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Ist es gut, wenn Schwule sich unter einen rosa „Pussyhat“ stellen?

Freitag, März 10th, 2017

Einige Schwule oder „Falschsexuelle“ haben sich dieses Jahr freudig der „Pussyhat“-Aktion angeschlossen und sich eine rosa Strickmütze mit zwei Ecken aufgesetzt, mit der sie am Tag der Frau auftreten wollen. Rosa ist die Farbe für Mädchen, wiewohl minu vor vielen Jahren einmal geschrieben hat, in Basel sei das anders gewesen!

Rosa war auch die Markierungsfarbe für Schwule im Konzentrationslager der Nationalsozialisten (1). Das aber dürften die Junghomos heute nicht mehr so genau wissen undwollten es die Frauen je wissen?

Ich habe von Kathrin Küchler vor Jahren (LIBS*) gelernt, dass die Lesben bei den Frauen/Organisationen nicht unbedingt willkommen gewesen sind. Lesben waren in der Schwulenbewegung immer wieder dabei, als „Einzel-masgge“, wie in Basel gesagt würde. Ich habe es noch erlebt, wie an einer der ersten HACH*-Versammlungen in Zürich die Lesben unter Protest die Konferenz verlassen haben. Und nach 40 Jahren ist die LOS* auch wieder aus gemeinsamen Räumlichkeiten mit Pink Cross ausgezogen.

Wir Schwulen sind in den letzten paar Jahren immer wieder für Solidarität mit anderen Gruppen angegangen worden. (LGBTI….) Aber die Frauen – quasi als historisch einzige Alternative zur Männlichkeit – sind nie für sowas mit Schwulen angefragt worden. Es gab meines Wissens auch nie eine Diskussion mit den Frauen darüber. Ich habe als Jungschwuler nur mitbekommen, dass Frauen „unsere Verbündeten“ seien im Kampf! Meine Lebenserfahrungen haben das Schritt für Schritt wieder relativiert. Die ersten Schwulendemos 1972ff in der Bundesrepublik Deutschland predigten damals „die Befreiung der Frau im Mann“.

Logisch ist es politisch vernünftig, „das Weibliche“ in der Gesellschaft vor Diskriminierung und Abwertung zu verteidigen! Aber bekommen wir von dort jemals etwas „zurück“? In der Diskussion um den Frauentag geht es auch immer wieder um die Gewalt gegen Frauen. Nur ist dann dies die Gewalt des Schweigens, die sehr oft bei sexuell motivierter Gewalt auf homosexuelle Söhne und auch Töchter in- und ausserhalb der heterosexuellen Familie eine grosse Rolle spielt. (2) Nach meiner begrenzten Erfahrung entziehen sich Frauen am liebsten den Diskussionen um die Homosexualität und sind auch nur schwer von gesellschaftlichen Parallelen zu überzeugen (3) Ich habe als Jungschwuler noch gelernt, dass nicht die Väter die Gefährlichen sind in der heterosexuellen Familie – es sind die auf ihre Söhne eifersüchtigen Mütter!

Kehren wir zurück auf die gesellschaftliche Ebene. Nach den Schwulen und den Lesben als „bewegte Minderheiten“ (oder auch umgekehrt!) 😉 kamen die Bisexuellen und Transmenschen dazu. So erweiterte sich in den letzten Jahrzehnten die Minderheit um weitere Buchstaben… Alle diese Buchstaben-Menschen stellen eine selbstverständliche Forderung an Schwule um Solidarität.

Alle diejenigen „Minderheiten“, die also von Frauen geboren worden sind und dann weggeschoben wurden, hängen jetzt an den Schwulen – und von mir aus auch an den Lesben. Denn eigentlich wäre es von allem Weltanfang Sache der Eltern gewesen, sich um JEDES Stück Fleisch und seine Lebensaussichten zu kümmern, egal ob es „behindert“ oder „krank“ oder irgendwie falschsexuell ist. Und jetzt sollen die Schwulen – mit allen Buchstabenmenschen – die quasi diesen „Abschaum aufgenommen haben“, mit Frauen solidarisch sein!?

Aber wollen das denn die Frauen auch? Oder wen von den Buchstabenmenschen wollen sie und wen wollen sie partout nicht – und warum? Gibt es Solidarität nur mit den „gebürtigen Frauen“ oder auch mit „feminisierten“ oder transsexuellierten Männern, oder nur mit denen, die „richtig unter dem Messer umgewandelt“ worden sind? Fragen über Fragen, die keineR stellt im Enthusiasmus der politischen Solidarität! Wenn schon Schwule Mühe bekunden, andere Buchstabenmenschen zu verstehen und sich mit ihnen zu solidarisieren, wie diese es ganz heftig wünschen, haben dann Frauen keine Probleme mit der „aufgedrängten Solidarität“ von Schwulen mit Anhang?

Von anderen Hautfarben und Ethnien gar nicht zu schreiben. Ich will daran erinnern, dass zurzeit der „bekämpfteste Bock“ im Sexismus, der hetero-sexuelle/Cis-sexuelle weisse Mann ist. Aber gibt es die gleichen Probleme nicht auch mit den hetero Böcken in den verschiedenen Hautfarben? (Und sind das in Sexualität und Politik nicht auch die begehrtesten/gewähltesten?)

Schon Hugo Loetscher hat übrigens darauf hingewiesen, dass unter den farbigen Menschen in deren Kultur immer diejenigen als „Wertvorbild“ dienen, die am „hellsten gefärbt“ seien.

Ich will keiner Entsolidarisierung irgendwelcher Art hier nach dem Mund schreiben. Aber in Bezug auf James Baldwin und seinen neuesten biografischen Film sage ich: Ich bin nicht Euer Schwulo! (4)

Peter Thommen_67, Schwulenaktivist

P. S. „Wenn es etwas gibt, was Heteros stört, dann ist es vielleicht nicht so sehr der Akt, sondern dass sie darüber nachdenken sollen.“ Egbert Hörmann: Hurra ein Junge! 1997, S. 14

Bei einer Fifa-Podiumsdiskussion in Zürich (2017) wurde Thomas Hitzlsperger etwas wichtiges gefragt. Ob es nötig sei, dass man aufsteht und über seine homosexuelle Orientierung redet, wollte Clarence Seedorf wissen. Er sehe keine Heterosexuellen, die das machen: «Warum ist es etwas, über das man reden muss?»

„Weibliche Homosexuelle sind nicht nur psychologisch von den männlichen verschieden: die Dimension gesellschaftlicher Diskriminierung ist bei ihnen ebenfalls nicht mit jener gleichzusetzen, der homosexuelle Männer ausgesetzt sind.“ (Paul Parin: „The Mark of Oppression“, Psyche Heft 3/1985, S. 198)

„Ach, er konnte es nicht ausstehen, dieses Wort, schwul. Für ihn war es eine befremdliche Kategorie, beschrieb einen Lebensstil, der wenig lebensbejahend war. Nein, er bevorzugte das Wort Schwuchtel, das hatte Schlagkraft, Biss, war geradlinig, streckte selbstbewusst das Kinn nach oben, und es war gegenwärtig auch nicht selbstabwertender als beispielsweise „Amerikaner“. (Larry Kramer, Faggots/Schwuchteln S. 31)

„Ein Menschenleben bekommt durch die ambivalente Einstellung destruktiven Charakter. Die ganze Existenz ist von zunehmender Selbstzerstörung geprägt. Der Homosexuelle, der das innere „coming out“ geschafft und die zur Ambivalenz führende Illusion einer austauschbaren Identität durchschaut und aufgegeben hat, empfindet es als tiefes Glück, „anders“ zu sein, denn dieses Anderssein ist für ihn das Siegel seiner Besonderheit.“ (Schellenbaum: Abschied von der Selbstzerstörung, Kreuz 1987, S. 106/107)

„Immer wieder sehe ich in meiner Praxis die Verletzungen und Schäden, die entstehen, wenn schwule Männer sich selbst nicht annehmen können und – schlimmer noch – sich selbst und andere nach heterosexuellen Massstäben beurteilen. Verinnerlichte Homophobie zwingt schwule Männer oft, grausam gegen sich und andere zu sein.“ (Kort: schwul und cool, S. 20)

Die Krise des Heteromannes beginnt mit der Angst vor dem ‚weiblichen‘ Element, das er sich bei Homos immer zurecht phantasiert. die Angst vor der Frau wird auf Schwule projiziert, denn vor dem Schwulen muss ER das fürchten, was er ständig an der Frau vornimmt, aber niemals an sich selbst gestatten würde.

Drum wäre schon längst eine Diskussion zwischen der Frauen- und der Schwulenbewegung fällig. Die beiden gefallen sich aber im ‚blinden‘ Kampf gegen die Heteromänner, deren heutige Generation nicht mehr geändert werden kann, deren Söhne und Töchter aber um diesen Dialog einmal froh sein könnten. Peter Thommen (Basler Gay Zeitung Nr. 15, 10.03.1984, S. 6)

* HACH Homosexuelle Arbeitsgruppen der Schweiz (1974-1995, sh. schwulengeschichte.ch!)

LIBS (Lesbische Initiative Basel)

LOS (Lesben Organisation Schweiz)

1)  Ich bevorzuge das ausgeschriebene Wort. Die Polizei verwendet übrigens zum Teil bis heute immer noch gerne die Abkürzung „Homo“. 😉

2)  siehe auch meinen Text zum Frauentag vom 8. März 2011! und über Frauen und Schwänze aus 2012!

3)  Claudia Müller: Mein Sohn liebt Männer (Buchbesprechung)

4)  „I Am Not Your Negro!“

Die Ärgernisse des Jahres 2015

Dienstag, Dezember 1st, 2015

Nachdem Toni Bortoluzzi (SVP, nicht mehr zur Wahl angetreten) bereits 2014 über die Schwulen befand, sie hätten einen „Hirnlappen, der verkehrt herum läuft“, stach Hans Fehr (SVP)* 2015 nach, mit dem Vorschlag, das Alter von Flüchtlings-Kindern mit „Penismessungen“ zu bestimmen.

Einige MitGlieder dieser Partei haben sehr wohl verkehrt herumlaufende Hirnlappen! (Man sollte sie „ausschaffen“!)

Das erste Ärgernis bildete eine Arena im Februar 2015, in welcher über die „Homo-Ehe“ diskutiert worden ist. Darin diskutierten Schwule erst in zweiter Reihe mit. Da legte sich von rechts Verena Herzog (NR TG, SVP) ins Zeug , sowie der Mediensprecher Gracia des Bistums Chur (Huonder) und von links Jaqueline Fehr (NR ZH, SP). Wobei Leonard an ihrer Seite als „bürglicher Homo“ recht schwach wirkte.

Mir missfällt grundsätzlich, wenn ÜBER Schwule diskutiert wird und nicht MIT ihnen! Und es gibt ein falsches Bild, wenn nur über weibliche Romantik diskutiert wird und nicht auch über die wahren Gründe der Schwulendiskriminierung, besonders im Zusammenhang mit der katholischen Kirche. Das ist auseinanderzuhalten und nicht zu vermischen! Frauen werden anders diskriminiert als Männer und einer Mutter wird schwerlicher ein Kind das sie geboren hat, weggenommen als einem Vater.

Sind wir also schon wieder hinter die Telearena von 1978 zurückgefallen, in welcher historisch ERSTmals öffentlich MIT Schwulen (leider nicht auch mit Lesben) diskutiert worden ist?

Ich muss auch feststellen, dass die jüngeren Schwulen gar nicht mehr wissen, weswegen sie diskriminiert werden – nur noch, dass sie nicht diskriminiert werden dürften.

Bischof Huonder hat im Sommer sich schön hinter einem Bibelzitat versteckt, um die wahre Gottferne des schwulen Aktes nur anzudeuten! Und die Schwestern von PinkCross haben mit ihren Flügeln wie wild geflattert und in Aufregung gemacht. Das Thema der analen Penetration kam aber nirgendwo auf den Tisch der öffentlichen Diskussion! Und das im 21. Jahrhundert!! (siehe auch: swissgay.info Nr. 4, vom September 2015!)

Zuletzt ist die politische Dummheit von Homosexuellen zu kritisieren, die doch tatsächlich glaubten, einen Bischof wegen eines Bibel-Zitates vor Gericht bringen zu können! Der weiss eben schon, wie er sich aus der Schusslinie nimmt! Und die Schwulen haben ihn gar nicht öffentlich in die Diskussion genommen! Schämt Euch!

Ende September war ich an einer Diskussion der Grün-Liberalen Partei, Sektion Basel über die Öffnung der Ehe. Nebst mässigem Aufmarsch waren doch immerhin eine Handvoll Homosexuelle auch anwesend. Aber was ich mir da anhören musste, war einfach ärgerlich! Eine Frau reklamierte die „Öffnung der Ehe“ deswegen, weil sie sich für eine Universitätsstelle beworben hatte und als Zivilstand „Eingetragene Partnerschaft“ angeben musste. Dadurch fühlte sie sich „diskriminiert“ Sie hätte lieber gleich „verheiratet“ angegeben. Bei den Frauen ist das so eine Sache. Sie kamen zu den Männern und wollten Hilfe bei der Kampagne für diesen „dritten Zivilstand“. Und nachdem wir ihn hatten (Dank Ruth Metzler, CVP, BR 1999-2003), „verschwanden“ sie einfach wieder aus der Öffentlichkeit. Vergessen werde ich auch nicht, die Reklamationen von Seiten von Lesben, als die neuen Steuerformulare in Basel mit der Angabe des neuen Zivilstandes ausgestattet worden waren. Frau fühlte sich „diskriminiert“. Man könnte auch noch ans SchleZ erinnern und die damalige Diskussion um die Aids-Präventionsplakate, die Lesben nicht aufgehängt haben wollten.

Ihr seht, die Diskussionen mit den Frauen stehen noch immer an. Es gab an der Telearena 1978 keine Zeit und in all den Jahren nachher auch nicht! Und es scheint auch kein Bedarf vorzuliegen! Mir scheint aber – nach diversen Diskussion in meinem Umfeld – dass Frauen weder die Gründe der Schwulendiskriminierung, noch die Gründe für ihre eigene Diskriminiung (als penetrierte Menschen) erkennen können oder wollen. Diskussion darüber ist ihnen meist peinlich! Es soll alles unter dem Nebel von „wir sind doch alle Menschen“ verschwinden. Das ist politisch inakzeptabel!

Mir scheint auch, dass die Aids-Prävention sich in diese Richtung entwickelt hat. Es wird nicht über die Notwendigkeit der analen Penetration diskutiert, sondern „durchgetestet“ und wo irgend nur möglich, die kondomlose Variante möglich und akzeptabel gemacht. Gerade nach der Aidskatastrophe der Achtziger mit Ebola-Ausmassen, die offenbar bereits vergessen ist, kann ich als Schwuler diese Politiken noch einmal NICHT akzeptieren.

Da ist eine arabisch-moslemische Feministin etwas genauer in der Unterscheidung zu den Männern: „Lesbische Frauen werden im Übrigen milder behandelt. Über sie wird keine Todesstrafe verhängt, aber auch ihnen droht die Strafe durch auspeitschen.“ (Dr. Elham Manea, Politologin, forscht im islamischen Recht, in Genderfragen und Islamismus in Pink Mail Nr. 4, 2015, S. 24)

„Weibliche Homosexuelle sind nicht nur psychologisch von den männlichen verschieden: die Dimension gesellschaftlicher Diskriminierung ist bei ihnen ebenfalls nicht mit jener gleichzusetzen, der homosexuelle Männer ausgesetzt sind.“   (Paul Parin: „The Mark of Oppression“, Psyche Heft 3/1985, S. 198)

 

Peter Thommen_65, Schwulenaktivist, Basel

*  „Für Fehr (SVP) gibt es auch keinen Grund, Schwule und Lesben vor Diskriminierung zu schützen. «Wer heute Homosexuelle öffentlich beleidigt, wird doch sowieso sofort als ‹Spinner› qualifiziert und nicht mehr ernst genommen.» Die Bevölkerung entscheide  selber, wann es zu Diskriminierung kommt und würde diese auch sofort bekämpfen. «Dafür brauchen wir doch keine Gesetze».  (20min 12.3.15)

Die bzbasel schreibt als einziges Medium, worum es eigentlich bei der Schwulendiskriminierung geht!  Ausgabe vom 24.12.15

Wegen Pause des Tuntenballs: Erinnerungen an den von 1992

P.S. Das schwule Gassenblatt vom Dezember ist hier zu lesen

 

Nachtrag

Mit einem Beitrag von Fanny Jiménez in der Sonntagszeitung vom 15.11.2015 „erlebte das Schwulen-Gen XQ28“ eine Neuauflage. Die „Wissenschaftsjournalistin“ konnte der SoZ eine längst überholte Theorie verkaufen. Sie ist inzwischen 20 Jahre alt und nie in Gebrauch gekommen. Diese genetischen Untersuchungen sind immer zu eng begrenzt, um als repräsentativ gelten zu können. Im Übrigen sind die „homosexuellen Aktivitäten“ viel grösser als nur diese „Orientierung“ und sehr viele heterosexuell Orientierte nutzen diese Variante gerne „mit“.

Interessierte mögen besser folgende Untersuchung lesen: Bell/Weinberg: Der Kinsey Institut Report über weibliche und männliche Homosexualität, dt bei Bertelsmann 1978, 540 S. Oder diejenige von Dannecker und Reiche aus 1974: Der gewöhnliche Homosexuelle.

Siehe auch: Welche Mehrheit darfs denn sein?

 

Schwule heilen!

Donnerstag, Dezember 25th, 2014

Gerade um Weihnachten herum können wir dieses Wort am besten verwenden. Wenn der „Heiland“ kommen soll, dann soll derjenige kommen, der alles wieder „ganz“ macht. Daher sollten wir das Wort in richtigem Sinne verwenden: Schwule wachsen so fragil und mangelhaft auf, dass sie der Heilung, also des Ganzwerdens bedürfen!

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich auch an „Reparativtherapien“, bei denen mir letztlich klar geworden ist, dass sie für Schwule durchaus einen Sinn machen können! Natürlich geht es nicht darum, sie von Homosexualität zu „heilen“, oder sie zu einer Heterosexualität zur „reparieren“. Aber es geht darum, eine Heilung zum ganzen Schwulen und eine Reparatur von der Beschädigung als Nur-Heterosexueller zu erreichen. Dies gilt natürlich auch für Bisexuelle und Heterosexuelle.

Auch unter Fortpflanzungs-Sicht wird der nur hetero Mann von der Mutter alleine ja nicht zum ganzen Mann gemacht. Aber bedarf ihrer lebenslang und sucht daher immer nach einer Frau, die ihn „ganz“ machen soll. Das könnte man die „heterosexuelle Gefangenschaft“ nennen. Das was als „Ganzheit“ begriffen wird, weil für die Fortpflanzung absolut notwendig, wird uns als Natürlichkeit und in hervorragender Absolutheit dargestellt. Nun aber „pflanzt“ sich der Mensch nicht andauernd „fort“, wie wir heute alle wissen. Die Arbeit ist genauso wichtig. Denn ohne Arbeit ist die erfolgreiche Fortpflanzung und Aufzucht von Kindern nicht möglich. Wir leben nicht mehr im Paradiesesgarten. Und in dieser alten Geschichte wurde ja auch nicht fortgepflanzt, sondern gearbeitet, erschaffen. Dies wird immer einfach vergessen. (Mir geht es hier nicht um Tatsachen, sondern um kulturelle Träume, die unhinterfragt propagiert werden!)

Die Fortpflanzung mussten die Menschen ausserhalb bewerkstelligen und auch erst lernen. Und um dies anzuregen, war sie mit Lust verbunden. Der „Preis“ war die Mühsal der Arbeit. Doch vorerst blieb die Lust den Männern vorbehalten! Bis vor hundert Jahren wurde den Frauen keine Lust zugestanden. Das störte die Fortpflanzung und leugnet noch heute die allgemeine und körperliche Lust von Kindern, die ja gerade das Produkt davon sind! Also nicht nur der Lust des Mannes!

Interessant an der Diskussion um die Sexualinformationen an Kindern ist die Einstellung von Eltern, die ein persönliches Recht darauf beanspruchen, was eh die wenigsten einlösen – und besonders von Müttern, die soweit gehen, dass die allgemeine Lust der Kinder solange wie möglich „unter Kontrolle der Mutter“ bleiben soll. Kürzlich hat eine solche in einer Zeitung von „der Intimität mit der Mutter“ schwadroniert, die solange wie möglich nicht „aufgebrochen“ werden soll…

In der gleichgeschlechtlichen Kombination mit Töchtern kann ich mir so etwas vielleicht noch vorstellen. Aber was diese Intimität mit ihren Söhnen soll, die möglichst lange, nämlich bis zur Partnerinnenwahl aufrechterhalten werden solle, das ist nicht einsichtig.

Ich frage mich schon lange, woraus die Gewalt gegen Frauen gespiesen wird. Die Schwulen mussten sich – zwangsläufig – mit der Gewalt gegen deren Formen von Weiblichkeit auseinandersetzen, um sie wenigstens ein wenig steuern, oder um sie sogar überleben zu können. Eine Diskussion darum mit den Frauen hat so recht eigentlich nie stattgefunden. Dieses Tabu hält sich trotz „Schwulenfreundinnen“ hartnäckig bis heute. Ja, in der Genderdiskussion wurde schon kritisiert, wie Tunten die Weiblichkeit verhöhnen würden…

Meine Eindrücke von allen Seiten lassen mich vermuten, dass durch das stete nicht Loslassen von Seiten von Müttern, Freundinnen und Ehefrauen, die Männer nicht heil oder ganz werden können. Die ewige Abhängigkeit von ihnen in zentralen Lebensbedürfnissen im Sex, muss zu gewaltsamen Abtrennungen, zur Revolten führen. Gleichzeitig wird das „schlechte Gewissen“ aufgebaut, das diese Befreiung verurteilen und verhindern soll. „Verschleierte Abhängigkeiten“ hat das mal eine Frau genannt, ohne direkten Bezug hierauf zu nehmen. (1)

Die Intimität, die gewisse Mütter wünschen, mit ihren Kindern und Söhnen, zeigt auch die Abhängigkeit von Frauen von ihren Kindern an. Aber wann sollen sie denn selbständig werden und auf eigene Füsse kommen – wie die Schwulen? Ist es nicht so, dass Mütter nicht mehr eigenständig und auf eigene Füsse kommen wollen? Und woher nehmen sie sich dieses Recht auf die Söhne, was sie als Naturrecht für sich beanspruchen? Am Punkt, an welchem die Mütter von ihren Söhnen (vor allem) geliebt werden wollen, bauen sich bei Schwulen einige Probleme auf. Denn noch deutlicher als die heterosexuell Ausgerichteten, wollen diese mit der Homosexualität auch weg von der Frau als der Leitfigur ihres Lebens! Bei den „Schwulenfreundinnen“ ist die Grenze nämlich dann erreicht, wenn der Schwule auch der Ehemann oder der Sohn ist!

Vergessen sind die Zimmermänner und Handwerksburschen, die auf Wanderschaft gehen mussten und sich von Müttern und Familien trennten! Auch schon bald vergessen ist die Schwulengruppe der 80er Jahre, die den Mann von seiner Frauenabhängigkeit befreien und ihn in der Männergruppe heilen wollte. Die Junghomos von heute werden mit den üblichen „heterosexuellen“ Ängsten beladen und in den Konsum gezwungen, um Aussicht auf einen anderen Mann zu haben. Speziell geschulte Psychotherapeuten und Coachinghelfer sollen die Probleme aus den bürgerlichen Widersprüchen individuell lösen helfen. Gegen gutes Geld natürlich.

Wenn das Geld im Kasten klingt, die arme schwule Seele in Therapie und Luxusferien entspringt. Frei nach Martin Luther. Amen

Peter Thommen_64, Schwulenaktivist, Basel

Über Konversions-„Therapien“

1) Hedda Herwig: „Sanft und verschleiert ist die Gewalt“, Rowohlt 1992. Herwig weist auf  S. 40 auf Verschleierungstaktiken von zwei Frauen gleichzeitig hin. Die erste ist Alice Miller, in einem Bezug auf das Verhältnis von Franz Kafka zu seinem Vater, sowie Kafkas Mutter, die einen Brief an den Vater an dessen Sohn zurückschickt und sich weigert, die Botin zu spielen. Seilschaften, die wohl erst noch aufgedeckt werden müssen.

Wie Millers Sohn kürzlich enthüllt hat, war Alice selber privat weitgehend fern von den Prinzipien, die sie nach aussen vertreten hat!

P. S. Was die Sexualität von Kindern betrifft, sollen mir keine Heteros/as was vormachen!  Und die Erwachsenen machen da voll mit – beim Spielen…

Schon Kinder können wissen, wie fabelhaft  sie werden können! 😛

von der Homophobie zum Anti-Homosex-ualismus

Mittwoch, November 12th, 2014

Die vergangenen Jahrzehnte waren geprägt von Unwissenheit und Homophobie. Doch heute stehen uns so viele Informationen über Sexualität zur Verfügung, dass keineR mehr Unwissenheit vorheucheln kann. Wir können übrigens auch nicht alles auf Homophobie (also Angst vor Homosexualität) zurückführen.

Die neuesten Aktionen „gegen die Homosexualität“ sind motiviert von aktivem Anti-Homosexualismus. Das heisst, dass wie beim Antisemitismus, die alten Argumente weniger wichtig sind als die Beweggründe! Es geht gegen die „Homo-Ehe“ und die „Rettung der Familie“. Mit anderen Worten: Es darf keine Alternative zur heterosexuellen Familie geben, weil diese ist heilig, nichts darf über ihr stehen!

Doch diese Ehe- oder Familienform ist relativ jung in der Geschichte. Sie ist auch stark geprägt von den Entwicklungsform des Kapitalismus. Sie passt sich auch immer wieder an, aus purer Notwendigkeit. Aber wo kommen wir hin, wenn die anderen Formen die gleichen Wünsche und Hoffnungen bieten wie die Tradition?

Ich bin der Meinung, dass die Homosexellen sich die Last der Tradition nicht auch noch aufbürden sollten. Die eingetragene Partnerschaft als gleichberechtigter Zivilstand sollte ausreichen! Mit ihr behalten wir auch die Selbstverantwortung und die Selbstgestaltung in unseren Händen! Die eP könnte man auch erweitern auf mehr als nur 2 Personen. Und statt hochtechnisierten Fortpflanzungsmethoden liessen sich Erweiterungsmöglichkeiten per Adoption oder „Einpartnerung“ finden.

Dass die BaZ ohne Kommentar der Redaktion einem Evangeliban als „Pfarrer“ eine ganze Spalte überlässt sagt auch etwas aus! Ich habe nichts gegen Leserbriefe und „Freie Meinungsäusserung“ in Blochers Print. Allerdings erwarte ich von einer Zeitungsredaktion, dass sie sich nicht hinter Schweigen versteckt, wenn sie Raum für „Altlasten“ über Homosexualität zur Verfügung stellt!

Und nochmals: Die alten Leiern sind gar nicht so wichtig. Wichtiger ist doch, dass sie wieder aufgewärmt an „seriösem Platz“ erscheinen dürfen…

Nebst den formalen Fehlern über die Jugendgruppe „Anyway“ finden sich in Reinhard Möllers Text Scheinargumente und Fehlinterpretationen nach dem Muster der „Taliban“. Die meisten Vergewaltigungen finden wohl in der heiligen Ehe statt, ohne dass sie abgeschafft würde!

Schon Gisela Bleibtreu-Ehrenberg hat 1978 davor gewarnt, dass nach all der Emanzipation in Zukunft immer noch der „Kinderschutz“ für die Manipulation der Gesellschaft herhalten müsse!

Es bildete sich bald eine neue Derivation heraus (Homosexualität als stete Kindergefährdung), die das Fortbestehen der Ächtung ‚vernunftgemäss‘ erscheinen liess.“ (Tabu Homosexualität 1978, S. 405/406)

Damit wird hartnäckig festgehalten, dass Homosexualität keine „natürlichen“ Wurzeln in der Kindheit und Jugend haben kann! (Die Diskussion wird mit „Pädophilie“ sehr schnell verhindert!)

Reinhard Möller missbraucht die Sexualinformationen über „Tatsachen des Lebens“ (Quentin Crisp) für die Forderung nach Öffnung von Schulen für die (seine) „jüdisch-christlichen“ GLAUBENS-Anliegen! Wahrscheinlich würde er sich sogar gegen jüdisch-moslemische Glaubens-Anliegen genauso wehren! (Aber dafür ist die BaZ-Redaktion wohl zu dumm, um das zu merken.)

Der Trick der Anti-Homosexualitäts-Prediger liegt in einer falschen Umkehr der Tatsache, dass nicht Mehrheiten diskriminiert werden, sondern Minderheiten. Als wenn sich Weisse beschweren müssten, sie würden von Schwarzen diskriminiert. Wenn Reinhard Möller sowas gedanklich nicht schafft, ist er ganz sicher nicht ein studierter Pfarrer! 😛

Peter M. Linz, Vizepräsident der SVP Schwarzbubenland und Mitglied der AUNS, stösst – verständlicherweise – ins gleiche Horn! In dieser Partei wird die Mehrheit der Inländer auch von der Minderheit der Ausländer „diskriminiert“!

Er glaubt, „die Unfruchtbarkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen soll durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung künstlich aufgehoben werden.“ Er vergisst dabei nur, dass die Techniken ausgerechnet für Heterosexuelle entwickelt worden sind, die von Natur aus unfruchtbar sind und glauben, ein „natürliches Recht“ auf Fruchtbarkeit und „eigene“ Kinder zu haben! Und in der Bundesverfassung übrigens sind alle Menschen gleichWERTIG ohne Bezug auf ihre Sexualität!

Es geht seit einiger Zeit für uns also nicht mehr darum, Unwissende, homophobe, oder störrische Gläubige aufzuklären, sondern darum, durchaus Wissende mit dem Missbrauch von falschen Argumenten zu ihren politischen Zwecken zu konfrontieren! Die verstorbene Schwulenbewegung kann nichts mehr tun. Obs die Junghomos merken?

Peter Thommen_64, Schwulenaktivist, Basel

P.S. Der ref. Kirchenrat des Kantons Basel-Stadt hat sich distanziert, desgleichen auch Pfr. Frank Lorenz von der Offenen Kirche!

Reaktionen sind erbeten auf  thommen@arcados.com

für Bibelforscher 😉

Gabriele Kuby: Die globale sexuelle Revolution

Mit anderen Worten gesagt:

Bernhard Pörksen: „Na, ich glaube, man muss es schon ernst nehmen, aber weniger im Sinne der Medienmacher. Denn es geht ja darum, dass RussiaToday auf Deutsch ja eigentlich das Schüren von Medienverdrossenheit als journalistisches Programm verkauft. Und das ist ein durchaus hochinteressanter Versuch, weil hier – dahinter steht ja der Kreml – staatlich gelenkte Öffentlichkeit den Schulterschluss mit der Gegenöffentlichkeit, der Medienverdrossenen gegen Öffentlichkeit sucht. Also es ist die Inszenierung von Staatsöffentlichkeit als Gegenöffentlichkeit und die Entdeckung von aktueller Medienverdrossenheit als publizistische Marktlücke. Und das macht RT Deutsch, das ja sonst journalistisch wenigen Ansprüchen nur zu genügen vermag, durchaus dann interessant als Zeitindiz, als Symptom. „(Deutschlandfunk)

Die Entdeckung von Unduldsamkeit gegenüber den Schwulen und der Verdrossenheit von Heteros als agitatorische Marktlücke! 😉

Nicht die Homosexualität ist schuldig geworden an den Nationalsozialisten, nicht die Homosexualität trägt die Schuld für den Missbrauch von Menschen. Es waren die Nationalsozialisten, die Homosexuelle für ihre Politik missbraucht haben, nach innen zum Gehorsam, nach aussen als Projektionsfläche für das gemeine Volk.

Es ist die Religion, die die Homosexualität für ihre Politik missbraucht – nach innen zum Gehorsam irgendwelchen Führern gegenüber. Nach aussen zur Projektion, um von den Machtverhältnissen abzulenken.

Denn Religion ist eine Ideologie, mit der Menschen geistig missbraucht werden können. Der sexuelle Bereich ist mit dabei. Drum wird quasi jetzt das Pferd von hinten (!) aufgezäumt.

Männerliebe war nie ein Problem, nur die Lust mit der Prostata. Amen

 

enttäuscht von der Schwulenbewegung!

Freitag, Juli 18th, 2014

Die Schwulenbewegung (1) war – in der Folge der Studentenbewegungen – angetreten, um die bürgerlichen Widersprüche in Strafgesetzbuch und Gesellschaft aufzudecken. Die traditionell „unsichtbare“ Vereinigung der „Homophilen“ hielt sich bisher streng an das Gesetz und die bürgerliche Moral! Aber schliesslich geschahen in jenen Jahren einige spektakuläre Morde an Schwulen, die das Thema in die Medien und in die Öffentlichkeit brachten. Dies wiederum erforderte „unsere Stellungnahme“!

Doch wofür oder wogegen haben sich bewegte Schwule engagiert? Das scheint heute in einem „Meer“ von „queeren“ Aktivisten bereits nicht mehr bekannt zu sein!

Ehemalige politisch Aktive sind entweder in Pension, oder in eine eingetragene Partnerschaft „gegangen“, oder träumen vor ihrem Ableben noch von einer „Eheöffnung“! Gar nicht zu übersehen sind die neuen Junghomos von links bis rechts, die nicht warten können, dieses hetero Klischee als Hintertür für eine – wie auch immer geartete – „gesellschaftliche Toleranz“ politisch missbrauchen zu können. (2)

Ich glaube nicht daran, dass sich die „Hetero-Ehe“ an die künftigen wirtschaftlichen Bedingungen anpassen lässt. Eine „Eingetragene Partnerschaft“ allerdings schon. Was den Schutz der Kinder betrifft, so ist die Familie genau der Platz, in dem sie in den meisten Fällen Schaden nehmen. Das vergessen vor allem viele Schwulen. Sie vergessen ihre eigene Biografie. Aber die mainstream Politik besteht darin, solche Familien auf Kosten des „Kindeswohls“ und trotz vieler Widersprüche, um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Weil das vor allem eine Glaubensfrage ist. Ich fürchte, dass „Homosexuelle“ dies den Hetero/as nachmachen!

Ich hoffe auch sehr, dass vielen Männerliebenden klar geworden ist, dass es in einer „globalisierten“ wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr nur darum gehen kann, mit einem Mann von irgendwoher zusammenwohnen und damit dem „bösen Milieu für immer entfliehen“ zu können! Aber das scheint noch nicht in Frage gestellt zu werden…

Mich bekümmert, dass die historischen Fakten der letzten Jahrzehnte einfach verdrängt und nicht aufgearbeitet werden: Homosexuelle haben – wie Juden auch – vielfach in politischen (/heterosexuellen) Kämpfen mitgemacht, in der Hoffnung, letztlich für sich selber einen besseren Platz abzubekommen. Doch dies ist selten wirklich erfolgt.

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Ein italienisches Männermodemagazin hatte 1981 die „Vorausschau“!

Vor allem darum, weil die gesellschaftlichen Widersprüche, an denen alle leiden, stetig weiterwachsen – und immer schneller.

Die Gesetzesgeschichte

Vor dem Inkrafttreten des eigenössischen StrGB 1942, gab es die einzelnen kantonalen Gesetzbücher! (3) (Siehe eine Liste bei Hirschfeld, S. 848 f!) Witzig ist die Tatsache, dass es Parlamentarier gab, die allen Ernstes die Masturbation auch bestrafen wollten. Aber davon hat man dann doch abgesehen.

Das erste schweizerische Strafgesetzbuch (4) (Als „das von 1937“ bezeichnet) galt offiziell von 1942 bis 1992, also ganze 50 Jahre! Alle glaubten daran, auch das Bundesgericht, denn es schützte den politischen Widerspruch zur Verfassung: Heteros sind gleicher als Andere, sie hatten Selbstbestimmung ab 16 Jahre, die Homosexuellen erst ab 20 Jahre! Zudem war die gleichgeschlechtliche Prostitution bis ans Lebensende verboten. (5) Der Gesetzestext enthielt zudem eine Ungenauigkeit in der Formulierung: „wer eine gleichgeschlechtliche Person … verführt“. Hier die Diskussion darum, wie oft denn hintereinander diese Person „verführt“ werden konnte… (hier im club68-Magazin vom Juli/Aug. 1968)

In den revidierten Artikeln (hier 187), die schliesslich 1992 in Kraft getreten sind, taten sich schnell neue Widersprüche auf. Bald wurden die „Verjährungsfristen“ verlängert – bis zur Unverjährbarkeit. Nach 50 Jahren Erfahrung hatten Justiz und die Fachleute kurze Verjährungsfristen empfohlen. Aber Aufklärung und Prävention waren an einem kleinen Ort geblieben. Wenn, dann wurde und wird aus verschiedensten Kreisen – vor allem aus der „Familie“ gegen Öffentlichkeitsarbeit an Schulen opponiert. Leider ist der „Tatort“ mit der grössten Gefahr eben diese Familie, die das aber nicht wahrhaben will! (6)

Die Geschichte des Schutzalters (7)

Die Bestimmung des „Schutzalters“ hat eine eigene kleine Geschichte. Verschiedene Kantone hatten früher ein tieferes als die 16 Jahre – oder gar keines. (Drum schnellten in den 40er Jahren die Strafverfahren erst in die Höhe!) (Hier finden sich noch Äusserungen aus der Vernehmlassung betreffend die Revision von 1992!)

Die Expertenkommission hatte 14 Jahre vorgeschlagen. Mindestens eine Kommission für Rechtsfragen des Parlamentes hatte sich auf 15 einigen können. Noch war auch die „Jugendliebe“ in der Diskussion, so dass der Vorschlag für die 3 Jahre Unterschied über das Schutzalter hinweg Gnade vor Parlament und in der Abstimmung gefunden hat. Immerhin meldete sich die HACH noch 1991 zum Thema Altersgrenze (Basler AZ, 20. Juni 1991) und eine „Initiative lesbisch schwule Jugend Schweiz“ äusserte sich begeistert.

Die Geschichte geht weiter!

Seit 1. Juli 2014 ist schon wieder eine Änderung in Kraft. KeineR fragte nach den aktuellen ökonomischen Bedingungen der Jugendlichen, MigrantINNen oder ZuwanderInnen/er. Keine Diskussion über den Leistungs- und Konsumdruck, unter dem sie stehen…

Bezahlsex“ ist jetzt von 16-18 auch verboten! Mit dem moralischen Kreuzzug gegen „sexuelle Ausbeutung“ werden sie nun „geschützt“ bis zum 18. Geburtstag.

(Derweil wurde – realistischerweise – in Bolivien das Gesetz im Parlament nach der Realität geändert und Kinder können nun ab 10 Jahre selbständig arbeiten, wie kürzlich berichtet wurde! Ganz gegen „internationale Vorschriften“!)

In der Schweiz wurde verschiedentlich der Vorschlag gemacht, das aktive Stimm- und Wahlrecht von 18 auf 16 Jahre zu senken (> googeln!). Sogar Bundesrat Didier Burkhalter findet das gut. (Hier die Diskussion im Kanton Luzern)

Interessant, dass im Sexualbereich diese Überlegungen dann nicht gelten! André Weissen, Arzt und CVP-Grossrat in Basel, wies am 26.01.2009 in der BaZ ausdrücklich darauf hin, dass 16jährige durchaus „urteilsfähig“ seien!

Die Tendenz, für Alkohol-Konsum und Fahrberechtigungen, das „Schutzalter“ zu senken, ist nicht zu übersehen. Die Kinder nehmen sich ja die Erwachsenen zum Vorbild!

Die Geschichte des Gesetzes zur Pornografie

Auch bei der rechtlichen Behandlung der Pornografie sind Änderungen vorgenommen worden: Zur „harten“ Pornografie zählen jetzt auch Darstellungen bis zum 18. Lebensjahr – neben Tieren und Gewalt. Weggefallen sind die „menschlichen Ausscheidungen“ (Dies hat das Schwulenbüro Pink Cross schon seit längerer Zeit gefordert und dies macht die Schweiz EU-kompatibel.) Die ParlamentarierInnen, die das damals „zur Wahrung der Würde der Frau“ gefordert und bekommen hatten, haben sich nicht mehr gemeldet.

In der Pornografie hat sich aber ein neuer Widerspruch aufgetan: 16jährige dürfen zwar mit Erwachsenen Sex haben, aber der Zugang zu diesen Darstellungen ist ihnen verboten.

Wenn Jugendliche von 16-18 nun untereinander Sex haben und dies festhalten, dann ist dies zwar für Erwachsene verboten, aber unter Gleichaltrigen erlaubt. Die galante Lösung:

8) Minderjährige von mehr als 16 Jahren bleiben straflos, wenn sie voneinander einvernehmlich Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 herstellen, diese besitzen oder konsumieren.“

Die Minderjährigen dürfen damit immerhin nicht handeln. Mich laust der Affe! Und die Strafverfolger halten sich die lästigen Jugendstrafverfahren vom Hals.

Das Recht um die Sexualität von Jugendlichen ab 16 Jahren wird Satz um Satz verlängert, um die auftretenden Widersprüche zu überkleistern. Und Schritt um Schritt gibt das Parlament nach und keineR ergreift natürlich mehr das Referendum!

Wir haben jetzt Selbstbestimmung ab 16 Jahren, aber mit Einschränkungen: Was zu tun erlaubt ist, darf nicht dargestellt werden bis 18. Und weil die Jugendlichen trotzdem appsen und filmen, dürfen sie dies zwischen 16 und 18 unter „gleichaltrigen“ besitzen und herumreichen…

Wir haben eine harte, eine „Jugend-“ und eine weiche Pornografie. Ich bin gespannt, welches der nächste Widerspruch sein wird, der geöffnet wird!

Die Schwulenbewegung war angetreten, genau diese Widersprüche zu benennen und sie zu bekämpfen und das erwarte ich auch noch heute von politischen, oder politisierten Schwulen! Aber das Schwulenbüro Schweiz hat sich längst davon abgekoppelt und favorisiert andere „Rechte“ wie öffnung der Ehe für Homosexuelle und es ist zunehmend damit beschäftigt, die Rechte weiterer sexueller Minderheiten einzufordern – und das auch mit zu finanzieren!

Ich frage mich schon lange, wieso die Homosexuellen auch noch für andere sexuelle Minderheiten verantwortlich sein sollen. Dafür sind die Heterosexuellen zuständig, die sie ja auch produzieren. Aber mit denen wollen diese nichts zu tun haben. Schon bei den Homosexuellen wären die Heten zuständig gewesen, aber sie haben sich erfolgreich davor gedrückt.

Peter Thommen_64, Schwulenaktivist, Basel

siehe auch swissgay.info Nr. 2/2014

1 Kein Mann, der Homosexualität praktiziert, muss bei einer „Bewegung“ sein. Die homosexuelle Praktik ist eh‘ viel mehr verbreitet unter Männern, die sich nicht als „Homosexuelle“ betrachten. Und so wie in den USA sich erst etwas geändert hatte, als Aktivisten nicht mehr im Anzug, mit hochgehaltenen Tafeln, vor dem Regierungsgebäude im Kreis herum geschritten, sondern in der Christopher Street gegen eine Razzia hervorgetreten sind, genauso hat sich in der Schweiz das (politische) Strafrecht erst richtig geändert, nachdem Schwule auf die Strasse gegangen sind! Danach mussten ParlamentarierInnen und darauf die Abstimmenden Farbe bekennen!

2 siehe auch einen kritischen Einwurf von lesbischer Seite!

3 Vor dem Inkrafttreten des StrG von 1942-1992 kannten die französisch sprechenden Kantone, der Tessin und Basel-Stadt diese Schutzalter gar nicht

4 (Chronologie)

5 „Dem sogenannten ‚Strichungen‘ muss allerdings die Gewerbsmässigkeit nachgewiesen werden, d.h. Also dass er keinem täglichen Beruf nach geht und seinen Lebensunterhalt aus dem Erlös seiner nächtlichen Abenteuer bestreitet.“ (Der Kreis 9’1964, S. 11 und 12)

Aus diesem Grunde fragte die Polizei bei Kontrollen jeweils nach dem Arbeitgeber! Da haben wir ab den 70er Jahren einfach die Angabe verweigert!

Und weil es schwierig ist, so etwas nachzuweisen, hat man die „Jugendprostitution“ heute einfach grad ganz verboten!

6Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Und erschreckend hoch ist die Zahl der Opfer, die später selbst zu Tätern werden.“ Wobei die Rolle der TäterINNEN meistens heruntergespielt wird!

7 Meines wissens hat nur Frau Bundesrätin Kopp als Beamte jemals in der Öffentichkeit von der „sexuellen Selbstbestimmung“ Jugendlicher gesprochen! (TV SRF)

siehe auch Kapitalismus pink, taz

siehe auch Jens Dobler: Wie öffentliche Moral gemacht wird, am Beispiel des deutschen Schwulenparagrafen

Diese Seite als PDF

Beat Kraushaar zu diesem Thema

Und Steven Milvertons Kommentar auf ihn

Siehe auch Porträt in der tageswoche.ch

Nationalrat HIRNLAPPEN

Donnerstag, Juni 12th, 2014

Wir sollten nicht immer wieder Toni Bortoluzzi wie einen Eber durch die Medien jagen. Was er in der Schule und im Leben nicht gelernt hat, das wird er nie mehr aufholen können! Bei „Bildungsdirektor“ Oskar Freysinger ist das genauso! Peter Thommen

Toni Bortoluzzi und Aids, 2007

P.S. Wer sich über „exotische Schwule“ aufregt, sollte sich mal überlegen, wie idiotisch heterosexuelle Männer daherkommen können: An der Fasnacht, als Burschenschaften, Krieger, Tonsur der Mönche… Zurzeit kleiden sich die Fans ziemlich skurril für die Weltmeisterschaften in Brasilien…

Darüber gibt’s das Buch „Kerlekulte“

Der „Pädophilismus“ der Gesellschaft *

Mittwoch, Mai 21st, 2014

Unsere heterrorsexuelle Gesellschaft hat ein grundsätzliches Problem mit Kindern und Jugendlichen und deren Sexualerziehung. (Darüber gibt es Literatur!)

Der heutige hysterische Umgang mit der Sexualität von Kindern und Jugendlichen (Pädosexualität) ** hat eine bemerkenswerte Parallele zur Zeit vor hundert Jahren, als Sigmund Freud erkannte, dass diese auch ein Sexualleben haben. In der gleichen Zeit war klar geworden, dass Frauen in grossem Masse unwissend waren und Objekte sexueller Übergriffe geworden sind. Heutzutage ist klar geworden, dass Kinder – vor allem Mädchen, aber auch Knaben – sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind und dass Frauen wiederum unwissend tun, oder Mitwisserinnen in der Familie sind! Da sie keinen Penis haben, werden sie ideologisch als Täterinnen einfach ausgeschlossen oder totgeschwiegen – ihre mehr oder mindere Mitbeteiligung ist aber erheblich.

Um auf die komplexen „familiären und ausserfamiliären Verhältnisse“ aufmerksam zu werden, müssen wir sowohl vom feministischen Vorwurf der „Tätersicht“, als auch von der sexistischen „Opfersicht“ los kommen! Beide Sichtweisen versuchen, die wahren Verhältnisse in der Familie und der weiteren Institutionen in der Gesellschaft zu verschleiern, um sie nicht verändern zu müssen! Verändern sollen sich immer nur „die Männer“.

Es gibt heute einen tief sitzenden Pädophilen-Komplex gegenüber den Kindern, der sich bis ins Erwachsenen-Alter hinein zieht.

Zum einen über die Sprache und darin den Bezeichnungen. Meist mit einem beseitzanzeigenden Fürwort: „Mein Kind.“ Auch wenn gar kein familiärer Bezug besteht. Als Schwuler fällt mir auf, wie Erwachsene gegenseitig auch von „Baby“ sprechen, wenn es um Sexualität geht. Dabei geht es nicht darum, sich fortzupflanzen, sondern sich einen Baby-Status zu geben. Wir kennen vielleicht noch die Bezeichnungen: „Lehrtocher, Serviertochter, Saaltochter“. Daraus wird klar, welchen Status diese Frauen in der gesellschaftlichen Hierarchie eingenommen haben und noch immer einnehmen. Auch Schwule, Bisexuelle und Lesben übernehmen das oft unhinterfragt. Ich empfinde es als unqualifiziert, wenn Erwachsene sich gegenseitig mit Verkleinerungsformen von Namen ansprechen, oder mit „Schätzli, Schnuggi“. Vermutlich macht diejenige Person sich quasi „zur Schnecke“, indem sie die andere so anspricht und sich in ihr spiegelt.

Zum anderen über die archaisch-tiefenpsychologische Ebene. Wir haben „vergessen“, dass Kinder in dunklen Vorzeiten als Abwehrzauber für Erwachsene gedient haben, in dem sie mannigfaltig geopfert wurden. (1) Das bis heute bekannteste „Kinderopfer“ ist Abrahams Sohn Isaak. Dieser Mythos markiert den Wendepunkt und Abschied vom Menschenopfer in dieser Kulturepoche.

Selbstverständlich mussten diese Kinder, oder auch die „Jungfrauen“ sexuell unberührt, also „unschuldig“ sein, um wirksam werden zu können!

Der Pädophilismus zeigt sich heute noch am Verhältnis zu den Frauen, die in vielfältiger Weise „kindlich“ sein sollten, und kindliche Rollen spielen gegenüber Männern. Daher mussten Frauen auch im Strafrecht geschützt werden. Doch je mehr Frauen in „männliche“ Tätigkeiten eintreten, so werden auch sie zu Täterinnen. Es ist zu vermuten, dass Quotenfrauen an der Tatsache scheitern, dass Frauen dies merken oder ahnen und entsprechend zurückhaltend sind.

Im heterosexuellen Familienkomplex ist aber auch ein Schamgefühl wirksam, das bei einigen Eltern wirkt, die verdrängen möchten, wie „sexuell“ sie waren, als sie ein Kind zeugten. Dr. Jeanne Stephani-Cherbuliez formuliert eine beispielhafte Antwort von Eltern in Bezug auf die Informationspflicht gegenüber ihren Kindern schon 1947 wie folgt (Scham und falsche Scham): „Ich weiss nicht warum, aber ich kann es einfach nicht“ (2)

Kindheit und Jugend sind historisch-kulturelle Konstrukte und relativ „neueren Datums“. In früheren Zeiten wurden Kinder und Jugendliche wie „kleine Erwachsene“ behandelt. Angesichts der Übergriffe heute, hat sich also nicht viel geändert! Auch daran, dass mit Kindern und Jugendlichen über sexuelle Dinge leider immer weniger unverkrampft kommuniziert werden kann. Aber eigentlich sollten emanzipationsbemühte Frauen wissen, dass dies sehr wichtig wäre. Und als emanzpierter Schwuler weiss ich, dass durch Kommunikation auch eine unbewusste Distanz zum Problem erreicht wird, woraus folgt, dass die Vernunft die Szene steuern kann.

Leider sind militante Kinderschützerinnen und Kinderschützer aber nicht in der Lage, die Erfahrungen der Frauen- und Schwulenbewegung aufzunehmen und für den Kinderschutz auszuwerten. Sie widersetzen sich jeglicher Prävention. Das erscheint mir als Schwuler paradox: Hinten werden „unschuldige“ Opfer produziert, mit denen vorne die „bösen Täter“(und Täterinnen) dann „für immer weggesperrt“ werden sollen. Dies aufzulösen wäre die Aufgabe der Politik und der Wissenschaften. Es stellt sich die gleiche Frage wie bei der Homophobie: Wem nützt das alles?

Peter Thommen_64, Schwulenaktivist, Basel

 

* Pädophilie und pädophil sind zuerst im heterosexuellen (und) familiären Kontext zu sehen, denn darin sollen ja Kinder geliebt und aufgezogen werden. Das ergibt heute den Hauptwiderspruch, dass erwachsene Männer und Frauen von ausserhalb der Familie auch so bezeichnet werden – aber nur wenn es um sexuelle Kontakte mit Kindern geht. Aber die Familie ist heilig und unkritisierbar!

Ich bin vom freudianischen „Ödipuskomplex“ abgekommen und bezeichne die sexuelle Familiensituation als „heterosexuellen Familienkomplex“ (Text in Arbeit). Die Kinder werden von den Eltern sexualisiert. Dann stimmt das auch wieder mit den Übergriffen. Eltern lernen nirgendwo, zu ihren Kindern eine fühlbare Distanz aufzubauen. Das müssen nur diejenigen lernen, die „mit Kindern arbeiten“. (Jetzt in der Verfassung!)

Das sexuelle Verhältnis von Erwachsenen zu Kindern wird allgemein den Vätern/Männern zugeschoben. Die Gründe bleiben dahingestellt. Daher nenne ich die aktuellen Diskussionen „Pädophilismus“, in Anlehnung an den Feminismus und Maskulinismus…

Aufgrund meiner klinischen Erfahrungen und der Gesamtschau der internationalen Untersuchungen, die mir bekannt sind, gehe ich von einem Täterinnen-Anteil von 20-35 % aus.“ (3sat/Arzt) „Das Ausmass der Gewalt von Männern und Frauen ist das gleiche.“ / „Drei bis fünf Prozent der Opfer werden von Professionellen überhaupt erkannt.“  (Frau auf der Beratungsstelle)

Mehr als 200’000 Kinder werden pro Jahr Opfer von Gewalt durch Erwachsene. (Tsokas/Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder, Droemer 2014, 255 S.

** Ich kann mich erinnern, dass Ernest Bornemann vor einem Vortrag in Zürich gesagt hat, er referiere nicht über Pädophilie, aber über Kindersexualität. Das war auch sein spezielles Forschungsgebiet, weswegen er später auch als „Pädophiler“ denunziert worden ist. In Anbetracht der Tatsache, dass er quasi ein Schüler von Freud und dessen Theorien war, eine komplette Fehleinschätzung.

1) siehe Nigel Davies: Opfertod und Menschenopfer. Glaube, Liebe und Verzweiflung in der Geschichte der Menschheit. Econ 1981 (später auch als Taschenbuch) Beide nur antiquarisch.

2) Dr. Jeanne Stephani-Cherbuliez. Dem Geschlecht sein Recht. Gedanken einer Mutter und Ärztin über sexuelle Aufklärung und Erziehung, Müller Rüschlikon, 1947 (vergriffen)

Thommen über die öffentliche Pädophiliediskussion (2011)

Thommen über die „Perversion eines Begriffs“, Senf 11/1995

 

Frauen als Täterinnen

David Signer: Der zärtliche Missbrauch. Rund ein Fünftel aller sexuellen Übergriffe auf Mädchen und Buben werden von Frauen begangen, nicht selten unter dem Deckmantel der Fürsorglichkeit. NZZaS 21.8.2011, S. 77

20min. 37-jährige Frau missbraucht 14-jährigen Schüler,   Hier das Urteil der ersten Instanz 2014

Alexander Markus Homes: Von der Mutter missbraucht. Frauen und die sexuelle Lust am Kind, 460 S. Pabst 2005

Homes, Alexander: Ein Heimkind packt aus, Patmos 1996 (Nonnen, Priester)

Homes, Alexander: Prügel vom lieben Gott, päd.extra buchverlag, 1981/82 (Nonnen)

Frauen als Täterinnen. Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen (Michelle Elliott, Hg.), 337 S. Donna Vita 1995

 

allgemeiner

Claudia Heyne: Täterinnen. Offene und versteckte Aggression von Frauen, 360 S. Heyne TB 77212, 1996/Kreuz 1993

Wendy Lower: Hitlers Helferinnen, 336 S. Hanser 2014, ca. CHF 34.-

 

Stalinismus und Putinismus, 1934/2014

Dienstag, März 11th, 2014

Die russische Oktober-Revolution hatte die alten antihomosexuellen Gesetze und die klassische Ehe aufgehoben.

„Die neuen Herrscher im Land nahmen zunächst keine eindeutige Haltung in der Frage der homosexuellen Emanzipation ein. In Russland, Weissrussland und in der Ukraine wurde das zarische Sodomie-Verbot einfach aufgehoben.“ (1)

Die sowjetischen Behörden umwarben die Reformbewegung des Berliner Sexualforschers Magnus Hirschfeld, der sich für die Rechte Homosexueller einsetzte. … Andererseits inszenierten die Bolschewiki Schauprozesse gegen den Klerus, in denen Fälle von „Päderastie“ aufgedeckt und angeprangert wurden.“

Heute dürfen Schwule zwar weitgehend „heiraten“ aber Jugendliche werden auch bei uns wieder strenger geschützt vor Homosexualität, selbst noch vor sich selber.

Entsprechend der anfänglich mit dogmatischer Schärfe betonten freien Moralauffassung des Kommunismus auf dem Gebiet der geschlechtlichen Sittlichkeit (freie Liebe, Kündbarkeit der Ehe, unbegrenzte Zulassung der Schwangerschaftsunterbrechung, Kindererziehung durch den Staat) war die gleichgeschlechtliche Unzucht ohne Qualifikationsmerkmale * in der Sowjet-Union anfangs straflos. Erst im Jahr 1934 wurde die Strafbarkeit der einfachen Homosexualität ohne vorausgegangene Diskussion und ohne Begründung eingeführt.“ (2)

Diese Änderung kann durchaus als Folge des Aufstiegs von Josef Stalin angesehen werden. Stalin war ein Georgier und kam somit aus einer alt-christlichen Kultur. Davon war er um die Jahrhundertwende geprägt!

Aus jener Zeit ist ein Text von Klaus Mann erhalten, der sich als politisch bewusster Schwuler damit auseinandersetzte:

In der Sowjet-Union gibt es neuerdings ein Gesetz, das die Homosexualität unter schwere Strafe stellt. Es klingt überraschend, und man fragt sich, mit welcher Logik und mit welcher Moral eine sozialistische Regierung die Entrechtung und Diffamierung einer bestimmten Menschengruppe rechtfertigt, deren „Verschulden“ in ihrer naturgegebenen Veranlagung besteht: aber es ist so. Übelstände und Skandale in den östlichen Gebieten der Union sollen den Anlass gegeben haben zu der Einführung des beschämenden Paragraphen – gegen den in mitteleuropäischen und westlichen Ländern die Linke seit Jahrzehnten erbittert kämpft.“ (3)

… meine ich nicht nur und nicht vor allem die in der Sowjet-Union immer deutlicher werdende Neigung, in den erotischen Fragen wieder strenger und konservativer zu denken und zu urteilen … „

Ich meine vielmehr jenes Misstrauen und jene Abneigung gegen alles Homoerotische, die in den meisten antifaschistischen und fast allen sozialistischen Kreisen einen starken Grad erreicht haben. Man ist nicht mehr weit davon, die Homosexualität und den Faschismus miteinander zu identifizieren. Hierzu darf nicht länger geschwiegen werden. Wir bekämpfen Rassenvorurteile. Und inzwischen wollen wir das unvernünftigste Vorurteil gegen eine bestimmte geschlechtliche Veranlagung überhand nehmen lassen?“

Dazu kann direkt in die Gegenwart verwiesen werden! Heute werden die Verlängerung des Prostitutionsverbotes und der „Kinderpornografie“ bis zum 18. Lebensjahr bis weit in linke Kreise hinein kritiklos hingenommen! Aus lauter „Besorgtheit“ über neue Medien und Migranten glauben die Leute, sie könnten die Sexualentwicklung von Jugendlichen „aufhalten“! Dabei hätten wir Jahre Zeit gehabt, sie zu informieren und zu begleiten. Und die Ausbeutung mit dem Sex wird bekämpft, damit die Ausbeutung WEGEN dem Sex nicht abgeschafft werden muss! Checksch es?

Woher kommt es denn, dass wir in antifaschistischen Zeitungen die Wortzusammenstellung „Mörder und Päderasten“ beinahe ebenso häufig lesen, wie in den Naziblättern die von den „Volksverrätern und Juden“? Das Wort „Päderast“ als ein Schimpfwort, nur weil es in nationalsozialistischen Verbänden viele geben soll, die junge Männer lieben, statt Frauen!“ (3)

Auch dies kommt mir heute sehr bekannt vor! Während die meisten Kinder von ihren Eltern oder in ihrer Familie misshandelt werden, geilen sich die Medien an „Pädophilen“ auf, die an jeder Ecke lauern sollen…

“ … wenn Blätter, die sich mit Vorliebe ‚liberal und aufgeklärt‘ nannten, plötzlich anfingen ‚Knabenschänder‘ zu schreien, wie eine hysterische Pastorengattin.“ (3)

Und die Schwulen, sowie alle anderen LGBT..s  regen sich über den „Putinismus“ auf, der doch nur mit der russisch-orthodoxen Kirche den Aufputz erledigt, den er früher mit dem KGB durchgeführt hatte. Vom Stalinismus bis heute sind nicht mal hundert Jahre vergangen. Die Politik mit dem Sex, den Homosexuellen und den Kindern bewährt sich von neuem! Die heutigen Linken haben nix gelernt, sorry!

Peter Thommen_64, Schwulenaktivist, Basel

 

* Qualifikationsmerkmale sind zum Beispiel Kontakte unter Zwang, Gewalt, oder als Prostitutionserwerb, oder Überschreitung von Schutzaltersgrenzen

(1) Healey, Dan: Beredtes Schweigen, in: Osteuropa Spektralanalyse, Homosexualität und ihre Feinde, S. 1

(2) Jescheck, Hans-Heinrich, in: Die Behandlung der Homosexualität im ausländischen Strafrecht, in: Homosexualität oder Politik mit dem § 175, roro 943, 1967, S. 96

(3) Mann, Klaus in: Homosexualität und Faschismus, erschienen in: DIE NEUE WELTBÜHNE, Prag 1934

Ulrike Lunacek: Homosexualität in Russland

Die Linke und der Sex, klassische Texte, Promedia 2011

Nachtrag: „Denn in der Ukraine, so Putin, hätten Neonazisten, Antisemiten und Russophobe die Oberhand gewonnen. “ (Bericht dlr.de)

Das Ende der Toleranz der Schwulen!

Freitag, Februar 21st, 2014

Oder: Wer nicht begeistert von der Heterosexualität ist oder spricht, ist gleich ein Heterophober!?

In den letzten zehn Jahren haben sich die öffentlichen „Erscheinungen“ von Homosexuellen und die Berichte über Schwule ziemlich verändert! Nicht nur im Internet. In dieser Zeit sind auch die Bisexuellen vermehrt, und andere „Fetischisten“ laufend, dazugestossen. Eigentlich alles, was bei den Heterosexuallen so „abfällt“, hat sich irgendeiner „Schwulencommunity“ beigeordnet, daher hat sich auch das Wort „queer“ immer mehr eingebürgert. Wir Schwulen sind – mit den Lesben und ihrem Anhang und den „heterosexuellen Abfällen“ – zu einer in der Gesellschaft unübersehbaren Gruppe angewachsen. Das beunruhigt die Mehrheit. Und auch viele Schwule!

Viele Diskussionen werden von Frauen (z. B. Barbara Höfler, NZZaS) angestossen – aber auch wertkonservative Männer melden sich vermehrt zu Wort: 2009 tat dies Philipp Gut in der Weltwoche und in der zeit.de – ihm antwortete Marko Martin. Letztes Jahr Ralf Schuler. Nun Matthias Matussek als aktuelles Beispiel. (1)

Zufällig bin ich in meiner Bibliothek auf einen Essay von Prof. Dr. G. Th. Kempe * gestossen, der aus der Sicht der 1950er Jahre eine Einschätzung der Situation von homophilen Männern gibt und über deren Verhältnis zu den Heterophilen schreibt.

Vergleichen wir es mit dem Dasein verschiedener Völker, dann ist diese Tatsache ebenfalls bekannt, aber mit diesem Wissen hängt die Anerkennung eng zusammen. Jedem Menschen ist das Dasein dieser Gruppe praktisch bekannt, aber anerkannt wird sie im allgemeinen nicht.“

Meines Erachtens besteht kein Zweifel, dass der durchschnittliche Heterophile unserer Zeit zu einer solchen Anerkennung einfach nicht fähig ist, wahrscheinlich nicht fähig sein kann, und das führt oft zu schrecklichen Folgen.“ (2)

Kempe sieht schon 1954, was wir heute aktuell erleben können! Niemand/Niefrau würde heute die Existenzberechtigung von Franzosen oder Engländern in Frage stellen. Anfangs letzten Jahrhunderts aber hatte diese Anerkennungsverweigerung „schreckliche Folgen“, nämlich die Kriege von 1914/18 und 1939/45.

Interessant auch, wie Matussek direkt Bezug auf den Holocaust nimmt: Mittlerweile hat Homophobie dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht.“ Was seiner intendierten „Selbstaufopferung“ die Kappe aufsetzt! **

Heute können schreckliche Folgen, die speziell unsere Existenz betreffen, in den osteuropäischen, den arabischen und afrikanischen Völkern gesehen werden. Ursache ist aber nicht mehr der Glaube an den Patriotismus, sondern derjenige an eine Religion und den Heterosexualismus. Eine interessante Parallele wird dabei sichtbar. Die Juden waren sozusagen auch Kinder der Nichtjuden – und Homosexuelle sind ja eigentlich die Kinder der Heterosexuellen. Aber zu diesem differenzierten „Bewusstsein“ sind wohl Heterosexuelle wirklich nicht fähig.

Gerade las ich Joachim Bartholomae’s Essay über literarische Aussenseiter (3) und ihr Verhältnis zur Gesellschaft. „Baldwin wusste als Schwarzer wie als Schwuler genau wie Berührungsangst funktioniert – dieses letzte Tabu, das auch heute noch bei heterosexuellen Menschen die Befürchtung auslöst, sich durch Annäherung in Gefahr zu bringen.“ (S. 58)

Er zitiert auch Peter Rehberg: „Heten fragen vorm Sex: wollen wir was trinken? Homos hinterher. Erst Sex, dann saufen. So machen das die Homos. Korrekte Reihenfolge bitteschön beibehalten! Wenn Heten fragen: wollen wir was trinken? Wollen sie nichts als Sex. Heten sind Heuchler, nicht: wollen wir ficken, wollen wir was trinken? Fragen sie. Wenn Homos fragen: Wollen wir was trinken, dann ist der Sex schon rum (da muss man ja nicht fragen). (S. 71)

Diese Diskussionen liessen sich fortsetzen! Doch die „Schwulenbewegung“ ist in Pension gegangen. An ihre Stelle sind die Queers getreten und diese haben schon genug mit all den L G B T I Q Q A P  zu tun. Daher wird sie jetzt von den Heten gehörig aufgeweckt und aufgeschreckt! Das ist auch gut so!

Ich finde, über Homosexualität darf man streiten. Denn überwiegend wird sie von heterosexuell lebenden Männern ausgeübt, mehr noch als von Schwulen. Über die Schwulen sollte man nicht streiten, denn es gibt sie genauso wie die Frauen!

Peter Thommen-64, Schwulenaktivist, Basel

Über die Bedeutung der Identitätsstiftung in den homosexuellen Figuren bei Baldwin

Claudia Roth, Bündnis90/die Grünen. Über Homosexualität darf man nicht streiten

* Er lehrte am Kriminologischen Institut an der Universität Utrecht.

** Über die soziale Situation von Homosexuellen und Juden siehe: Parin, Paul: „The Mark of Oppression“, in: PSYCHE Nr. 3/1985, S. 194-219

(1) Siehe auch die beiden Gegenmeinungen! Stefan Anker und Lucas Wiegelmann

(2) S. 3 im PDF (im Original S. 4/5)

(3) Bartholomae, Joachim: Wie der Keim einer Südfrucht im Norden (Kleist, Kafka und andere Aussenseiter der Literatur), MS Verlag 2012, 80 S.

Thommen, Peter: Die Wurzeln des Spiessertums (> come out 3. Jg. Nr. 23, Juni 1990)

Wie Magier zu Königen gemacht werden!

Freitag, Dezember 6th, 2013

„Nach den Drei Königen suchen wir in der Bibel umsonst. Es ist von „Magiern“ die Rede, die Jesus besucht haben. Das sind Sternkundige im Sinne von Astronomen und Astrologen.“ (1)

und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ (2)

Es ist seltsam, wie Pfarrer sich über Tatsachen hinwegsetzen, um der Theo-/Ideo-logie gerecht zu werden! Hürlimann geht einfach über zum Weihnachtsoratiorium von Bach und zitiert aus dessen Text: „Im Blick auf die Armut der Eltern schenkten die Könige Gold, Zur Entfernung des Gestanks aus dem Stall Weihrauch, für allfällige Wunden des Kindes Myrrhe.“ (1) Nun schreibt er völlig selbstverständlich nur noch von den Königen. So einfach ist das auf der Kanzel.

Die ersten Bibelübersetzungen in die deutsche Sprache fanden natürlich in einer Zeit von Königreichen statt, in der die Untertanen- und Obrigkeits-Ordnung völlig selbstverständ-lich war. Aber muss mann das in die heutige Zeit „herübernehmen“? Ideologisch interessant ist die historisch rückwärts korrigierende Methode, den späteren „König der Juden“ (Pilatus), schon als Kind nur von ihm ebenbürtigen anderen Königen anbeten oder huldigen zu lassen. Selbstverständlich ist das Gold der Weisen in Form von fertigen Kronen „zu Füssen von Mutter und Kind“ gelegt worden, womit sie dann ihren Lebensunterhalt bezahlen konnten? (1)

Wer hat jemals schon in der Geschichte von Königen gehört, die ohne Harem und Tross einsam durch die Wüste wandern? Sogar die Königin von Saba, die früher schon bei Salomo aufgetaucht war, kam nicht alleine…

Pfr. Christoph Hürlimann verabschiedet sich am Schluss mit dem Hinweis auf das „grosse Herz der drei Könige“, das er uns allen wünscht, um in unseren Mitmenschen Jesus zu entdecken. Bin ich denn in einer katholischen Predigt – oder was?

 

Bei dieser Gelegenheit kann ich auch mal darauf hinweisen, dass die Frauen im Königsverständnis schon immer auch eine wichtige Rolle gespielt haben, denn nur wer sie als Königstochter heiratete, konnte in den Märchen ein richtiger König werden! 😉

Es ist eine typisch hetero-pädophile Rolle, die den kleinen Mädchen die „Prinzessin“ zuschreibt. Die zukünftige Frau soll über ein Rollenbild „diszipliniert“ werden. Erst ist sie die Prinzessin für den Vater und gleicht so ihr sexuelles Defizit gegenüber ihrer Mutter in der Familie damit aus. Dann gibt es ja keine Prinzen in heterosexuellen Familien, denn die haben das ja schon, was kleine Mädchen von Geburt an nicht haben…  (Ich nenne das den „heterosexuellen Familienkomplex“)

In den letzten Jahren nun haben auch Jungs und junge Männer zu „königlichen“ Accessoires gegriffen. Ihre „aufgestellten Haare“ sollen ein „Krönchen“ darstellen. Damit wird die heterosexuelle, familiäre Hierarchie nun auch bei den Männern eingeführt. Ganz zu schweigen von der Unart, die Körperhaare – wie die Frauen – zu rasieren. Es findet also eine Verweiblichung von Söhnen unter der Krone des Vaters statt! Denn der „heterosexuelle Familienkomplex“ muss unter allen Umständen aufrecht erhalten werden! Und Frauen dürfen den Männern nicht zu „schwul“ rüberkommen! 😉

Solche Probleme hatten die Magier, die nach Bethlehem pilgerten nicht wirklich. Aber die Familie von heute versucht mit einer Art Magie ihre tieferliegenden Komplexe zu pflegen. Denn sie ist unnatürlich – weil zu klein! Das zeigt sich besonders an Weihnachten, anlässlich derer sie Schwule und Lesben zu heterosozialem Gehorsam zwingt. (Aus diesem Grunde findet seit 24 Jahren der Tuntenball am Weihnachtstag im Keller des Hirscheneck statt!)

Und natürlich soll der Glaube an alles auch erhalten werden. Keine Rede von einer Männerrunde im angeblichen Stall, die das Neugeborene besucht haben soll. Und der arme Josef, der schon seine Frau verlassen wollte, musste der Stimme Gottes den Vortritt lassen, weil der sie als heiliger Geist übers Ohr geschwängert hatte.

„als … Maria mit Joseph verlobt war,  fand es sich (!). ehe sie zusammengekommen waren, dass sie vom heiligen Geiste schwanger war. Weil indessen Joseph, ihr Mann, rechtschaffen war und sie [doch] nicht in Schande bringen wollte, gedachte er, sie heimlich zu entlassen. Doch als er dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen, denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom heiligen Geiste. (Matth 1, 18-20, Zürcher Bibel)

Ich wünsche Euch erholsame Feiertage und dass Ihr mal über das alles nachdenkt, statt für die Sissy-Filme im Fernsehen Eure Taschentücher zu missbrauchen! 😛

Peter Thommen_63, Schwulenaktivist, Basel

 

(1) ref. Pfr. Christoph Hürlimann, im Kirchenboten vom Dezember 2013. Er zitiert in seinem Text aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 25) und erwähnt auch hier den Titel „König“ statt „Herrn“. Er scheint eine ausgesprochene Freude am Königtum zu haben.

(2) Matth. 2.11 (Luther, 1912)