;vorgelebte Asexualität&#8221; &#8211; von Kindsbeinen an. Früher nannten besonnene Männer sowas &#8220;Homophilie&#8221;. Interessanter-weise geht es dem verwandten Wort &#8220;Pädophilie&#8221; genau umgekehrt! Was als Begriff ohne Sexualität geschaffen wurde, wird gezielt &#8220;sexualisiert&#8221; und als Bezeichnung für sexuelle Übergriffe missbraucht. Im Strafgesetz finden sich aber ganz andere Begriffe &#8211; die keineR verwenden will. &#8220;Pädophilie&#8221; trifft gesellschaftspolitisch &#8220;besser&#8221;&#8230;</p>
<p>Nach gehäuften Morden an heimlichen Homosexuellen, die in den 60ern über Zeitungen an die Öffentlichkeit gelangten, kam in den 70er Jahren der Schritt von der &#8220;Homophilen-Organisation&#8221; zur Homosexuellen Arbeitsgruppe. Denn wer die Chance der damaligen Sexualstrafrechtsreform nutzen wollte, musste hart arbeiten und lobbyieren &#8211; auch öffentlich! (Schutzalter hetero: 16, homo: 20, von 1942-1992)</p>
<p>Auf dem Plakat, welches &#8220;homophobe Gewalt&#8221; thematisiert steht übrigens: &#8220;Was nicht gemeldet wird, ist nie geschehen. Und was nicht gemeldet wird, muss auch keineR zur Kenntnis nehmen. So einfach ist die Strategie des Heterrors.</p>
<p>Wenn ich darauf hinweise, dass Junghomos in Parallelwelten leben, dann meine ich auch, dass sie in einer Art &#8220;Anti-Realität&#8221; leben. Alles &#8220;Schöne, Gute, Liebe, Ehrliche und Treue&#8221; ist für sie reserviert und muss nur noch gefunden werden &#8211; im Internet. Der fiktiv Angebetete heisst &#8220;Mr.Right&#8221;. Dies hat eine religiöse Dimension &#8211; auch auf der &#8220;richtigen&#8221; Seite der Gesellschaftspolitik: Gewalt, Diskriminierung, Mobbing. Da braucht es weder Koran- noch Bibelverse dazu. Aber meistens dienen sie zur Rechtfertigung&#8230;</p>
<p>Aber das passiert Junghomos nicht &#8211; wenn sie nur genug <a href="http://swissgay.info/?page_id=730" target="_blank">&#8220;hetero-like&#8221;</a> sind. Es heisst immer wieder auf Profilen: &#8220;Wer ficken will muss freundlich sein&#8221;. Ich sage aber, wer nicht mit Heteros &#8220;gesellschaftspolitisch ficken&#8221; will, muss freundlich sein und die eigene Anpassung perfektionieren. Aber ich kenne leider keinen Fall, bei dem sich die hetero Gesellschaft nachträglich als &#8220;dankbar&#8221; dafür erwiesen hätte&#8230;</p>
<p>Seltsamerweise erfahren wir aktuell nur übers Internet und schwule Medien über die Selbsttötungen schwuler Jugendlicher. Das passt nicht in die Vorstellungen von Heteros/as. Wie können Kinder schwul sein? Das können die noch gar nicht wissen, erhielt ich schon vor Jahren als Antwort auf dem Jugendamt, wo ich eine Studie über Jugendgewalt persönlich abgeholt hatte. Zurzeit ist das Thema in den USA aktuell. Nichts „wird besser“ &#8211; leider! Es nützt nichts, wenn &#8220;die Hoffnung zuletzt stirbt&#8221; &#8211; <em>trotz ihr aber schon Dutzende sterben mussten.</em></p>
<p>Statt uns über irgendeine allgemeine Gewalt in der Gesellschaft &#8211; oder gar die von Migranten zu verbreiten, sollten wir uns erst mal über die eigene Gewaltgefährdung im Klaren werden. Wir können eben nur in theoretischen Überlegungen auf die Hilfe von Mitbürgern zählen. Denn so schnell sie uns diskriminieren können, so schnell verlässt sie der Mut, den man auch &#8220;Courage&#8221; nennt, einem Schwulen zu Hilfe zu eilen, weil jeder Hetero selber gefährdet ist, als Schwuchtel enttarnt zu werden. Ganz zu schweigen, dass Heteros auch in diesen falschen Verdacht kommen und quasi in ihrer eigenen Gewalt-Falle gefangen sind&#8230;</p>
<p>Dabei hat jede Art von Gewalt gegen Menschen etwas mit &#8220;Sexualität&#8221; zu tun. Nicht unbedingt mit den Genitalien, aber zumindest hat jedes Opfer ein Geschlecht und wird deswegen, oder gar damit geschädigt. Es gibt <strong>nicht nur</strong> &#8220;sexuelle Gewalt&#8221; (auch gegen Männer!), vielmehr gibt es auch <em>&#8220;sexuell motivierte&#8221; Gewalt</em> – auch ohne Einbezug von Genitalien (Penis wie Vagina!). Und weil die Genitalien da meist nicht direkt eingesetzt werden, wird das auch nur selten erkannt und benannt. Zudem ist es für Heteros/as &#8220;normal&#8221;, wenn sich Männer oder Jungs prügeln &#8211; aber nicht, wenn sie sich wixen oder küssen!</p>
<p>Ich bin bei einem wichtigen Punkt angelangt, der den Schlüssel zu vielen Problemen von Junghomos und Klemmschwestern bietet. Jeder Heimlichtuer wird gestresst dafür, dass er sich dauernd anpassen darf. Aber jeder gefährdet da auch andere Schwule mit. Dadurch, dass sich die einseitige öffentliche Wahrnehmung nur von Tunten und Schwuchteln für viele verstärkt &#8211; selbst auch für Homosexuelle. Daraus folgt die Homophobie, von vielen Schwulen sogar selber &#8220;verinnerlicht&#8221;. Die Gesellschaft kann durch angepasste Klemmschwestern niemals erfahren, wie viele Männer anderen Männern für Sex nachrennen und dass das alles mit Weiblichkeit sehr wenig zu tun hat.</p>
<p>Zudem fehlt damit den Junghomos auch ein &#8220;normales&#8221; Homo-Bild, mit dem sie sich, wie die Heteros, auch identifizieren könnten. Schwulsein bedeutet nicht, &#8220;so werden zu müssen&#8221; wie die, &#8220;die man eh schon sieht&#8221;. Schwulsein bietet auch eigene Entwürfe, auch ohne &#8220;hetero-like“-ness! Die ganze Vielfalt an schwulen Männern muss öffentlich sichtbar werden. Dann lernen vielleicht auch die Klemmschwestern, diese Vielfalt selbst zu akzeptieren. <em>Denn nur derjenige, der weiss wer er selber ist, muss keine Angst haben, &#8220;so wie jener&#8221; zu werden.</em> (P. Thommen)</p>
<p>Die Homosexuellen Arbeitsgruppen und die Schwulenbewegung insgesamt hat übrigens nicht nur gekämpft für die Homosexualität als Orientierung, sie hat auch gearbeitet dafür, dass alle Anderen auch mal schwul sein dürfen, oder auch nur Homosex praktizieren &#8211; ohne dafür bestraft zu werden. Die Dummis habens nur noch nicht gemerkt. Und wir Schwulen sind dann der Blitzableiter für ihre Gewissensbisse.</p>
<p>Und genau da drin sind auch Junghomos und Klemmschwestern verstrickt. Da ist auch der &#8220;heterosexuelle&#8221; Damm aufgebaut, gegen &#8220;das Aussterben der Menschheit&#8221; und gegen den &#8220;homosexuellen Missbrauch von Kindern&#8221;, wobei damit meistens Knaben gemeint sind, denn Mädchen und Frauen haben ja nix, womit sie einander oder die Männer missbrauchen könnten (?). (Drum blieben die homosexuellen Aktivitäten von Frauen weitgehend straffrei in vielen Kulturen.)</p>
<p>Und nach der heterosexuellen Logik sind &#8220;schwule&#8221; Kinder eh von homosexuellen Männern missbraucht worden und werden dann wiederum zu Tätern an anderen Kindern. Aber bei dieser feministischen, männer-zentrierten Missbrauchsideologie vergessen alle, dass wenigstens bei den hetero Männern, vorher sehr viele Frauen am Werk gewesen sein müssten. (Über einige davon gibt es auch Literatur, die man aber suchen muss.)</p>
<p>Wenn ich aus heterosexueller Sicht davon ausgehe, dass Frauen den Knaben nur die &#8220;richtige Sexualität&#8221; zeigen würden &#8211; und darauf lassen viele Leserbriefe auf entsprechende Meldungen in der Presse schliessen, warum fragt dann niemand, was Frauen den homosexuellen Knaben anzutun imstande sind? Der heterosexuelle Familienkomplex wird nie hinterfragt. So wie Mütter über die sexuelle Orientierung der meisten schwulen Söhne einfach hinwegsehen, in der Hoffnung, &#8220;das vergehe&#8221; schon wieder.</p>
<p>Da wurde über Tiziano Ferros coming out berichtet. Die liebende Mutter wurde erwähnt, die &#8220;endlich froh&#8221; gewesen wäre, &#8220;ihn nicht mehr leiden sehen zu müssen&#8221;. Bei sowas krieg ich die Wut in den Hals! Warum hat denn die &#8220;liebende Mutter&#8221; nur zugesehen und ist nicht wie eine sprichwörtliche Wölfin mit ihrem Sohn den notwendigen Weg &#8220;hinaus&#8221; gegangen? Ach, er hat halt für seine Mutter gelitten? Einen grösseren Schwachsinn kann ich mir gar nicht mehr vorstellen!</p>
<p>Ich habe nun versucht, die wichtigsten Zusammenhänge aufzuzeigen, die ich verantwortlich dafür mache, dass nachrückende Generationen von Schwulen &#8211; also die Junghomos &#8211; den öffentlichen Raum immer weniger selbstbewusst und solidarisch betreten und in ihm leben &#8211; als Schwule verschiedenster Ausprägung, ja auch als Tunten &#8211; oder von mir aus auch als &#8220;Queers&#8221;. Es ist üblich geworden, der Schwulendiskussion auszuweichen, indem das Wort Queer verwendet wird. oder Abkürzungs-Monster wie LGBT*Q&#8230; Das ist cooler. Aber wem nützt das?</p>
<p>Den fast ausschliesslich &#8220;sichtbaren&#8221; Tunten nicht. Und auch den unsichtbaren Klemmschwestern nicht. Dieser öffentliche Raum und die offenen/öffentlichen Diskussionen mit den Heteros müssen wieder erobert und belebt werden. Das geht über die nächsten Verwandten und Bekannten hinaus, die &#8220;eh schon tolerant&#8221; sind. Denn sonst hinterlassen diese &#8220;stummen&#8221; Räume Gewaltbetroffene oder sogar Tote! Jeder ist zuviel!</p>
<p>Der Überfall mit Baseballschlägern vom 5. Januar 2012 am Stachelrain/Solitude ist von der Polizei auch nicht als Gewalt gegen einen Schwulen kommuniziert worden, obwohl ihr bekannt sein muss, dass dort ein Schwulentreffpunkt ist. Hätte aber ein einzelner Jugendlicher da einen Schwulen zum wixen getroffen, wäre das Urteil sehr leicht gefallen&#8230;</p>
<p>Wir sollten auch zur Kenntnis nehmen, dass in allen „Räumen“ – und besonders in „immer mehr Frauenräumen“, wie das am Frauentag 2013 verlangt worden ist, kein Platz für Homosexualität – schon gar nicht von heterosexuellen Männern ist! (Man lese das bitte zweimal laut!)</p>
<p>Es gibt nachgerade EINE öffentliche Schwulenbar in Basel – und erst noch in einem hetero Puff. Die Parties finden in hetero Locations statt und diese Stadt hat schon sehr lange keine Schwulendemo mehr gesehen. Ganz zu schweigen von Schwulen, die an öffentlichen Diskussionen teilnehmen würden. Gut. Die öffentlichen Sex-Diskussionen drehen sich auch meist um den &#8220;Missbrauch&#8221; von Kindern. Und da fühlen sich &#8211; trotz den erwähnten <a href="http://swissgay.info/?page_id=265" target="_blank">Selbsttötungen</a> &#8211; natürlich Junghomos und Klemmschwestern nicht davon betroffen.</p>
<p>Ich fürchte darum, dass irgendwann irgendwelche Klemm-Heteros vor dem <strong>L39</strong> auftauchen werden &#8211; trotz dem Bordell im übrigen Haus. Dass sie vor den Clubs auf schwule Partygäste warten werden&#8230;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 219px"><img alt="" src="http://swissgay.info/wp-content/uploads/2011/02/MG_0290.jpg" width="209" height="314" /><p class="wp-caption-text">1985 fand ich in einer italienischen Modezeitschrift diese beiden&#8230;</p></div>
<p>Dies alles, weil Schwule immer mehr abtauchen und aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden &#8211; oder nur noch als&#8221;herzige Pärchen&#8221; in einträchtiger, äh eingetragener Partnerschaft, in Erinnerung bleiben. Wollen wir das?</p>
<p><strong>Peter Thommen</strong>_63, <em>Schwulenaktivist, Basel  </em>(thommen(at)arcados.com)</p>
<p>Kommentare sind willkommen und werden auch anonym publiziert!</p>
<p>Thommen: <a href="http://www.arcados.com/?p=1040" target="_blank">Der ewige Abgesang auf die Szene</a>, (dazu siehe auch <a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/Henschel-Szene-1012.pdf">Henschel, über Veränderungen in der Szene</a>)</p>
<p>Thommen, <a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/schwules-Le-Stadt-1997.pdf">schwules Leben in der  Stadt, 1977-97</a></p>
<p>Rückblick auf die Szenen-Entwicklungen des letzten Jahrhunderts: <a href="http://swissgay.info/?p=861">Verpass keine Party!</a></p>
<p><a href="http://139998.iboox.com/" target="_blank">Gästebuch Th&#8217;Senf</a></p>
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		<title>Politisch gesetztes Recht juristisch nach-relativiert…</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 23:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschichtliches aus den 50er Jahren Zufällig &#8211; beim suchen im Blatt der „Homo-Eroten“, dem Kreis-Jahrgang von 1953, stiess ich auf einen Artikel, der mich an die heute aktuellen Bestrebungen zur Nach-Revision des 1992 „revidierten“ Strafgesetzbuches erinnerte (DarstellerInnen in Pornos sollen erst ab 18, statt 16 und Prostitution erst ab 18 erlaubt werden – siehe hier im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Geschichtliches aus den 50er Jahren</b></p>
<p>Zufällig &#8211; beim suchen im Blatt der „Homo-Eroten“, dem Kreis-Jahrgang von 1953, stiess ich auf einen Artikel, der mich an die heute aktuellen Bestrebungen zur <em>Nach-Revision</em> des 1992 „revidierten“ Strafgesetzbuches erinnerte (DarstellerInnen in Pornos sollen erst ab <i>18, statt 16 und Prostitution erst ab 18 erlaubt werden – siehe hier im Blog unter den Links &#8220;Jugend-prostitution!&#8221;). </i>Als &#8220;Kinderporno&#8221; soll neu gelten, wenn 16jährige schon dabei mitmachen.<i>  </i>Dazu interessant ist die ehemalige Botschaft des Bundesrates über die Änderung des unten diskutierten Art. 194, vom 26. Juni 1985! *</p>
<p>Ähnliches hatten wir doch schon in den 60ern&#8230;</p>
<p>Schauen wir also zurück in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts und in das damalige Strafgesetzbuch mit dem Art. 194, der generell homosexuelle Kontakte erst ab 20 Jahren erlaubte und die homosexuelle Prostitution auch über 20 Jahre hinaus verbot! Dieses Strafrecht, das 1942 in Kraft getreten ist, löste die kantonalen Strafgesetze mit zum Teil milderen Strafen definitiv ab.</p>
<p>Nachtrag: Die Plattform Romeo beklagt sich heute darüber, dass ihnen von Apple verboten wird, Männer mit &#8220;zuviel&#8221; Haut auf dem App anzuzeigen. Ich könnte das bei Frauen verstehen. Aber wahrscheinlich haben die Amis vergessen, dass es mal Handwerker auf offener Strasse gegeben hat, die auch nur in der Körpermitte was an hatten und oben nackt gearbeitet haben. ..   <b>Peter Thommen</b>_63</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span style="text-decoration: underline;">Aus dem „Kreis“ 21. Jg. Nr. 5, Mai 1953</span>  </b>„In der neuesten Nummer der <i>Schweizerischen Juristen-Zeitung, Jg. 1953 ist auf Seite 112</i> folgender Entscheid des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 3. Oktober 1952 publiziert worden:</p>
<p><i>„Art. 194 Strafgesetzbuch. Freizusprechen ist der Angeklagte, der mit einem unmündigen (= damals unter 20 J.) Knaben von mehr als 16 Jahren beischlafähnliche Handlungen begeht, sofern der Geschädigte früher schon mit andern Männern gegenseitige Onanie betrieben hatte.“ (1)</i></p>
<p>Der schweizerische Rechtsanwalt, der uns auf das sehr wichtige Urteil aufmerksam macht, führt dazu aus: <i>Dieser Entscheid geht noch weiter als der vor einiger Zeit durch Herrn Dr. Krafft, Zürich, mitgeteilte, da es sich dort um einen jugendlichen Prostituierten handelte, während hier zum Freispruch schon die Tatsache genügte, dass der Junge sich vorher einmal mit Männern eingelassen hatte. Nur diese Auslegung wird ja auch in dem Sinne des Art. 194 gerecht, wonach nur die Verführung strafbar ist. Wer schon verführt wurde, kann es nicht noch einmal werden. Das Bundesgericht hat mit seiner bisherigen Interpretation eigentlich das Gesetz verletzt.</i></p>
<p>Wenn wir hier im „Kreis“ dem noch nicht Volljährigen keinen Zutritt gestatten, selbst wenn er eindeutig gleichgeschlechtlich empfindet – (aus Gründen, die wir schon oft auseinandergesetzt haben) – so freuen wir uns doch über eine Rechtssprechung, die dem neuen Gesetz durchaus gerecht wird. Umso bestürzter lesen wir eine Zeitungsnotiz, die uns ein Berner Kamerad zustellt:</p>
<p>„Endlich wagt es einer!“ Nationalrat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emil_B%C3%B6sch">Dr. Emil Bösch (SG, FDP-LdU*)</a>, hat in der Frühjahrssession der eidgenössischen Räte folgende Motion eingereicht: <i>Die seit der Einführung des Schweizerischen Strafgesetzbuches bestehende Straflosigkeit der zwischen mündigen Personen männlichen Geschlechts begangenen widernatürlichen Unzucht hat auf den Gebieten des Jugendschutzes und der Verbrechensbekämpfung schwerste Nachteile nach sich gezogen. In diesem Zusammenhang mahnen in einigen Kantonen auch gewisse Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens nachgerade zum Aufsehen. Der Bundesrat wird daher eingeladen, der Bundesversammlung über eine Revision von Art. 194 StGB Bericht und Antrag zu stellen.</i></p>
<p>Hier handelt es sich um den Versuch, einen rechtsgültigen Gesetzesparagraphen, der seit zehn Jahren in Kraft ist und, wie wir schon verschiedentlich von massgebenden Stellen gehört haben, dem Erpressertum den Boden entzogen hat, ins Wanken zu bringen, zu verschärfen und damit wieder ähnliche Zustände zu schaffen, wie sie in den Ländern um uns fast jede Woche zur Genüge bekannt werden. Die Motion richtet sich zwar nicht gegen unsere Zeitschrift und die damit verbundene Abonnentenvereinigung, aber sie greift die Grundlage an, auf der Beides überhaupt erst möglich ist.</p>
<p>Wir haben in unserer Zeitschrift und an unseren Klubabenden schon zur Genüge betont, dass wir geschlechtliche Beziehungen zu Kindern verurteilen, mögen sie nun Knaben oder Mädchen betreffen, wobei noch zu sagen wäre, dass bei einem Mädchen weit mehr zerstört wird als bei einem Knaben je möglich ist <i>(er meint wohl nicht die lesbische, sondern die hetero Kombination? Th.)</i>, sofern eine Handlung nicht gerade zu körperlichen Verletzungen führt. Unlösbar mit unserem Geschlechtlichen ist und bleibt aber unsere Seele verhaftet und wenn das Geschlechtliche mit dem noch Jugendlichen in einer schmutzigen und seelenlosen Art begegnet, so bleibt es verwerflich, ob es vom Gesetz je erfasst wird oder nicht. Hier ist von Jahrtausenden her die persönliche Verantwortung das einzige Richtmass. Es gibt siebzehn- oder achtzehnjährige Mütter, die später prächtige Frauen geworden sind und es gibt Mädchen dieses Alters, die durch einen gewissenlosen Freund zu Dirnen herabsanken. Es gibt Jünglinge, die vor ihrer Volljährigkeit einen Freund fanden, der Vaterstelle an ihm vertrat, ihn ausbilden liess und zu einem vortrefflichen Manne machte – und es gibt junge Kerle, die durch frühzeitige Erlebnisse in der Strafanstalt endeten. Es lässt sich nie, in diesen entscheidenden Jahren ein für alle gültiges Gesetz schaffen; in der Wirklichkeit wird immer wieder Höhe und Abgrund nebeneinander stehen und es ist in den Willen jedes Einzelnen gelegt, was er daraus macht. Dass der Jugendliche geschützt werden muss, der sich verletzt fühlt, dessen persönliches Recht angetastet wurde, ist wohl allen klar. Was soll aber eine Motion, die so formuliert: <b>„Die … Straflosigkeit zwischen mündigen Personen männlichen Geschlechts begangenen widernatürlichen Unzucht hat auf den Gebieten des Jugendschutzes … schwerste Nachteile nach sich gezogen…“</b><i> </i>!?!  (2)</p>
<p>Seit wann muss der selbstverantwortliche junge Mann von Gesetzes wegen – („zwischen erwachsenen Männern“) in seiner Geschlechtlichkeit geschützt werden? Kann er das nicht mit einer kräftigen Ohrfeige selbst besorgen, wenn in seiner Wesensart nichts zum mannmännlichen Eros neigt? Wieso soll hier der neue Paragraph des StGB schädigend gewirkt, das jugendliche Verbrechertum begünstigt haben? Der Minderjährige, der die gleichgeschlechtliche Betätigung nicht will, ist ja geschützt, weit mehr als das Mädchen. Ist es nicht ein offenes Geheimnis, dass die Schwangerschaftsunterbrechungen bei minderjährigen Mädchen in erschreckendem Masse zugenommen haben? <i>(Also schon damals! Th.) </i>Wird hier nicht unendlich mehr zerstört als bei einem Achtzehnjährigen, der mit einem wirklichen Freund in gegenseitiger Zuneigung sich geschlechtlich entspannt? Ist es nicht heute so, dass die Welt trotz zwei furchtbaren Kriegen schon wieder übervölkert ist und die Lenker der Staaten, auch unseres Landes, eigentlich froh sein müssten, wenn Kinder nur von verantwortungsvollen Personen gezeugt und geboren werden? Wann endlich wird man die Dinge so zu sehen wagen, wie sie wirklich sind? Könnte sich nicht doch langsam die Anschauung Bahn brechen, dass auch das Homoerotische in der Welt nicht sinnlos ist, wie einige Hochgelehrte behaupten, sondern gerade diese nicht zeugende Geschlechtlichkeit ihren Sinn haben kann im grossen Plan der Natur, vielleicht sogar eines Gottes? Wir jedenfalls wagen diese Frage zu stellen.</p>
<p>Die uns unverständliche Motion ist eingereicht; ob sie durch Straffälle, die auch wir verurteilen müssen, diktiert worden ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir können nur der Hoffnung Ausdruck geben, dass sie von Männern in Erwägung gezogen wird, die sich der Verantwortung einem vorurteilslosen Leben gegenüber bewusst sind. Wir können aber auch zum sondusovielten Male immer wieder nur erneut die Mahnung aussprechen, alles zu unterlassen, was dieser Motion auch nur die leiseste Begründung zur Änderung des Gesetzes geben könnte. Wir müssen uns tausendmal mehr bewähren vor den Augen der Öffentlichkeit als die Glücklicheren, deren Eros nicht fragwürdig erscheint durch immer wieder neue Entstellungen in eigenen und fremden Reihen. Bleiben wir uns immer bewusst, dass auch die grösste Freiheit, die jemals erreicht würde, nie das eine ausschliesst, das den Menschen erst zu einem sittlichen Wesen macht. Die Verantwortung dem Du gegenüber, die immer wieder in der christlichen Forderung mündet, dem Bruder auf dem Weg des Lebens nichts Böses zu tun, sondern ihn einzuschliessen in die Liebe, die grösser ist als wir selbst. <b>Rolf.</b></p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p>
<p><strong>*)</strong> &#8220;Auf den Verführungstatbestand von Absatz 1 im Artikel 194 StGB ver-zichten wir. <em>Nach der neueren Forschung, auf die sich die Expertenkommission stützte, darf angenommen werden, dass für über 16jährige Jugendliche (für jüngere Kinder greift Art 187) des Entwurfs ein) keine Gefahr mehr besteht, durch homosexuelle Kontakte in ihrem Sexualverhalten beeinflusst zu werden. Die sexuelle Entwicklung junger Menschen scheint jedenfalls in diesem Alter hinsichtlich hetero-, homo- oder bisexueller Richtung festgelegt zu sein.</em> Homo-sexuelles Verhalten unter nahezu gleichaltrigen Jugendlichen kann überdies eine pubertäts- oder entwicklungsbedingte Erscheinung sein, die keine nachhaltigen Folgen zeitigt; in solchen Fällen sollten daher auch jugendstrafrechtliche Mass-nahmen ausser Betracht bleiben.&#8221;  (Botschaft des BR vom 26. Juni 1985, S. 79)</p>
<p><a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/Art.-194-Anmerkungen.pdf" target="_blank"><strong>1)</strong>  als PDF</a></p>
<p><strong>2)</strong> Wir befinden uns hier in der Zeit der „gefallenen Mädchen“ und der „ledigen Mütter“ – des kein-Sex-vor-der-Ehe und lange vor der Pille! Zudem hat Rolf richtig bemerkt, dass es <em id="__mceDel">einerseits nur um Erwachsene unter sich geht, es nichts mehr mit dem Jugendschutz zu </em><em id="__mceDel"><em id="__mceDel"><em id="__mceDel"><em id="__mceDel">tun hat! Hier entblösst sich die gesellschaftliche Moral in einer verbrämten politischen </em></em></em></em><em id="__mceDel"><em id="__mceDel"><em id="__mceDel"><em id="__mceDel"><em id="__mceDel">Aktion! Th.)</em></em></em></em></em></p>
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		<title>Kinder dürfen SO und &#8220;anders&#8221; lieben!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 11:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Udo Rauchfleisch ist ein ausgewiesener Fachmann im Bereich sexueller Orientierung und Psychotherapie. Seine Bücher sind Marksteine in der Diskussion um die Entpathologisierung von Homosexualität. Aber auch zur Transsexualität trägt er wichtige Informationen bei. Ich selbst bin schwuler Buchhändler und ein Kind der neueren Schwulenbewegung. Es ist für mich wichtig, Fachliteratur in gesellschaftliche Zusammenhänge zu setzen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Udo Rauchfleisch ist ein ausgewiesener Fachmann im Bereich sexueller Orientierung und Psychotherapie. Seine Bücher sind Marksteine in der Diskussion um die Entpathologisierung von Homosexualität. Aber auch zur Transsexualität trägt er wichtige Informationen bei.</p>
<p>Ich selbst bin schwuler Buchhändler und ein Kind der neueren Schwulenbewegung. Es ist für mich wichtig, Fachliteratur in gesellschaftliche Zusammenhänge zu setzen und sie auch zu kritisieren. Weniger vom Fachlichen her, als vielmehr von den gesellschaftspolitischen Wirkungsmöglicheiten ausgehend. Ich bin daher mit meiner ersten Kritik auf <a href="http://gaybasel.ch/buchtipp" target="_blank">gaybasel.ch </a>beim Autor auf Erstaunen gestossen.</p>
<p>Es gibt zwei grundlegende Prinzipien sich mit Homosexualität zu befassen. Das eine sind Fachleute, die <strong>über</strong> das Thema und die daran Beteiligten* schreiben oder referieren und das andere ist das direkte Gespräch mit ihnen. Fachleute wie Rauchfleisch haben geholfen, das Thema aus der Krankheits-Ecke herauszuholen und die Schwulenbewegung hat es fertiggebracht, dasselbe aus den Toiletten auf die Strasse und in die Medien zu holen. Das reicht aber überhaupt noch nicht aus! Wir sind heute an dem Punkt, an welchem es klar werden muss, dass Homosexualität nicht allein eine „Orientierung“, „ein Fetisch“, oder eine „sexuelle Praktik“ einer vernachlässigbaren Minderheit ist. Denn damit sind Schwule das Stigma noch nicht los!</p>
<p>Ich bin 1950 geboren und somit in einer Zeit, in welcher „die homosexuelle Phase“ ganz normal der Kindheit und Jugend zugestanden worden ist, indem man/frau hoffte, diese sei eine „vorübergehende“. Die strafrechtliche Verfolgung und die gesellschaftliche Verfemung setzten ein, wenn diese „Phase“ definitiv bis ins Erwachsenenalter beibehalten wurde. Dann begann sie zu „stören“. Das frühere „Schutzalter“ von 20 Jahren – von 1942-1992 – brachte dies auch kriminalpolitisch zum Ausdruck! <em>(Jungs und Mädchen durften damals schon ab 16 Jahren miteinander!)</em></p>
<p>Der erste Schritt bestand also darin, die homosexuellen Erfahrungen der Heranwachsenden zu entkriminalisieren und dieses Schutzalter für Sexualität allgemein und für alle Beteiligten, also die einverständliche „Jugendsexualität“, auf 16 Jahre herabzusetzen. Doch wir haben nicht damit gerechnet, dass sich die Politik und Justiz noch längere Zeit für den „politisch korrekten“ (hetero) Sex engagieren würde! Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Jugendschutz nach wie vor ein wichtiges Anliegen in weiten Kreisen der „korrekten“ Bevölkerung ist, während das Alter der sexuellen Aktivitäten stetig sinkt! Gleichzeitig sind die Grenzen zwischen den hetero und homosexuellen Aktivitäten ebenfalls gefallen und können nicht nur mit Orientierung und Identität verbunden werden!</p>
<p><i>„Es gibt viele heterosexuell orientierte Menschen, die ebenfalls homosexuelle Bedürfnisse haben und diese unter ebenso schwierigen Bedingungen befriedigen müssen, wie Schwulis. Es geht eben nicht nur darum, dass heterosexuell lebende Menschen sich plötzlich in einen des gleichen Geschlechts „verlieben“ können. Sie können gelegentlich, oder regelmässig, mit dem gleichen Geschlecht auch Sex machen. Und nach über zehn Jahren Internet behaupte ich, dass dies mindestens ein Drittel der Männer auch tut.“ (Th.)</i></p>
<p><i>„Aber was nützt einer Mutter der Begriff der „Kern-Geschlechtsidentität“, wenn sie Angst hat, ihr Sohn werde anal vergewaltigt? Diese Angstbilder vermeidet er geflissentlich. Frauen haben keine Prostata und kennen die anale Lust nicht aus dieser Erfahrung!“ (Th.)</i></p>
<p>Mit dem Titel <a href="http://www.patmos.de/mein-kind-liebt-anders-p-8163.html" target="_blank">„Mein Kind liebt anders“</a> wird für Eltern niemals klar werden, dass es auch eine Homosexualität „jenseits“ einer „Fixierung“ darauf gibt und dass das Kind die Freiheit haben sollte, sie auch „neben seiner heterosexuellen oder bisexuellen Orientierung“ zu nutzen. Es gibt sehr viele Schwule, die öfters und regelmässig sexuelle Erfahrungen mit Heterosexuellen machen, diskret und anonym natürlich. Und der bekannteste Spruch der Bisexuellen lautet: „Ich bin verheiratet.“ Oder „Ich habe eine Freundin.“ – „und das soll sich auch nicht ändern.“</p>
<p>Mit der Einschränkung der Homosexualität auf eine „Orientierung“ und deren Fixierung auf ein ganzes Leben, wie bei der Heterosexualität, werden gesellschaftliche Tatsachen ignoriert. Ganz zu schweigen davon, dass es viele hetero orientierte Männer gibt, die sich tatsächlich nach 20 bis 30 Jahren „umorientieren“, aber damit nicht plötzlich zu „Schwulen“ werden.</p>
<p>Ich möchte dem Autor die Anregung geben, die Joachim Braun und Beate Martin schon im Jahr 2000 im Rowohlt Verlag umgesetzt hatten, mit ihrem Buch <a href="http://www.arcados.ch/wp-content/uploads/2010/04/Braun-Martin-gem-Gef%C3%BChle1.jpg" target="_blank">„Gemischte Gefühle“</a>. Darin bekommen Heterosexuelle vorgesetzt, dass sie selber auch ein „coming out“ haben, eine „Szene“ und eine „Orientierung“. Und nicht wenige homosexuell Orientierte können oder wollen sich auch fortpflanzen…</p>
<p>Nun, inzwischen haben wir ein Gesetz über die „eingetragene Partnerschaft“, Forderungen nach Adoptionsmöglichkeiten wie bei der Hetero-Ehe und sind an einem öffentlich wahrnehmbaren Punkt angelangt, der die faktische Durchmischung von Heterosexualität und Homosexualität aufhebt und sie jeweils in eine Ausschliesslichkeit zwingt, die jenseits aller empirischen Daten ist! Naiv ist, der sich nichts dabei denkt…</p>
<p><i>„Im Allgemeinen haben Frauen mit Homosexualität wesentlich weniger Probleme als Männer.“ (Rauchfleisch)</i></p>
<p>Es gibt keine realen Befunde, die das erhärten würden, nur Äusserungen. So manche Frau gibt sich „tolerant“, wenn es aber um ihren Ehemann oder ihren Sohn geht, sieht alles wieder anders aus. Das habe ich an einigen Beispielen, die ich hier nicht referieren kann, schon sehr eindrücklich erlebt!</p>
<p><i>„Die Ergebnisse dieser Untersuchung verdeutlichen, dass die Formen, in denen sich die mütterliche Einstellung ausdrückt, dem Einfluss eines gesellschaftlichen Stigmas unterliegen. … Entscheidend ist dabei nicht immer die Homosexualität an sich, sondern die Bedeutung, welche die einzelne Mutter der gesellschaftlichen Meinung und Erwartung beimisst.“ (1)</i></p>
<p>Dies der Befund von Claudia Müller in ihrer nichtrepräsentativen Arbeit „Mein Sohn liebt Männer“, eine qualitative Studie über einige Mütter. Nicht zuletzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Jungs es nicht wagen, mit ihren Müttern über Sexualität zu reden und sich – gemäss einer vergangenen Studie – 30 % der Bisexuellen eher das Leben nehmen würden, als mit ihren Frauen über ihre homosexuellen Bedürfnisse zu sprechen.</p>
<p>Nehmen wir also die „Homosexualität“ aus der „Orientierung“ heraus und stellen sie ALLEN Männern zur Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung, dann enthält dies erheblichen gesellschaftspolitischen Sprengstoff. Von der <a href="http://www.arcados.com/?p=972" target="_blank">Reaktion von Frauen</a> ganz zu schweigen. Ich habe einige kulturgeschichtliche Werke zur Sexualität gelesen und dabei gelernt, dass es immer das Bestreben der Gesellschaft war, erstens die Frauen zu „versorgen“, denn früher gab es für Unverheiratete, ledige Mütter und Geschiedene oft nur niedrige Arbeit, schlechte Bezahlung, oder die Prostitution, und zweitens die Männer unter „die Haube“ ** zu bringen, damit sie sexuell versorgt und keine Gefahr mehr für andere Frauen seien…</p>
<p>So erscheint mir die „Schwulen-Ehe“ historisch den gleichen politischen Weg zu nehmen, obwohl eigentlich alle wissen, dass diese Ideologie im Leben für die Allgemeinheit nichts taugt! Und schon sind PolitikerInnen daran, die MigrantINNen-Prostitution zu instrumentalisieren und die sexuelle Freiheit ab 16 Jahren für beide Geschlechter weiter einzuschränken. Dabei werden die aktuellen wirtschaftlichen Probleme galant unter den Tisch gewischt!   <strong>Peter Thommen_63</strong>, <em>Schwulenaktivist, Basel</em></p>
<p>P.S. Eine detaillierte Rezension von Rauchfleischs Buch auf<a href="http://www.arcados.ch/?p=996" target="_blank"> arcados.ch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Ich schreibe hier absichtlich nicht „Betroffenen“</p>
<p>** kann übrigens auch in Zusammenhang mit der Kopfbedeckung von Muslimas gesehen werden! Wir hatten auch solche Traditionen.</p>
<p>1)  Claudia Müller (Pädagogin): Mein Sohn liebt Männer, 2008, eine qualitative Studie über 5 Mütter)</p>
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		<title>Glaube und Vernunft</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2013 12:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mensch ist weitgehend ein „Glaubenstier“ und nur schwer zur Vernunft zu bringen. Dies zeigt die Geschichte der Zivilisationen ganz eindrücklich. Übrigens auch die Geschichte der Finanzwirtschaft und des Geldes. Nicht umsonst wurde letzteres im Rahmen von religiösen Riten, Tempeln und Führern entwickelt. Wir sollten uns mehr darüber bewusst werden, dass wir nicht nur eine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch ist weitgehend ein „Glaubenstier“ und nur schwer zur Vernunft zu bringen. Dies zeigt die Geschichte der Zivilisationen ganz eindrücklich. Übrigens auch die Geschichte der Finanzwirtschaft und des Geldes. Nicht umsonst wurde letzteres im Rahmen von religiösen Riten, Tempeln und Führern entwickelt.</p>
<p>Wir sollten uns mehr darüber bewusst werden, dass wir nicht nur eine eigene und individuelle Kindheit haben. Auch die Zivilisationen und Kulturen haben eine Kindheit (gehabt). Wer nicht an ein Leben in einem stillstehenden Kreis glaubt, sollte annehmen, dass wir sowohl als Individuen, als auch als Gruppen die jeweiligen „Kindheiten“ verlassen und selbstverantwortlich werden.</p>
<p>Leider zeigt sich dasselbe Problem auch in der Sexualität. Hier frauscht und schwult der Glaube an irgendetwas Romantisches noch viel mehr! Nicht umsonst ist der mentale Missbrauch durch die religiöse Ideologie die Voraussetzung für sexuelle Übergriffe jeglicher Art, nicht nur bei Kindern. Und im Bereich der Sexualität ist zusätzlich der mentale Missbrauch durch die romantische Liebe (erst seit dem 18. Jh. sich verbreitendes Ideal!) die Voraussetzung für überhöhte Erwartungen an eine Zweierbeziehung.</p>
<p>Es gibt in der Bibel hunderte von Vorschriften über alles Mögliche, an welche heute niemand mehr glaubt. Einfach weil die Erfahrung und Vernunft anderes gelehrt haben! Im Zusammenhang von Männerbeziehungen will ich das Beispiel anführen, das immer „vergessen“ wird:</p>
<p>Die Liebe zwischen David und Jonathan* <em>(1. Sam. 19.1 – 1. Sam. 14.42 – hier wird sie gegründet)</em> Es steht nirgendwo was von sexueller Vereinigung. Aber immerhin wird diese Liebe klar abgegrenzt zur „Frauenliebe“, die sonst nie so benannt wird.</p>
<p><i>„Es ist mir Leid um dich, mein Bruder Jonathan: ich habe große Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist.“</i> (2. Samuel 1.26)</p>
<p>Es ist historisch-kulturell eine Tatsache, dass orientalische Männer andere Männer lieben und mit Frauen Sex haben. Das eine schliesst das andere nicht aus. Und daraus erklärt sich auch, warum wir männliche Götter überliefert bekamen. Und es passt dazu, dass Frauen in diesen Religionen eine untergeordnete Rolle spielen. Daher kommt die strikte Geschlechtertrennung und deren unterschiedliche Bewertung – bis heute. In Gesellschaften mit strikter Geschlechtertrennung hat diese Liebe unter Männern am ehesten ihren Platz, weil sie nicht – wie bei uns heute – von der heterosexuellen Beziehung völlig dominiert wird!</p>
<p><strong>Heute Morgen</strong> hörte ich im Deutschlandfunk interessante Interviews und Diskussionen zum Verfassungsgerichtsbeschluss über die Adoption in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Als besonderer Eiferer dagegen hat sich schon immer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Geis" target="_blank">Norbert Geis (CSU)</a> exponiert. Er beschwor die „natürliche Familie“ von Mann und Frau, die nicht vergleichbar wäre mit gleichgeschlechtlichen Elternpaaren…</p>
<p>Gerade anschliessend folgte ein Interview mit der FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Darin wurde kritisiert, dass die Hilfe für Opfer sexueller Übergriffe in der heterosexuellen Familie seit über zwei Jahren darauf warten, Entschädigung und Hilfe vom Staat zu bekommen. Verjährungsfristen sollen verlängert werden und es soll ein Fonds mit 100 Millionen €uro für Therapiekosten eingerichtet werden…</p>
<p>Da frage ich mich ernsthaft wie man/frau mental so gespalten sein kann, um beides nicht in einen Zusammenhang zu bringen. Heterosexualität und Glaube machen anscheinend schizophren!</p>
<p>Klar dürfte sein, dass Geis den Balken im eigenen Auge nicht sieht, aber dafür die Splitter bei den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften!</p>
<p><i>Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!</i> (Lukas 6.42)</p>
<p>Klar dürfte auch sein, warum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christophe_Darbellay" target="_blank">Christoph Darbellay</a> (CVP) dazu sagte  „Nur weil etwas existiert, heisst das noch lange nicht, dass es legalisiert werden muss.“</p>
<p><em>Wenn homosexuelle Kinder von Heterosexuellen adoptiert werden dürfen, dann sollten auch Gleichgeschlechtliche Paare heterosexuelle Kinder adoptieren dürfen. </em></p>
<p>Ich ziehe die Vernunft dem Glauben weitgehend vor. Aber es wird weiterhin viele Leute geben, die das was sie nicht wissen (können/wollen), einfach mit dem Glauben füllen. Wie sie es als Kind gelernt haben. Und auch als Erwachsener kann man immer noch „Gottes Kind“ sein! Amen.</p>
<p>Peter Thommen_63, <em>Schwulenaktivist, Basel</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Es gibt <a href="http://www.arcados.ch/old/?page_id=15">hier</a> ein noch älteres Beispiel als in der Bibel!</p>
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		<title>Öffentliche Heucheleien über Sex zwi- schen Männern!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2013 17:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Schwulen entgleitet die öffentliche Selbstdarstellung und Diskussion immer mehr! Und die homo- und heterosexuellen Männer sind nur daran interessiert, ihre Bedürfnisse ungestört – wenn auch heimlich leben zu können. Dass aber immer mehr Frauen den öffentlichen Diskurs über die Sexualität zwischen Männern befrauschen ist für mich als Schwulen unakzeptabel! Ich würde mir nicht anmassen, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Schwulen entgleitet die öffentliche Selbstdarstellung und Diskussion immer mehr! Und die homo- und heterosexuellen Männer sind nur daran interessiert, ihre Bedürfnisse ungestört – wenn auch heimlich leben zu können.</p>
<p>Dass aber immer mehr Frauen den öffentlichen Diskurs über die Sexualität zwischen Männern befrauschen ist für mich als Schwulen unakzeptabel! Ich würde mir nicht anmassen, über die Sexualität von Frauen, oder zwischen Frauen öffentlich zu mutmassen, oder diese gar öffentlich zu definieren.</p>
<p>Nichtsdestotrotz verfügen Frauen nicht nur über die Sexualität und Orientierung ihrer Söhne, indem sie wegschauen und ignorieren, wenn diese sich nicht an Frauen ausrichtet, sie befrauschen auch ihre Ehemänner und die Schwulen mit ihrer Moral. Die öffentliche Moral ist tendenziell eine weibliche und das Patriarchat steht letztlich auf dem Matriarchat. Das ist aus diversen kulturhistorischen Berichten erkennbar. Aber auch in den Jugendbüchern von AutorINNEN für homosexuelle Knaben und junge Männer. Der Penis fehlt auffällig in den erwähnten Texten! Frauen stellen sich schwule Kinder und Jugendliche sowohl ohne Penis, als auch ohne sexuelle Betätigung damit vor! Oder haben eben gerade überhaupt keine Vorstellung davon!</p>
<p>Dazu passt die Ignoranz in den öffentlichen Medien über die gehäuften <a href="http://swissgay.info/?page_id=265" target="_blank">Selbstmorde und Mobbingerlebnisse von schwulen Kindern und Jugendlichen in den USA</a>. Denn das passt nicht in den „pädophilen“, hetera-politisch-korrekten Blick. (<a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/Becker-Missbrauchsd-verlogen-2010.pdf" target="_blank">Sophinette Becker über Pädophilie</a>)</p>
<p>Frau kann sich nicht vorstellen, was sie damit bei schwulen Kindern und Jugendlichen mit feministisch-politischer Korrektheit anrichtet. Männer sind potenzielle Missbraucher und Vergewaltiger und des Knaben Lustobjekt ist ein verdammenswertes Glied! Und mit sowas sollen sich die jungen Schwulen identifizieren? Und wir sollen glauben, dass Mütter es „doch immer nur gut mit uns meinen“!?</p>
<p>Viele Frauen und Lesben ignorieren vorwiegend die historisch unterschiedliche Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Sie sehen Knaben als gefährdete „Mädchen“ und glauben, diese ebenso vor Penissen und Männern „schützen“ zu müssen. Keine der Anklägerinnen von sexuellem Missbrauch hat sich bis heute für eine wirksame Prävention eingesetzt. Weder bei Mädchen, noch bei Knaben! Denn dann müssten sie sich mit deren Sexualität auseinandersetzen, wie das schon Sigmund Freud versucht hatte. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese Politik dazu dient, die Machtverhältnisse zu ändern, aber nicht auf Gleichwertigkeit, sondern auf Umkehr derselben hin.</p>
<p>Ich muss feststellen, dass 20 Jahre verplempert wurden, um Jugendlichen keine Selbstbestimmung und Verhandlungsfähigkeit in der Sexualität beizubringen. Das wollte wohl auch keineR!</p>
<p>Das zeigt sich schon daran, dass nicht mehr der Nachweis einer Handlung oder Tat wichtig ist, sondern allein schon der Verdacht auf sexuellen Missbrauch genügt, um sogenannte „Täter für immer wegzusperren“ Dass dabei „irrtümlich“ auch einige Existenzen zu Grunde gehen, wird als „Kollateralschaden“ achselzuckend hingenommen. Was Männer mit Waffen anrichten, richten Frauen also mit der Sexualität an…</p>
<p>Was an heterosexuellem Missbrauch an Schwulen und den homosexuellen Bedürfnissen von Männern, von Kindheit bis in die Ehen angerichtet wird, ist kein Thema. Dass es „pädophile“ Frauen und Täterinnen gibt, ist politisch-feministisch inkorrekt und wird tabuisiert. Dabei wird verhindert, <strong>dass das heterosexuelle System angegriffen wird</strong>,<strong> das</strong> sowohl Frauen als auch Männern die „TäterInnen“-Schaft und die Opfer-Innen-Schaft<strong> </strong><strong>ermöglicht. Und damit eine Politik der gegenseitigen Destruktion und des heterosexuellen Spiels/Krieges um Macht und Einfluss in Familie und Gesellschaft.</strong></p>
<p>Mein Zorn entzündet sich an der Interpretation der männlichen Prostitution durch Frauen und zum anderen an der Interpretation von HomoSEXualität durch bisexuelle und hetera Frauen.</p>
<p>Als Schwuler kann ich nur staunend zuschauen, wie arme junge und heterosexuelle Männer aus Osteuropa mittels Homosexualität Geld bei heterosexuell lebenden Männern verdienen, die Freundinnen, Ehefrau und Familie haben. Politisch korrekt: Diese (schwulen, hetero lebenden) Männer beuten, diese (hetero) Jungen aus. KeineR fragt sich, was da unmittelbar mit der Homosexualität als solches geschieht. Die Homosexualität wird von heterosexuellen Männern ökonomisch ausgebeutet. Aber hinter diesen Männern stehen einerseits auch junge Frauen, die vom Einkommen der Callboys profitieren und andererseits die Ehefrauen, die davon überzeugt sind, dass Männer ihre sexuellen Bedürfnisse grundsätzlich nur auf Frauen richten können – oder auf andere Fachfrauen des Rotlichtgewerbes. Dass die Callboys (aktiv und passiv) wohl einen anderen Service anbieten, den Frauen nicht liefern können, fragt sich keineR! Auch nicht woher es kommt, dass verheiratete und hetero lebende Männer ihre natürlichen homosexuellen Bedürfnisse in Ghettos entsorgen müssen – nur nicht daheim in der Familie!</p>
<p>Die ganzheitlichere Sexualität dieser Männer ist eine Gefahr für die Frauen und ihre Kinder, Jugendlichen und Freunde und Ehemänner. (Das Vorurteil in der Schlagzeile: „schwule Prostitution“) Für viele Frauen ist klar, dass Männer weibliche Bedürfnisse „niemals völlig“ befriedigen können. Aber dass Frauen ebenfalls die Lust der Männer niemals völlig befriedigen können, steht ausserhalb von allem für sie Denkbaren.</p>
<p>Auch in der Schwulenpolitik ist eine zunehmend schärfer werdende Heuchelei feststellbar. Einerseits geht es darum, gegenüber Heterosexuellen, Frauen und Männern zu beteuern: „Es geht um Liebe“ bei der Homosexualität. Davon zeugt auch, dass im Text des Gesetzes über die Eingetragene Partnerschaft das Wort Sex völlig fehlt! Wie der Penis im Kinder- und Jugendbuch.</p>
<p>Andererseits wird in der Prävention nur die Praktik der analen Penetration thematisiert, als wenn Männer und Schwule so blöd wären, immer nur zu ficken. Männer müssen weder ficken noch gefickt werden, sie dürfen. Das ist mit Frauen ganz anders…</p>
<p>Einerseits finden wir im Kinder- und Jugendbuchbereich vor allem Liebe, Schmusen, knuddeln und umarmen vor. Andererseits wird Jungs klar gemacht, dass Masturbation kein richtiger Sex ist und dass sie sich beim Fickenlassen gefährden, missbraucht zu werden – wie die Mädchen, die sie ja selber auch missbrauchen könnten. Von Eigenkompetenz, oder gar eigenen Wünschen kann keine Rede sein…</p>
<p>(1)</p>
<p>So wie das homosexuelle Begehren existiert, existiert neben der Pädophilie auch die Gerontophilie. Aber die „gibt es politisch-korrekt nicht“. Mir fehlen da gewisse Begriffe, für eine angebliche Ausgewogenheit, die ich nicht erkennen kann. Es gibt nicht nur Männer, die herrschen, sondern auch Frauen, die frauschen.</p>
<p>Und es gibt neben der Penetranz auch die Vaginanz. Und tragischerweise sind Frauen nicht am Penis, sondern am Phallos interessiert. Aber Männer zwar an der Vagina, aber nicht an der Venus! So verstehe ich Ganzheitlichkeit. Nicht nur einen fragmentierenden Heterror, der sich auch im Feminismus wiederfindet!  Napoléons Strafgesetz hiess: &#8220;Code Pénal&#8221; &#8211; einen Code Vaginal gibt es nicht.  Aber immerhin hat er die männliche Homosexualität in seinem europäischen Regierungsbereich entkriminalisiert.</p>
<p><b>Peter Thommen_63</b>, <em>Schwulenaktivist, Basel</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu Emckes Buch ein ausführlicherer Text auf <a href="http://www.arcados.ch" target="_blank">arcados.ch</a></p>
<p><em>(1)  Ich finde es tragisch, <strong>dass Carolin Emcke</strong></em> (in ihrem Buch „Wie wir begehren“, S.Fischer 2012) <em><strong>zwar formuliert</strong>, dass lesbisches Begehren NICHT kein Begehren sei, sondern &#8211; neben der vaginalen Bereitschaft gegenüber dem Mann – überhaupt ein weibliches Begehren, das nicht sichtbar (gemacht) wird, <strong>aber dass sie das homosexuelle Begehren bei Männern nicht auch entsprechend einordnen kann</strong></em>. In ihren Auslassungen über männliche Homosexualität ist weder von Analverkehr, noch von der Prostata die Rede. Besonders wichtig, wenn sie über Diskriminierung bei Arabern im Gazastreifen schreibt. * Doch beides gehört nun mal zum medizinischen Verständnis und zur kulturellen Einordnung! Tabuisieren und totschweigen ist Heuchelei!</p>
<p>Es gibt Knaben, die haben NICHT kein Begehren, sondern eben ein Begehren nach Männern, auch neben der Bereitschaft für Frauen! Aber das ist für Frau Emcke wiederum so unwichtig, wie ihr lesbisches Begehren es für die Heterosexualität ist. Und es gibt nicht nur Männer, die Knaben missbrauchen, sondern auch Knaben, die Männer ficken wollen! Doch das trauen sich viele Schwule nicht öffentlich auszusprechen! Damit nimmt man/Frau uns aber einfach einen Teil unserer sexuellen Biografie weg! Entsorgt in der Schublade „Missbrauch“!</p>
<p>*) Interessanterweise finde ich auf der hp von Emcke dann ein Video mit Diskussionsfetzen über Analverkehr. Und der jüdische Glaubensvertreter erzählt sinnigerweise, dass Mann und Frau im Bett zu Dritt – nämlich mit Gott seien… (&gt; Streitraum: <a href="http://www.carolin-emcke.de/de/topic/20.streitraum.html">Religion und Sexualität</a>)   Dass da der Schwule (schwule Sex) in die Quere kommt, lässt sich zwingend daraus folgern!</p>
<p><a href="http://www.fischerverlage.de/buch/wie_wir_begehren/9783100170187"><em>Carolin Emcke:</em> Wie wir begehren, S.Fischer 2012</a></p>
<p><a href="http://www.srf.ch/player/radio/reflexe/audio/carolin-emcke-wie-wir-begehren?id=ecf0b351-cf30-43cc-b091-6c5ea8571036" target="_blank">Interview mit Emcke</a> in SRF, Reflexe 3.4.12 30&#8242;</p>
<p>Wer sich darüber aufregt, dass Jungs gerne mit Männern ficken würden, der/die sollte sich mal fragen, wozu denn Jungs und Mädchen im Teeniealter schon miteinander die Fortpflanzung üben sollen, denn sie machen ja auch „erwachsene“ Sexualität, die „ihnen nicht entspricht“. Kinder waren nie dazu da, Kinder zu machen! Es ist egal ob Kinder miteinander ficken. Oder Erwachsene. Es sollte möglichst politisch korrekt sein. Aber das Machtgefälle lässt sich eben nur innerhalb des eigenen Geschlechtes relativieren oder umkehren und ausserhalb heterosexueller Normen! Das versucht auch Emcke zu schreiben, aber sie benennt es nicht!  ;)</p>
<p><strong>Zum Thema Mütter:</strong></p>
<p>Mütter und Homosexualität, <a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2013/03/Holst-Sohn-etwa-schwul-08.pdf" target="_blank">eine lustige Kolumne</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/2008/08/09/527-medien-irrefuehrende-berichterstattung-im-deutschen-qualitaetsjournalismus">Über eine &#8220;feministisch korrigierte&#8221; Studie in Südafrika, betreffend sexuell motivierte Gewalt</a></p>
<p><a href="http://www.arcados.com/wp-content/uploads/2012/08/Braun-Mutter-Interview.pdf">Braun:</a>  Ein aufschlussreiches Interview mit einer Mutter (PDF)</p>
<p><em>Alexander Markus Homes:</em> Von der Mutter missbraucht. Frauen und die sexuelle Lust am Kind, 2005, 458 S. (nicht zu verwechseln mit der US-Schriftstellerin A.M. Homes!)</p>
<p>- Prügel vom lieben Gott. Eine Heimbiografie, 141 S. NA 2012,  ISBN 978-3-86569-023-4</p>
<p>NDR: <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten519.html">Von der Mutter missbraucht</a>, Beitrag 45 min.</p>
<p><em>Louis Schützenhöfer:</em> In aller Liebe. Wie Mütter ihre Kinder unglücklich machen, Ueberreuter 2004, 176 S.</p>
<p><a href="http://www.arcados.ch/wp-content/uploads/2012/08/Olivier-Jokaste.pdf" target="_blank"><em>Christiane Olivier:</em> Jokastes Kinder</a>. Die Psyche der Frau im Schatten der Mutter, Claassen 1987, Paris 1980 (später TB bei dtv, sh. PDF Inhaltsverzeichnis)</p>
<p><a href="http://www.arcados.ch/?p=824"><em>Renate Juras:</em> 41 und 14, edition a, 2011</a></p>
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